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Lisa Kleene am Toxicology Center der University of Saskatchewan

Abenteuer Promotion in Kanada

18.10.2019
Lisa Kleene, Promovierende in der Arbeitsgruppe „Angewandte Aquatische Toxikologie“ der HAW Hamburg, verbringt an der University of Saskatchewan von August bis November 2019 einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt.

USask lautet der Spitzname dieser Top-Universität Kanadas mit rund 27.000 Studierenden. Sie ist Mitglied im Verbund der U15, der führenden forschungsstarken kanadischen Hochschulen. Die Forschung von Lisa Kleene an dieser Hochschule wird über ein Auslandsstipendium des prestigeträchtigen Übersee-Clubs in Hamburg mit 3.500 EUR gefördert. HAW Hamburg Präsident Micha Teuscher hatte die junge Wissenschaftlerin für das Stipendium empfohlen. 

Stipendienvergabe im Hamburger Rathaus 
Bereits im Frühjahr diesen Jahres hat Lisa Kleene das Stipendium erhalten, das ihr im Hamburger Rathaus in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher und der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek überreicht wurde. Der Übersee-Club vergibt alle zwei Jahre Stipendien für Auslandsaufenthalte an junge Akademikerinnen und Akademiker Hamburger Hochschulen, um die Völkerverständigung zu fördern. Der Übersee-Club ist bekannt für hochkarätige Redner*innen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft, die im Club Vorträge halten. 

„Angewandte Aquatische Toxikologie“ – Auf den Spuren von Nanomaterialien in der Elbe
Susanne Heise, Professorin für Ökotoxikologie im Department Medizintechnik an der HAW Hamburg und Professor Andrew Hursthouse an der University of the West of Scotland betreuen Lisa Kleene. Sie erforscht ein spannendes ökologisches Thema im Bereich der Toxikologie, das auch von großer Relevanz für die EU ist und bringt als Chemikerin auch einen Hintergrund in Molekularbiologie mit. Sie untersucht, warum Sonneneinstrahlung die additive und vor allem negative Wirkung von Nanomaterialien (die sich in Gewässern wie der Elbe anreichern) in Kombination mit dem Schwermetall Cadmium verstärkt. Der Forschungsaufenthalt in Kanada liefert einen Beitrag zum Transfer von molekularen Prozessen hin zu ökologischen Effekten mit weitreichender Bedeutung für die Umwelt und stellt einen innovativen Beitrag zur Forschung der Toxikologie dar.

Forschen und Leben in Kanada
An der School of Environment and Sustainability betreut Professor Markus Hecker Lisa Kleene. Er ist „Canada Research Chair in Predictive Aquatic Ecotoxicology”. Eine erste Herausforderung waren die Würmer, die Lisa mit aus Hamburg nach Kanada gebracht hatte (mit einer Sondergenehmigung für den kanadischen Zoll!). Niemand kannte sich mit ihren Würmern aus, sodass die Aufreinigung der Proben problematisch war. Geholfen hat ihr im benachbarten Institut für Veterinärmedizin der Experte Dr. Michael Wu. Bevor die eigentliche Analyse der Gene (Sequenzierung) jedoch starten kann, müssen die Proben noch weiterbearbeitet werden. Anfang Oktober wird Lisa Kleene am Canadian Ecotoxicity Workshop in Québec City teilnehmen und dort einen Vortrag im Bereich Nanomaterialien halten.

Anfang September begann das neue Semester begonnen und sie war ganz begeistert von der Möglichkeit, an den vielfältigen Willkommensaktivitäten auf dem Campus teilzunehmen. Es gibt mehr als 130 Clubs auf dem Campus zu entdecken. Insgesamt ist sie positiv überrascht von diesem Land, den sehr aufgeschlossenen Menschen und der Ruhe, die man außerhalb der Stadt finden kann!

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Text: Martina Schulze, Leitung International Office

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