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Auf dem Sternmarsch am 9.12.: das geschlossene HAW-Präsidium mit Bunner zur Ausfinanzierung der Hamburger Hochschulen. Foto: Ina Rifkin

2.000 Demonstranten der Hamburger Hochschulen fordern auf der Straße eine gerechte Ausfinanzierung

Jeorgakopulos10.12.2014
Mehr als 2.000 Studierende und Lehrende demonstrierten gestern trotz Eiseskälte zusammen mit ihren Hochschulleitungen gegen die Hamburger Hochschulpolitik. In Form eines Sternmarsches trafen alle Hamburger Hochschulen am Hauptbahnhof zusammen. Ihre Kernforderung an den Hamburger Senat: Mehr Geld für die Ausfinanzierung der Hochschulen zur positiven Entwicklung der Gesellschaft.

Unter diesem Slogan versammelte sich auch das gesamte Präsidium der HAW Hamburg, die Präsidentin Prof. Dr. Jacqueline Otten, die Vizepräsidentin für Lehre, Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals sowie der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Thomas Netzel. Sie und die Studierendenvertretungen des ASTAs sowie die HAW-Pressesprecherin Dr. Katharina Jeorgakopulos bildeten die Speerspitze des Demonstrationszuges vom Berliner Tor zum Hamburger Hauptbahnhof weiter über die Mönckebergstraße. Unter Berücksichtigung der Bannmeile um das Hamburger Rathaus, zogen die skandierenden Studierenden zum Jungfernstieg bis zur Finanzbehörde am Valentinskamp. Immer wieder wurde dabei der Spruch laut: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!" Hier geht es zur Bildergalerie auf Facebook

Die weihnachtliche Deko der Hamburger Innenstadt, die die Besucherströme anlockt, war dabei genau das richtige Ambiente. Die Weihnachtsmarktbesucher/innen schauten deshalb nicht schlecht, als sich der lange Zug an Demonstranten der Hamburger Hochschulen durch die enge Mönckebergstraße schlängelte. Viele Passanten kamen dabei zum ersten Mal mit diesem Thema in Kontakt. "Ich wusste gar nicht, dass Hamburg über 80.000 Studenten hat. Das ist auch für die Wirtschaft eine passable Größe", meint ein Mann, der staunend auf das Treiben schaut. "Die Studenten kommen in Hamburg zu kurz" formuliert auch eine Passantin. "Meine Söhne haben deshalb in München studiert", sagt sie. Aber auch der Student Emre Ügüt macht seinem Ärger Luft: „Im kommenden Jahr will ich ein Studium an der HAW aufnehmen, die Studienbedingungen werden sich bis dahin wohl nicht entscheidend verbessern", glaubt der 19-Jährige. Dennoch ist es ihm wichtig, an der Demonstration teilzunehmen: "Wir wollen ein Zeichen für eine bessere Finanzierung der Unis setzen." Auch die Personalräte der Hochschulen hatten sich mit den Demonstranten solidarisch erklärt.

Für den 9. Dezember hatten die Mitglieder aller Hamburger Hochschulen zum „Heißen Herbst“ aufgerufen, gemeinsam für grundlegende Verbesserungen für Bildung, Wissenschaft, Studium, Lehre und Forschung auf die Straße zu gehen. Aktuelle Ärgernisse sind dabei (in Stichworten):
Der Aufruf hier:

- das  „Strategiepapier“ des Hamburger Senats
- das neue Hamburger Hochschulgesetz
- die verschleppten Baumaßnahmen zur Gewährleistung der Arbeitsfähigkeit an den Hochschulen
- die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen
- die Tatsache, dass von den BAföG-Millionen nicht ein Cent an die Hamburger Hochschulen geht
- angekündigte Sparmaßnahmen im Doppelhaushalt 2015/16 mit erneuten Minderausgaben in zweistelliger Millionenhöhe. Die Hochschulen werden damit ihrem Anspruch nicht gerecht, durch Bildung und Wissenschaft zur positiven Entwicklung der Gesellschaft beizutragen.

Folgende Forderungen wurden formuliert (Auszug):
- Forderung nach Einhaltung der Autonomie der Hamburger Hochschulen
- sofortige Umsetzung der vorangekündigten Neubauten und der bedarfsgerechten Sanierung der Hochschulgebäude
- die volle Wiederherstellung der ehemaligen Förderung des Studierendenwerks
- eine bedarfsdeckende öffentliche Finanzierung der Hochschulen, um unter anderem die Zahl der Studienplätze auszubauen und den 1:1 Ba/Ma-Übergang ohne Selektion zu realisieren
- die Fächervielfalt zu erhalten und weiterzuentwickeln
- die Arbeitsbedingungen zu verbessern (Entfristung, Lohnerhöhungen, „Code of conduct“)
- die notwendige Zeit für Forschung und kooperativen Austausch zwischen Lehrenden & Studierenden zu schaffen

Zur Teilnahme an dem Sternmarsch hatten aufgerufen: Landesastenkonferenz HH, Präsidium und Akademischer Senat Uni HH, Fakultätsräte EW, GeiWiss, Medizin, MIN, WiSo der Uni HH, AStA und StuPa Uni HH, AStA HCU, AStA HAW, AStA TUHH […]

 Flyer zum Aufruf

Medienresonanz 9./10. Dezember 2014

Hamburger Abendblatt

Hamburg Journal:

 Hamburg1

 (Weitere Quelle: Hamburger Abendblatt)

Foto: V.l.n.r.: ASTA-Vertretungen, Rüdiger Bendlin (Ltg. Presse TUHH), Prof. Garabed Antranikian (Präsident TUHH), Prof. Elmar Lampson (Präsident HFMT), Prof. Jacqueline Otten (Präsidentin HAW Hamburg), Prof. Dr. Thomas Netzel (HAW-Vizepräsident Forschung), Prof. Dieter Lenzen (Universitätspräsident UHH), Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals (HAW-Vizepräsidentin Lehre); Dr. Katharina Jeorgakopulos (HAW-Pressesprecherin), Christoffer Bethmann (ASTA HAW Hamburg),  Foto: Ina Rifkin/HAW Hamburg

 

 

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