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Die Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung, Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, Foto: Ina Nachtweh/HAW Hamburg

HAW-Vizepräsidentin äußerst sich kritisch zur DIHK-Studie von praxisfernen BA-Absolventen

Jeorgakopulos/Heumann28.04.2015
In der vergangenen Woche machte eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) die Runde. Dieser Studie zufolge sind nur 47 Prozent der Unternehmen mit den Absolventinnen und Absolventen von Bachelorstudiengängen zufrieden. Der Präsident des DIHK, Eric Schweitzer, nahm die Vorstellung der Studie zum Anlass, das Bachelorstudium pauschal zu kritisieren und einen Abbau von Studienanfängerplätzen an den deutschen Hochschulen zu fordern.

Die Studie und die Schlussfolgerungen, die Schweitzer daraus zieht, wurden in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert. Auch die Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung der HAW Hamburg, Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals hat dazu Position bezogen. Gegenüber der Bergedorfer Zeitung erklärte sie:

"Der Vorwurf, die Absolventinnen und Absolventen von Bachelor-Studiengängen seien nicht für die Berufspraxis qualifiziert, trifft für die HAW Hamburg ganz klar nicht zu. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist uns der enge Bezug zur beruflichen Praxis sehr wichtig: Schon in unseren Bachelorstudiengängen bereiten wir die Studierenden darauf vor, Verantwortung im gewählten Berufsfeld und in der Gesellschaft zu übernehmen. Das Studium in unseren Bachelorstudiengängen dauert in der Regel sieben Semester (und nicht, wie an den meisten Universitäten, nur sechs), was es uns ermöglicht, eine ausgewogene Mischung von Theorie und Praxis anzubieten – einschließlich längerer Praxisphasen.

Mit diesem Studienangebot treffen wir die Erwartungen der Anfängerinnen und Anfänger: Die Bachelorstudiengänge unserer Hochschule erfreuen sich einer großen Beliebtheit und Nachfrage, gerade auch unter denjenigen, die als erste in ihrer Familie ein Studium aufnehmen. Dass bei uns also tatsächlich „jede“ und „jeder“ ein Studium aufnehmen – und erfolgreich abschließen – kann, ist für uns kein Problem, sondern ein Auftrag: Als Hochschule für angewandte Wissenschaften sind wir stolz darauf, dass wir mit unserem didaktischen Konzept gerade dieser Zielgruppe die Möglichkeiten eröffnen können, durch ein Studium an den Chancen teilzuhaben, die die heutige Berufswelt bietet. Mit einer Verknappung von Studienplätzen, wie sie von DIHK-Präsident Eric Schweitzer in der Zeitung "Die Welt" gefordert wird, würden wir nicht nur Menschen vom Zugang zu akademischer Bildung ausschließen, sondern damit auch ein gewaltiges Potenzial brach liegen lassen, das unsere Gesellschaft zur Bewältigung der Herausforderungen zwingend benötigt, die vor uns stehen – dafür braucht es möglichst viele hochqualifizierte Menschen.

Auf den Vorwurf, die Bachelor-Absolventen unserer Hochschule hätten einen schlechten Ruf, würden wir umgehend reagieren, wenn er uns träfe. Und wir könnten darauf reagieren, denn wir sind mit ihren Arbeitgebern gut vernetzt – von Großkonzernen über öffentliche Einrichtungen bis hin zu kleinen und mittelständischen Unternehmen. Von dort erhalten wir eine einhellig positive Botschaft: Unsere Bachelor-Absolventen werden gerne eingestellt und bringen die Qualifikationen mit, die sie für die Berufswelt brauchen und die sie und ihre Arbeitgeber voranbringen. Das ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass nicht wenige ihren zukünftigen Arbeitgeber schon während des Studiums in den Praxisphasen oder im Rahmen einer Bachelor-Arbeit kennen lernen. Auch unsere Absolventinnen und Absolventen, die wir regelmäßig befragen, äußern sich ganz überwiegend positiv über die Möglichkeiten, die ihr Studium an der HAW ihnen eröffnet."

Links zur Diskussion:
Artikel in Die WELT
Artikel bei Manager Magazin

Kontakt:
Christoph Heumann
Persönlicher Referent der Vizepräsidentin
Tel. +49 40 428 75-9272
christoph.heumann@haw-hamburg.de

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