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Geflüchtete nehmen an der HAW-Fakultät in Hamburg-Bergedorf rgelmäßig an Kursen zur Gesundheitsförderung statt, Foto: Moritz Heitmann

Gesundheitsförderung für geflüchtete Menschen: Materialien in acht Sprachen jetzt online

12.10.2017
Informationsflyer und Workshop-Anleitungen zu zentralen Themen der Gesundheitsförderung für Geflüchtete sind nun online verfügbar. Damit können Menschen in Fluchtunterkünften, Schulen, Nachbarschaftstreffpunkten oder anderen Einrichtungen in Gesundheitsfragen aufgeklärt werden.

Lehrende, Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelten die Materialien im REFUGIUM-Programm zur Gesundheitsförderung von Geflüchteten an der HAW Hamburg. Die Themen umfassen regionale Gesundheitsversorgung, Bewegung, Ernährung, Psychische Gesundheit, Mundgesundheit und Hygiene. In Kooperation mit dem Barbara Budrich Verlag stehen die Materialien nun zum kostenlosen Download auf der Homepagewww.refugium.agency  zur Verfügung in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Dari/Farsi, Russisch und Türkisch. Die Flyer sind auch als gedruckte Ausgabe erhältlich.

Das Programm REFUGIUM an der HAW Hamburg

Geflüchtete benötigen aufgrund der besonderen Lebenssituation der Flucht, der Erst- und Folgeunterbringung sowie der bestehenden Sprachbarrieren gezielte Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention. Aus diesem Grund starteten Studierende und Lehrende der HAW Hamburg das Programm REFUGIUM (steht für „Rat mit Erfahrung: Flucht und Gesundheit – Information und Multiplikation“).

„Das Programm REFUGIUM setzt genau an den Bedarfen der Geflüchteten an. Es vermittelt in partizipativer Form mit Hilfe eines Peer-to-Peer-Ansatzes Informationen über Gesundheit und Handlungskompetenzen. Damit befähigt REFUGIUM geflüchtete Menschen zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Gesundheit“, sagt die Leiterin des REFUGIUM-Programms, Professorin Dr. Christine Färber.

Die HAW Hamburg bildet im REFUGIUM-Programm die Geflüchteten selbst zu sogenannten Gesundheitsmultiplikatoren aus. Sie lernen mithilfe der Manuale und Flyer Gesundheitsworkshops für andere Geflüchtete durchzuführen. Seit 2015 wurden 72 geflüchtete Frauen und Männer ausgebildet und über 120 Gesundheitsworkshops für Geflüchtete durchgeführt.

Im November 2017 wird eine weitere Fortbildung für bis zu 40 Personen an der HAW Hamburg in Bergedorf stattfinden. Interessierte erhalten Informationen zum Programm und zur Fortbildung auch am 4. November im Rahmen der Nacht des Wissens an der Fakultät Life Sciences, Foyer, Ulmenliet 20, 21033 Hamburg. 

Weitere Informationen: www.refugium.agency

Bestellung Druckvariante: refugium_info(@)haw-hamburg.de

KONTAKT
Fakultät Life Sciences
Department Gesundheitswissenschaften
Prof. Dr. Christine Färber
REFUGIUM_Info(@)haw-hamburg.de

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Pressesprecherin und Pressereferentin
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