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Funktionen des Lichts

Stanley McCandless, der Pionier der Theaterbeleuchtung und einer der ersten Wissenschaftler, der sich mit "Lichtinszenierungen" beschäftigte, unterteilt in seinem 1932 erschienenen Buch "A Method of Lighting the Stage", das Licht in unterschiedliche Qualitäten und Funktionen.

Nach seiner Vorstellung besitzt das Licht folgende vier Qualitäten (properties):

  • Intensity (Intensität): Lichtmenge, die einen subjektiven Eindruck der Helligkeit erzeugt
  • Color (Farbe): Das Malen eines Bildes mit Licht, Schatten und Farbe.
  • Distribution (Richtung): Die Lichtverteilung des Lichtes.
  • Movement (Bewegung): Jede der drei bisher genannten Eigenschaften (Lichtintensität, Farbe, Lichtverteilung), können sich langsam oder schnell verändern


Ausgehend von diesen Eigenschaften besitzt das Licht folgende Funktionen (functions) sowohl im Theater-, Fernseh- als auch Filmbereich:

  • Visibility (Sichtbarkeit): Das Licht muss die Dinge sichtbar machen, die auf der Bühne sichtbar erscheinen sollen. Im Vordergrund steht dabei die Sichtbarkeit der Schauspieler.
  • Naturalism (Motivierung durch Licht): Personen, Objekte und  Bühnenbild sollen in ihrer Dreidimensionalität natürlich wiedergegeben werden.
  • Composition (Komposition): Das Malen eines Bildes mit Licht,  Schatten und Farbe.
  • Mood (Atmosphäre): Die Erzeugung von Stimmungen, um damit den dramaturgischen Verlauf der Inszenierung zu unterstützen.


Alle vier Lichtqualitäten, als auch die aufgeführten Funktionen, sind auch heute noch ein elementarer Bestandteil der Lichtgestaltung im Theaterbereich, wobei diese Begrifflichkeiten ebenfalls für die Ausleuchtung im Film- und Fernsehbereich gelten.

Letzte Änderung: 05.07.12

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