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Keyvisual zur Ringvorlesung im WS 19/20. Quelle: CCG/HAW Hamburg

CCG Ringvorlesung zur Digitalisierung im Gesundheitswesen – Abschlussbericht

16.03.2020
Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen waren Thema der Ringvorlesung des Competence Center Gesundheit (CCG). Insgesamt ermöglichte die Ringvorlesung einen systematischen Zugang zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Vorlesungen fanden unter der Leitung der drei HAW-Professor*innen Dr. Susanne Busch, Dr. Anja Behrens-Potratz und Dr. Joachim Westenhöfer statt.

Nach einer systematischen Einführung folgten Vorträge und Diskussionen zum Datenschutz, zur ethischen Perspektive auf e- und mHealth, zur Implementierung von Technologien in der Pflege, zur Telematik-Infrastruktur und zur elektronischen Patientenakte. Auf der Abschlussveranstaltung griffen 15 Poster-Präsentationen von Studierenden diese verschiedenen Aspekte der Digitalisierung im Gesundheitswesen auf.

„Das CCG ist mit der aktuellen CCG Ringvorlesung am Puls der Zeit. Die Informations- und Kommunikationstechnologie wird als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts bezeichnet und gewinnt auch im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung“, erklärt Prof. Dr. Joachim Westenhöfer, Leiter des Competence Center Gesundheit (CCG).

Seine Kollegin und ebenfalls Leiterin des CCGs, Prof. Dr. Susanne Busch, fügt hinzu: „Immer mehr ältere und chronisch kranke Menschen sind zu versorgen, teure medizinische Innovationen müssen finanziert werden, strukturschwache ländliche Gebiete gilt es nicht von der Versorgung abzuhängen. Hier kann die Digitalisierung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungslage leisten Allerdings muss sichergestellt werden, dass ein angemessener direkter physischer Zugang zu Versorgungsleistungen erhalten bleibt.“

Ihre Kollegin Prof. Dr. Anja Behrens-Potratz ergänzt: „Die Gesundheitssysteme der westlichen Welt stehen bei der Versorgung von Alten und Kranken vor vergleichbaren Herausforderungen. Digitale Technologien können eine bessere und effizientere Versorgung und einen breiteren Zugang zur medizinischen Expertise unterstützen.“

Die wissenschaftlichen Poster der Studierenden auf der Abschlussveranstaltung der CCG Ringvorlesung setzten sich dementsprechend mit den folgenden Themen auseinander:

Themen der Posterpräsentation

·      Datenschutz und Datensicherheit im Krankenhaus: Wie werden Datenschutz und Datensicherheit durch die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Krankenhaus gewährleistet?

·      Anwendung von Virtueller Realität bei dementiell erkrankten Menschen

·      Telemedizin in Deutschland: Chancen und Risiken der Videosprechstunde aus Sicht von Ärztinnen & Ärzte und Psychotherapeutinnen & Psychotherapeuten

·      Telemonitoring: Chancen & Risiken am Beispiel des „CardioMEMS HF Systems“

·      Implementierung der elektronischen Patientenakte (ePA) am Beispiel einer Kinderintensivstation eines Krankenhauses in Schleswig-Holstein – Beförderungen und Behinderungen einer Implementierung der ePA im stationären Bereich

·      Einfluss der Informationsmöglichkeiten durch das Internet als Zugangsweg auf die Gesundheitskompetenz: Inwieweit beeinflusst die Digitalisierung die Gesundheitskompetenz der erwachsenen Bevölkerung in westlichen Ländern?

·      Telemedizin – Deutschland im internationalen Vergleich: Eine Best-Practice-Analyse

Fazit der Studierenden: Digitalisierung im Gesundheitswesen kann die Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern, auch in der Gesundheitsförderung und Prävention können digitale Technologien unterstützend wirken. Diese sollten aber nur additiv eingesetzt werden, ohne den direkten persönlichen Zugang zu Leistungsanbietern einzuschränken. Digitalisierung kann die Gesundheitsversorgung deshalb nur ergänzen und bereichern, aber nicht ersetzen. Eine große Chance wird – unter Wahrung des Datenschutzes – in dem verbesserten qualitativen und quantitativen Zugang zu Informationen und dessen Bündelung gesehen.  (Autoren: Katharina Jeorgakopulos/CCG)

CCG Website:  haw-hamburg.de/ccg.html 

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