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Fakultät Design Medien und Information
Department Medientechnik
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Technik erleben, Geschichten zum Träumen - das studentische Filmfestival heisst Flimmerfest

09.05.2019

In diesem Jahr findet das Flimmerfest vom 15. bis 17. Mai 2019 auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg statt - initiiert und realisiert vom Produktionslabor der HAW Hamburg. Zu sehen sind 39 Filme aus den Kategorien Dokumentation, Experimental, Animation und Kurfilm - eingereicht von jungen FilmemacherInnen aus Kön, Hannover, Leipzig und Hamburg.

Flimmert es berauschend über eine Leinwand – und jene im Produktionslabor hat Kino-Maße –, dann handelt es sich entweder um einen technischen Effekt oder einen künstlerischen Zauber. Oder um beides auf einen Schlag und in einem Augenblick. Exakt diese untrennbare ideale Schnittmenge – Kunst da, Technik dort – stellt sich ein auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg und macht die besondere Magie des „Flimmerfestes der Medientechnik“ aus.

Bereits zum 5. Mal findet im Produktionslabor dieses Flimmerfest statt, als einziges in seinen Dimensionen vielleicht kleines, in seiner Aura aber „feines“ Filmfest. Ist das nicht ein wenig zu viel Angabe für ein solches Alleinstellungsmerkmal? Eher nicht, vergegenwärtigt man sich, dass hinter diesem Event von Studierenden für Studierende – rechtzeitig vor den Klausuren, mitten im Semester, an Wochentagen, mit der Filmschau bewusst jeweils „kurz vor fünf“ – in erster Linie die Verknüpfung zweier entscheidender Erkenntnisse steht: Was macht Filme aus? Wie werden Filme gemacht?

Zur Tradition der „Flimmer-Fest-Schau“ gehören von Anfang an – das war im Jahr 2012 – Wettbewerbsfilme in vier Kategorien, dieses Mal „Kurzfilm“, „Experimental“, „Animation“ und „Dokumentation“. Aus 38 von weit mehr als 50 eingesandten Filmen wird – wie heißt es so schön und hier mehr als angebracht – eine hochkarätige Jury mit Brigitte Krause, Udo Engel, Mathis Menneking und Thomas Görne unter 38 Wettbewerbsfilmen die vier Preisträger erwählen. Die Wettbewerbsfilme flimmern am Donnerstag, 16. Mai, ab 17.00 Uhr und am Freitag, 17. Mai ab 16.30 Uhr. (Noch einmal: immer im Produktionslabor!)

Betrachtet man, woher diese Filme kommen, so tragen dieses Mal neben Einsendungen aus Dortmund, Hannover, Köln, Leipzig, Luzern, St. Pölten oder den Niederlanden und Kolumbien zahlreiche Filme das Etikett HAW. Damit ist nicht einzig die Medientechnik gemeint. Stattdessen kommen die Flimmer-Schätze aus allen Departments, wohl dosiert verteilt auf Bachelor und Master, konzentriert auf Finkenau-Kooperationen, etwa mit der HfbK. Vor allem aber fällt auf, wie häufig und intensiv neben dem vermeintlich klassischen Kurzfilm viele zeitgemäße Dokumentationen, viele experimentelle Filme oder auch technische Innovationen auftauchen. VR oder Fulldome-360 Grad mögen leicht und gerne benutzte Schlagworte sein. Beim Flimmerfest bestehen sie die Probe auf´s praktische Exempel. Allein das ist mehr als ein Grund, dieses zeitgemäße Kaleidoskop aus Bewährtem und so noch nie Gesehenem zu besuchen. Da wird dem Stellenwert des Filmemachens neue Priorität zugewiesen!

Seit dem letzten Flimmerfest im Jahr 2017 gibt es eine zweite Flimmerfest-Achse als typisch „Medientechnik“. Wie einen Film richtig zimmern, soll er super flimmern? An jedem der drei Tage des Flimmerfestes finden Praxis orientierte Workshops und Vorträge statt, in denen eine ganze Palette zum Thema „Filme machen“ abgedeckt wird, teils von ehemaligen Studierenden aus „unserem Hause“. Ralph Heinsohn über 360-Grad-Fulldome-Filme und immersive Medien, Tim Winnicker über Farbwelten und Farbworkflow, Fritz Busse und Michel Linzer über die Magie aus dem Schneideraum, Astrid Schuldt über Geschichte, Genre und Länge: „Filme erwählen“ und Christina-Björni Wölke über Herausforderung und Berufsalltag freier Film-Tonmeister/innen samt einer nicht so unwichtigen Frage wie „Was bedeutet es selbständig zu arbeiten, und welche Tagessätze kann man verlangen?“: Was will man mehr, wenn sich im Rahmen eines solchen Festes Kreation und Praxis begegnen?
Jetzt das Entscheidende: Alle wichtigen Informationen zu den drei erlebnisreichen, zudem mit Podiumsdiskussionen, medientechnischen Experimenten, Flimmer-Partystimmung und vielen, vielen Gesprächen inmitten und am Rande angereicherten Tagen findet man (absolut bedienerfreundlich) unter campusfinkenau.com / Flimmerfest 2019 / Programm / Vorträge. Also für die Workshops anmelden und bei den Filmen dabei sein. Es flimmert!

Text: Prof. Wolfgang Willaschek

Letzte Änderung: 02.08.12

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