Workshops auf der Tagung nexus Ende 2018. Quelle: HRK/Projekt Nexus

Lehren, Lernen, Prüfen – Themen der nexus-Tagung an der HAW Hamburg

01.02.2019
„Constructive Alignment in der Hochschullehre“ war das Thema der gemeinsamen Tagung des Projekts nexus der Hochschulrektorenkonferenz und der HAW Hamburg Ende 2018.

Mit „Constructive Alignment“ ist die Einheit von Lehren, Lernen und Prüfen als Planungskonzept von Lehrveranstaltungen gemeint. Hier wird von Lernergebnissen und angestrebten Kompetenzen ausgegangen, die im Studiengang erworben werden sollen. Prüfungsformate, Lehrinhalte und didaktische Methoden werden dabei aufeinander abgestimmt. Ziel ist es, den eigenverantwortlichen Lernprozess der Studierenden zu fördern beispielsweise durch Projektarbeiten oder durch Forschendes Lernen.

Verschiedene Herausforderungen wurden in Workshops diskutiert

Am ersten Tag diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Workshops die spezifischen Herausforderungen des Konzepts für verschiedene Disziplinen. Die Teilnehmer/innen im Workshop „Wirtschaftsingenieurwesen“ von Prof. Dr. Petra Naujoks und Prof. Dr. Christian Decker loteten die Gestaltungsspielräume bei der Wahl passender Lehr- und Prüfungsformate aus. „Die gründliche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Lernzielen eines Moduls ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Anpassung von Lehren, Lernen und Prüfen“, so die Workshop-Leiter.

Mit den Lernzielen beschäftigten sich die Teilnehmer/innen im Workshop „Ingenieurswissenschaften“. Fachliche Lernziele sind dabei leichter zu formulieren als überfachliche Kompetenzen, so das Fazit. Im Workshop „Gesundheitswissenschaften“ wurde nach Prüfungsformaten jenseits der Klausur gesucht, bei den „Sozialwissenschaften“ stand die Abstimmung zwischen einer singulären Lehrveranstaltung und dem gesamten Studiengang auf dem Plan.

Neues Prüfungsformat wurde geehrt

Am Abend stand die Verleihung des Ars legendi-Preises dieses Mal für alternative Prüfungsformate auf dem Programm. Die Preisträgerin Prof. Dr. Evelyn Korn von der Universität Marburg überzeugte die Jury des Stifterverbands mit einem neuen Prüfungsformat in einem mehrstufigen peer-review Verfahren. „In den Wirtschaftswissenschaften mache ich die Studierenden zu Co-Prüfern ihrer eigenen Lehrveranstaltung. Damit wird die Ausbildung überfachlicher Kompetenzen wie zum Beispiel ihre Argumentations- und Kritikfähigkeiten unterstützt“, führte die Preisträgerin aus.

Perspektiven bündeln

An Tag zwei wurden die Perspektiven in einer fächerübergreifenden Diskussion zusammengeführt. Es galt, die verschiedenen Perspektiven von Hochschulakteuren wie der Lehrenden, der Hochschulleitung und der Hochschuldidaktik zu berücksichtigen. Aspekte von der Curriculum-Entwicklung, Digitalisierung bis hin zu einem überfachlichen Kompetenzerwerb wurden gleichfalls diskutiert.

Impulse aus der Praxis

Den Abschluss der Tagung bildete ein Panel zu Good Pratices aus dem Forschenden und dem digital-basierten Lernen, einer Prüfung mit Unterstützung eines Computerspiels sowie einer Prüfungserstellung anhand eines Baukastensystems. (Autorin: Michaela Koch/Katharina Jeorgakopulos)

Hier geht es zur Tagungsdokumentation
HRK Hochschulrektorenkonferenz Projekt nexus

Kontakt:
Dr. Michaela Koch
Persönliche Referentin der Vizepräsidentin für Studium & Lehre sowie Gleichstellung
T +49 40 428 75 9011
ref-vp-lehre(@)haw-hamburg.de

Presse und Kommunikation

news(@)haw-hamburg.de

Unser Team