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Johannes Prignitz hat als erster Studierender das Zertifikat Internationales an der HAW Hamburg erhalten.

Zertifikat Internationales erstmalig ausgestellt

07.10.2019
Auslandsaufenthalte, Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen spielen im Berufsleben eine zunehmend wichtige Rolle. Das International Office (IO) und das Zentrum für Karriereplanung (ZfK) bieten den Studierenden der HAW Hamburg die Möglichkeit, diese durch das Zertifikat Internationales (ZI) gebündelt anzuerkennen. Johannes Prignitz, Student im Bachelor-Studiengang Produktionsmanagement, hat das Zertifikat als erster erhalten.

Es bescheinigt ehrenamtliches Engagement für internationale und interkulturelle Aktivitäten auf dem Campus und dokumentiert alle Tätigkeiten, durch die im Laufe des Studiums entsprechende Schlüsselkompetenzen erworben worden sind.

Wir haben mit Johannes Prignitz über seine Erfahrungen gesprochen.

Warum haben Sie am Zertifikat Internationales teilgenommen?

Durch meine Arbeit im International Office und die Teilnahme am weBuddy-Programm hatte ich während meines Studiums viel Kontakt mit unterschiedlichsten Nationalitäten – und dann war da natürlich noch mein Auslandssemester, in dem ich selber den großen Blick über den Tellerrand gewagt habe. Als ich dann vom Zertifikat Internationales erfahren habe, war ich sofort sehr interessiert daran, meine bisherigen Erfahrungen mit dem Programm abzurunden.

Welches der unterschiedlichen Module des Zertifikat Internationales hat Ihnen am meisten gebracht und warum?

Diese Frage muss ich zwei Mal beantworten: Einerseits war das mein Auslandssemester. Fünf Monate in einem anderen Land zu leben, eine andere Sprache zu sprechen und dort zu studieren ist wahrscheinlich die größte und spannendste Erfahrung, die man im Zuge des Zertifikatprogramms machen kann. Ich habe in diesem Abschnitt meines Lebens so viel gelernt, Freund*innen gefunden und bin um einiges selbstständiger geworden. Diese Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, ich hätte aber auch ohne die Aussicht auf das Zertifikat ein Auslandssemester absolviert. 

Durch das Zertifikat hatte ich andererseits die Möglichkeit, an einem interkulturellen Sensibilisierungstraining der HAW Hamburg teilzunehmen. Durch die gute Mischung aus vielen unterschiedlichen Mitmachkomponenten und Gruppenaufgaben hat der Workshop trotz des vielen Inputs sehr viel Spaß gemacht. Man hat dabei nicht nur viel über Kulturen und deren Austausch miteinander gelernt, sondern auch über die Bedeutung von Kultur.

Sie haben ein Auslandssemester an der San Diego State University (SDSU) absolviert. Was haben Sie von Ihrem Auslandssemester „mitgenommen“?

Ein paar Andenken, neue Kleidung, ein Surfboard und einen Schnupfen. Während eines Auslandssemesters macht man unglaublich viele Erfahrungen und findet viele neue Freunde. Das alles in eine konkrete Antwort zu packen, ist gar nicht so einfach. Ich habe Einiges über die USA gelernt, über die Kultur und die Menschen und mindestens genauso viel über mich selbst. Ein besonders wertvoller Teil dieser Erfahrung ist zu erleben, wie es ist, als Ausländer*in in einem (anderen) Land zu studieren und Freund*innen zu finden. Um auch etwas Konkretes zu nennen: Die vielen Gespräche über die eigene Herkunft mit Amerikaner*innen und anderen Austauschstudierenden.

Ebenso haben die gewählten Kurse an der SDSU mein Studium an der HAW Hamburg bestens ergänzt.

Neben alledem gibt es wunderschöne Natur in und um Kalifornien. Ich kann nur jedem, der an die SDSU geht, nahelegen, möglichst viele Ausflüge zu machen. 

Als weBuddy haben Sie einen internationalen Studierenden beim Studienstart an der HAW Hamburgbegleitet. Welche Tipps können Sie internationalen Studierenden für ein Studium hier geben?

Mein bester Tipp lässt sich mit zwei Wörtern zusammenfassen: „Trau dich!“. Das kann man auf unterschiedliche Situationen beziehen, zum Beispiel einfach deutsche Studierende anzusprechen, überhaupt Deutsch zu sprechen oder zu verschiedenen Veranstaltungen zu gehen. Ich glaube, es gibt nichts Besseres, als früh Anschluss zu finden, nicht nur an die anderen Austauschstudierenden, sondern auch an deutsche Kommiliton*innen. Dafür ist es ganz wichtig, aktiv zu sein, sich zu trauen, Leute anzusprechen oder eine Sprache zu sprechen, die man noch nicht perfekt beherrscht.

Warum können Sie anderen Studierenden empfehlen, am Zertifikat Internationales teilzunehmen?

Gerade, wenn man bereits darüber nachdenkt, einen der Bausteine des Zertifikats zu absolvieren, kann man das gut als Ansporn nehmen, auch den Rest des Zertifikates zu absolvieren. Das ist einfach ein tolles Angebot, um die Erfahrung abzurunden. Man lernt hier viel über Zusammenarbeit, Kultur und Arbeitsverhältnisse auf internationaler Ebene. Das kann einem nicht nur im täglichen Leben mit Mitmenschen anderer Nationalitäten weiterhelfen, sondern auch, wenn man sich vorstellen könnte, mal in einem anderen Land zu arbeiten oder ein Praktikum zu absolvieren. Selbst wenn man weiß, dass man in Deutschland bleiben möchte, interkulturelle Kompetenz kann man heutzutage in fast jedem Job gebrauchen.

Neben alldem haben die Workshops auch viel Spaß gemacht und im Lebenslauf macht sich das natürlich ebenfalls gut. 

Die Anmeldung fürs Zertifikat Internationales ist ab sofort wieder freigeschaltet.
Zur Registrierung und weiteren Informationen

Autorin: Laura Thiessen, Projektkoordinatorin „Internationalisierung zu Hause“

Kontakt:
International Office:
Laura Thiessen
040.428 75-9841

Zentrum für Karriereplanung:
Johanna Ludwig
040.428 75-9214

zertifikat_internationales(@)haw-hamburg.de

Presse und Kommunikation

news(@)haw-hamburg.de

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