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Die Entwickler Johannes Deml und Andreas Gaschka (v.l.) präsentieren mikromal Mobile. Foto: Katharina Dohle.

Spielerische Grundlagenforschung: Kooperation von HAW Hamburg und Uni Bremen

03.06.2016
Kooperationprojekt: Neue App „mikromal Mobile“ des Sonderforschungsbereichs 747 der Uni Bremen vermittelt spezielle Verfahren im Mikrobereich.

Murmel-Action gepaart mit Informationen zu Grundlagenforschungen – das bietet die neue App des Sonderforschungsbereiches (SFB) 747 Mikrokaltumformen der Universität Bremen. Entwickelt haben die App für Android Smartphones und Tablets zwei Studenten des Games Master der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg in Zusammenarbeit mit dem SFB 747.

Das Lernspiel „mikromal Mobile“ vermittelt auf unterhaltsame Weise spezielle Verfahren im Mikrobereich. Sie werden zum Beispiel bei der Produktion von Smartphones, Hörgeräten und in der Automobilindustrie eingesetzt. Die App „mikromal Mobile“ ist im Google Play Store erhältlich.

Hindernisse geschickt überwinden

Das von Johannes Deml und Andreas Gaschka programmierte und gestaltete Lernspiel beruht auf einer Idee des SFB-Sprechers Professor Frank Vollertsen. In dem Spiel treffen die Spielerinnen und Spieler auf Hindernisse, die auf besonderen physikalischen Effekten im Mikrobereich basieren und die die Spielerinnen und Spieler so näher kennenlernen. Die Hindernisse können durch die Auswahl der richtigen Kugelgröße überwunden werden. So sind die Spielerinnen und Spieler beispielsweise in der Lage, mit der kleinsten Kugel einen Abgrund zu überwinden, indem sie die Kugel mittels so genannter Adhäsionskraft an der Decke entlang laufen lassen.

Ideen durch Laborbesuche entwickelt


Die Ideen für das Spiel konnten Andreas Gaschka und Johannes Deml durch Laborbesuche und einen intensiven Dialog mit den SFB-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausbauen. Der Lernprozess wird von den Spielerinnen und Spielern nur unbewusst wahrgenommen. „Das Transformieren der physikalischen Effekte im Mikrobereich in spannende Spielemechaniken war für uns besonders reizvoll“, so Deml und Gaschka. Entwickelt haben die Studenten das Spiel mit Unterstützung von Professor Gunther Rehfeld im Games-Labor der HAW-Hamburg. Professor Rehfeld doziert im Masterstudiengang zeitabhängige Medien / Audio – Vision – Games an der HAW Hamburg und hat langjährige Erfahrung in der Gamedesign Ausbildung.

SFB geht neue Wege in der Wissenschaftskommunikation


Der Sonderforschungsbereich 747 geht mit „mikromal Mobile“ neue Wege im Bereich der Wissenschaftskommunikation. Neben klassischen Elementen der Öffentlichkeitsarbeit, wie Vorträgen, Ausstellungen und Schüleraktionen soll die Applikation der Öffentlichkeit das industrielle Verfahren Mikrokaltumformen über einen spielerischen Ansatz auf Smartphone und Tablet näherbringen. Entstanden ist die Applikation in dem SFB 747 Öffentlichkeitsprojekt „mikromal“.

Was ist „mikromal“?„mikromal“ ist das Nachwuchsförderungs- und Öffentlichkeitsprojekt des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs 747 „Mikrokaltumformen – Prozesse, Charakterisierung, Optimierung“ der Universität Bremen.

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