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Doktorandin im Interview: Wie man an der UWS und HAW Hamburg kooperativ promoviert

16.03.2018
Anfang März verlängerten die HAW Hamburg und die University of the West of Scotland (UWS) ihren Kooperationsvertrag für gemeinsame Promotionen um weitere fünf Jahre. Wir haben mit der Doktorandin Katrin Baade gesprochen. Sie promoviert derzeit im Bereich Pflegemanagement bei der UWS und der HAW Hamburg. Wir haben sie nach ihren Erfahrungen gefragt:

Liebe Frau Baade, wie wurden Sie auf das kooperative Promotionsprogramm aufmerksam? 

2012 habe ich meine Master of Wound Care Management in Salzburg abgeschlossen. Mir hat meine Masterarbeit so viel Spaß gemacht, dass ich das Thema weiter behandeln wollte. Ursprünglich war der Plan, dort auch die Promotion durchzuführen was aber nicht ging. Ich habe dann verschiedene Universitäten in Deutschland kontaktiert. Mein damaliger Chef, vermittelte mir den Kontakt zur HAW Hamburg. Dort erfuhr ich vom Promotionszentrum und dass die HAW Hamburg mit der UWS kooperiert. Ich hatte einen Termin bei Professorin Zita Schillmöller vereinbart, die dann alles in die Wege leitete, um meine Abschlüsse auch für die UWS zu prüfen. Das war für mich wirklich eine tolle Option und am Ende hat es geklappt!

Wie werden Sie an den beiden Hochschulen, der UWS und der HAW Hamburg, betreut?

An der HAW Hamburg gibt es das Promotionskolleg, was sehr wertvoll ist nicht nur wegen der Betreuung, sondern auch wegen der Kursangebote, die man belegen kann. Man sollte sich meiner Meinung nach auch immer mit den anderen Promovenden vernetzten. Es spielt dabei keine Rolle aus welchem Fachgebiet sie kommen. Dann gibt es noch meine Doktormutter, Professorin Corinna Petersen-Ewert. Mit Ihr treffe ich mich regelmäßig. Sie motiviert und korrigiert mich in erster Linie. An der UWS werde ich von meinem Direktor of Studies betreut, er gibt nach den Vorgaben der UWS die Richtung vor. Es macht Sinn, sich mit allen Beteiligten vorher zu besprechen, wer was macht. Einmal im Quartal skypen meine Betreuer und ich, um das Vorgehen zu besprechen.

Was kommt finanziell auf die Promovenden zu? Gibt es Stipendien, die unterstützen?

Auf die Promovenden kommen die Studiengebühren zu. Stipendien gibt es und im Promotionszentrum kann man sich Hilfe holen. Bei mir gab es einmal die Förderung für ein Schreibworkshop in Schottland, der von der HAW Hamburg finanziert wurde, das war großartig. 

Das Promotionsprogramm findet in englischer Sprache statt wie auch die Promotion selbst. Inwieweit kann man sich darauf vorbereiten?

Man sollte die englische Sprache beherrschen, was noch nicht heißt, dass man alles damit richtig macht. Mein Englisch ist zwar deutlich besser geworden aber ich empfehle jedem, seine Arbeit am Ende durch ein Englischlektorat zu schicken. Die UWS legt darauf besonderen Wert und man sollte das nicht unterschätzen. 

Wem würden Sie dieses kooperative Promotionsprogramm empfehlen? Was sollten die Doktoranden unbedingt mitbringen?

Neben den Englischkenntnissen bedarf es Durchhaltevermögen. Es kann vorkommen, dass die Betreuer wechseln; bei mir was es drei Mal. Davon darf man sich nicht beirren lassen. Da die Zeit während der Promotion rennt, sollte man weitermachen. Das Auf und Ab ist absolut normal und gehört zum Entwicklungsprozess dazu. Wenn man eine Krise hat, sollte man sich Hilfe suchen und annehmen. Fleiß und Systematik sollte man ebenfalls mitbringen, dann schafft man die Promotion in jedem Fall.

(Das Interview führte Dr. Katharina Jeorgakopulos)

Weitere Informationen: Promotionszentrum der HAW Hamburg

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