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17 Millionen Euro für Hamburgs Wissenschaft – HAW Hamburg ist unter den geförderten Hochschulen

13.12.2016
Die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) fördert elf neue Spitzenforschungsvorhaben der Hamburger Hochschulen, darunter auch die HAW Hamburg, im Rahmen der Landesforschungsförderung. Die geförderten Forschungsprojekte wurden heute im Rathaus von Senatorin Katharina Fegebank vorgestellt.

Wie können in Hamburgs Stadtteilen Gesundheit und Lebensqualität verbessert werden? Welchen Einfluss haben Emotionen und Stress aufs Lernen, und wie gut sind Erwachsene in Alltagsmathematik? Auf diese und viele andere Fragen können Hamburger Forscherinnen und Forscher nun nach Antworten suchen. In der zweiten Runde der Landesforschungsförderung hat die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung insgesamt elf neue Forschungsvorhaben bewilligt. Jedes Projekt erhält eine Förderung von maximal 1,75 Mio. Euro. Das Gesamtfördervolumen beträgt 17,3 Mio. Euro bei einer Laufzeit von 3,5 Jahren.

Die elf geförderten Forschungsvorhaben sind von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Hamburg, der HAW Hamburg, der TUHH, der HafenCity Universität und des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eingereicht worden. Die Helmut-Schmidt-Universität und diverse außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind als Projektpartner ebenfalls beteiligt. Ziel der Landesforschungsförderung ist es, die Forschungs-Schwerpunkte an den staatlichen Hamburger Hochschulen und ihren Kooperationspartnern zusätzlich zu ihrer Grundfinanzierung zu unterstützen und sie in die Lage zu versetzen, erfolgreich Bundesmittel oder EU-Mittel einzuwerben.

Die drei geförderten Projekte unter der Leitung und in Kooperation mit der HAW Hamburg:

Die Lebensqualität in städtischen Quartieren zu erhalten gehört zu einer der größten Herausforderung in einer wachsenden Großstadt. Mit dem Projekt „Gesunde Quartiere in Hamburg“ entwickelt der Forschungsverbund unter der Führung der HAW Hamburg Maßnahmen, mit denen die Gesundheit und Lebensqualität in ausgewählten sozial benachteiligten Quartieren verbessert werden kann. Der Forschungsverbund wird Methoden entwickeln, mit denen sich die Veränderung der gesundheitlichen Lage in verschiedenen städtischen Quartieren wissenschaftlich beschreiben und untersuchen lässt. Mit den im Projekt entwickelten Methoden soll untersucht werden, ob Veränderungen im Quartier auch zu messbaren Verbesserungen der gesundheitlichen Lage beitragen. Hierzu sollen die zu erhebenden Primärdaten auch mit Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung verlinkt werden. (Leitung: Fakultät Life Sciences, Prof. Dr. Joachim Westenhöfer, Sprecher des Competence Center Gesundheit zusammen mit dem Department Pflege und Management, Prof. Dr. Susanne Busch, und weiteren Projektpartnern: UKE, HCU und Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.)

Die Uni Hamburg setzt sich in Zusammenarbeit mit der HAW Hamburg, der Helmut-Schmidt-Universität und weiteren Partnern, mit der aktuellen Debatte, über den Verlust von alltagsmathematischen Fähigkeiten im Erwachsenenleben auseinander. Anhand von Feldstudien werden dabei alltagsmathematische Kompetenzen und Praktiken untersucht und analysiert. (Hier ist die Fakultät Wirtschaft und Soziales, Department Soziale Arbeit, Prof. Dr. Harald Ansen, beteiligt.)

Ein weiteres gefördertes Forschungsprojekt unter der Leitung der Uni Hamburg in Zusammenarbeit mit der HAW Hamburg u.a. hat den Titel „Automatisierte Modellierung hermeneutischer Prozesse“. Hier steht der Einsatz von Annotationen für sozial- und geisteswissenschaftliche Analysen im Gesundheitsbereich im Fokus. Im Zeitalter von Big Data nimmt die Menge von Texten aus allen Bereichen wie Wissenschaft, Zeitungen, Soziale Medien, Literatur ständig zu. Um die wachsenden Textmengen entsprechend der fachwissenschaftlichen Fragestellungen auszuwerten, stellt sich die Frage, ob klassische, hermeneutische Analyseverfahren automatisiert werden können. Das Projekt setzt dieses Forschungsvorhaben als interdisziplinäre Zusammenarbeit von Informatiker/innen, Korpuslinguist/innen, Kulturanthropolog/innen, Literatur- und Pflegewissenschaftler/innen von drei Hamburger Hochschulen (HAW, TUHH, UHH) um. (Hier ist das Department Pflege und Management, Prof. Dr. Uta Gaidys, beteiligt.)

Ausgeschrieben waren in der aktuellen Förderunde die „Anschubförderung von kooperativen Forschungsverbünden“. Dabei werden Verbünde der staatlichen Hamburger Hochschulen und deren Partnern, die die Voraussetzung für die Beantragung von gemeinsamen Forschungsvorhaben auf überregionaler und internationaler Ebene erfüllen, gezielt gefördert. Insgesamt haben die Hochschulen 32 Projekte eingereicht. Die Ausschreibung erfolgte dabei themenoffen, um der Wissenschaft den erforderlichen kreativen Freiraum für das Aufgreifen neuer Forschungsthemen zu bieten. Die Entscheidungen basieren auf einem wissenschaftsgeleiteten Begutachtungsprozess, bei dem für jeden der Anträge mehrere schriftliche Gutachten von externen Gutachterinnen und Gutachtern eingeholt wurden.

Über die Landesforschungsförderung Hamburg: Mit dem Instrument der 2013 gegründeten Landesforschungsförderung geht der Senat neue Wege in der Forschungsförderung. Ziel ist es, die Forschung an den staatlichen Hamburger Hochschulen und ihren Kooperationspartnern (andere Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Museen, Stiftungen und andere), zusätzlich zu ihrer Grundfinanzierung mit weiteren Landesmitteln gezielt zu unterstützen. Die Landesforschungsförderung ist ein Förderinstrument der Freien und Hansestadt Hamburg, das durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung umgesetzt wird. Sie soll die koordinierte Entwicklung des vorhandenen wissenschaftlichen Potentials unterstützen, wissenschaftliche Stärken fördern und bereits vorhandene, vielversprechende Potentialbereiche weiterentwickeln und stärken. Damit sollen strategische Entwicklungen an den Hochschulen gezielt unterstützt werden und zu wachsender Wettbewerbsfähigkeit im überregionalen, auch internationalen, Vergleich führen. (Autoren: BWFG/Katharina Jeorgakopulos)

Eine Übersicht über die geförderten Projekte der BWFG finden Sie hier 

Weitere Informationen:

Rückfragen der Medien:
Julia Offen
Pressesprecherin
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Telefon: (040) 428 63 – 2322
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