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Die Studierenden vor der Abreise nach Schweden. Foto: Ellen Sturm-Loeding

Zwei Studierende bei der Arbeit. Foto: Ellen Sturm-Loeding

Lars Lundquist erklärt die Praxis des Papierschöpfens. Foto: Ellen Sturm-Loeding

Lithographie und Papierschöpfen in Schweden

12.08.2019
Unter der Leitung von Prof. Ellen Sturm-Loeding und Andrey Kolesnikoff fuhren 13 Studierende in den Semesterferien nach Tidaholm in Schweden. Das einwöchige Kompaktseminar für Lithographie fand bereits zum vierten Mal statt. In diesem Jahr neuerdings mit einer Einheit zum Papierschöpfen. Ein Erlebnisprotokoll:

Am Freitag den 19. Juli 2019 um 9 Uhr startete in der Finkenau das vierte Lithographie-Seminar mit der Reise nach Schweden. Diesmal mit einer Neuheit im Gepäck, beziehungsweise im Seminarplan – dem Papierschöpfen. Dank der Unterstützung aus der Fakultät Technik und Informatik, die zwei VW Busse zur Verfügung stellten, konnten die 13 Studierenden und die zwei Lehrpersonen das erlebnisreiche Abenteuer in Sachen Druckgrafik angehen.

Noch am Freitag auf der Durchreise besuchte die Reisegruppe in Dänemark das Kunst Museum „Aarken" und übernachten in der Jugendherberge in Helsingör. Von dort aus konnten sie am Samstag ausgiebig das nahegelegene Kunstmuseum „Louisiana" genießen. Angereichert mit internationaler Kunst lagen am Sonntag noch knapp 400 Kilometer Strecke in Richtung Norden vor ihnen. Mit der Fähre ging es über den Öresund, wo ein weiterer Besuch im Museum „Vandolorum" dem Museum für Kunst und Design die Gruppe erwartete.

Am Sonntagabend erreichten sie dann ihr finales Ziel: das Grafische Lithographiezentrum „Litografiska verkstaden“ in Tidaholm. Nordwestlich von Göteborg zwischen Vänern- und Vätternsee gelegen, kamen sie pünktlich sogar noch vor dem späten Sonnenuntergang an. Am Montag richteten sie sich dann in den Werkstätten ein: Steine schleifen, zeichnen, präparieren. Und bereits am Dienstag gab es die ersten Andrucke.

Im Papiermacherhaus erwartete sie eine Einführung in die Kunst des Papierschöpfens. Lars Lundquist erzählt von der Geschichte und der Praxis des Schöpfens in einer und mehr Farben. Die Idee für ein neues Seminar-Format war geboren: Farbige Bildpoesien aus Baumwollfasern zu schöpfen, dazu können ausgediente Baumwollkleider recycelt werden.

Der kleine Ort Tidaholm ist interessiert, was im Grafikzentrum passiert und so berichtete sogar die lokale Presse über das Kompaktseminar. Neugierige Besucher nutzten die Möglichkeit der Kommunikation über Kunst und die Arbeit mit Steindruck. Am Samstag bereiteten die Studierenden eine Präsentation ihrer Arbeiten vor und bereits am Montag ging es in Richtung Helsingör zurück nach Hamburg. Hier traf die Gruppe am späten Dienstagabend den 30. Juli 2019 wieder ein. (Text: Ellen Sturm-Loeding)

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