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HAW-Chor am 17.1.2020 in der Johanniskirche

Volle Reihen beim Chorkonzert

22.01.2020
Mit seinem neuen Programm bot der Chor der HAW Hamburg am 17. und 18. Januar 2020 in der Johanniskirche einen Vorgeschmack auf den Jubiläums-Auftritt in der Elbphilharmonie.

In diesem Jahr mit zwei eigens für ihn komponierten Werken und mit ungewöhnlicher musikalischer Besetzung aus Chor, Saxophon- und Schlagzeugquartett. Mit dem aktuellen Thema „Vielfalt und Toleranz“ und der besonderen Besetzung stimmte der Chor schon jetzt auf die Feierlichkeiten des 50-jährigen Bestehens der Hochschule ein. 

„Die Konzerte sind sehr gut gelaufen, obwohl es eine Uraufführung war. Also Werke, die keiner kannte. Mich hat besonders gefreut, dass das dem Besucherandrang keinen Abbruch getan hat“, sagt Chorleiterin Uschi Krosch. Über 400 Karten wurden jeweils an den beiden Abenden für die Konzerte in der Kirche St. Johannis Harvestehude verkauft. „Am Samstag war die Kirche brechend voll. Wir konnten noch sehr viele Karten an der Abendkasse verkaufen“, sagt Krosch. Die vollen Reihen und der lange Applaus für die zwei jungen Komponisten Johannes Hofmann und Max Andrzejewski, den Chor, das Saxophonquartett „clair-obscure“ und das Schlagzeugquartett „Elbtonal Percussion“ sprachen außerdem Bände.

Vielfalt und Toleranz

Die Themen des Programms: Vielfalt und Toleranz, Ambiguitätstoleranz – also die Fähigkeit, mehrdeutige Situationen und widersprüchliche Handlungsweisen zu ertragen – sind nicht nur aktuelle Themen, sondern passen zur HAW Hamburg – ein vielfältiges Hochschulprogramm, Studierenden aus allen Ländern und der interdisziplinäre Anspruch. „Besonders der Ansatz der Toleranz von Mehrdeutigkeit hat mich fasziniert, weil ich denke, dass Freiräume um Dinge auszuprobieren immer kleiner werden. Diese braucht es aber damit sich Kreativität entfalten und neue Perspektiven eingenommen werden können. Daran sollten wir uns immer wieder erinnern“, erklärt Krosch.

Gemeinsam mit den zwei Komponisten entwickelte sich das Programm. So kamen nicht nur die Wünsche der HAW Hamburg zum Jubiläum „etwas Besonderes“ zu machen, sondern auch zwei unterschiedliche Perspektiven auf das Thema zusammen. „Es war auch für die Chormitglieder eine spannende Erfahrung die Komponisten, deren Arbeitsweisen und Denkansätze kennenzulernen“, sagt Krosch.

Den Jubiläumsfeierlichkeiten in der Elbphilharmonie am 8. April 2020, bei dem Ausschnitte aus dem Programm aufgeführt werden, schaut Uschi Krosch nun freudig und guter Dinge entgegen. „Der Chor hat am Wochenende formidabel abgeliefert und zusammen mit dem Ensemble waren sie sehr engagiert und konzentriert bei der Sache. Die Freude an der Musik und gemeinsam etwas richtig Gutes auf die Beine zu stellen, begeistert alle. Nach dem Auftritt in der Carnegie Hall im letzten Jahr sind wir jetzt sehr gespannt und freuen uns auf die Elbphilharmonie!“, sagt Krosch.                   

Mehr Informationen zu dem Programm am 17. Und 18. Januar 2020

Das Stück mit dem Titel „Dass etwas getan werden muss“ von Max Andrezejewki hält uns den Spiegel vor, sucht nach den falschen Antworten auf die richtigen Fragen und endet in einer Utopie. Die emotionale Musik wechselt stilistisch zwischen Hamburger Schule, Minimal Music, zeitgenössischer Klassik und epischer Chormusik.

Johannes Hofmanns Komposition „Nihil Esse Respondendum“ heißt übersetzt "Es soll keine Antwort gegeben werden". Sie befasst sich thematisch mit Toleranz und Vielfalt. Wo sind die Freiräume in den überall eingeforderten Eindeutigkeiten? Was braucht die innere Freiheit zur kreativen Entfaltung? Hofmanns Musik ist geprägt von pulsierender Rhythmik, lebendiger Liedhaftigkeit, humorvoller Minimalistik und romantischer Tiefgründigkeit.

Begleitet wurde der Chor der HAW Hamburg unter der Leitung von Uschi Krosch von dem großartigen Hamburger Schlagzeugquartett „Elbtonal“ und dem deutschlandweit konzertierenden Saxophonquartett „clair obscure“ aus Berlin.

Weitere Informationen:

Chor der HAW Hamburg

(Autorin: Britta Sowa)

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