Campusleben_HAW_Hamburg_44

Lehrende_HAW_Hamburg_21

Studierende_HAW_Hamburg_0

Informationen für:

Was wir mit der Hamburg Open University erreichen wollen

Hamburg hat 2015 eine hochschulübergreifende Initiative zur Förderung der Digitalisierung des Lehrens und Lernens gestartet: Die Hamburg Open Online University, kurz HOOU.

Die sechs staatlichen Hamburger Hochschulen und das Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) arbeiten in diesem Projekt zusammen. Das Gesamtprojekt besteht aus drei Bausteinen:

  • „Content/OER“ – Förderung der Entwicklung und didaktischen Einbindung von OER-Lehrmaterialen (open educational resources) durch die Lehrenden der Hamburger Hochschulen. Die Lernangebote sind von der Art der Medien her nicht festgelegt, sollten aber möglichst problem- oder fallorientiert und interaktiv sein. Weiterhin ist es das Ziel, dass die Lernangebote nicht kommerziell vermarktet, sondern frei genutzt werden können (vom Gedanken her analog von Public Domain Software). Der Arbeitsbereich OER wird federführend von der Universität Hamburg, dort Prof. Kerstin Mayrberger, geleitet.

  • „Digital Qualification“ – Entwicklung und Etablierung eines hochschulübergreifenden Qualifizierungsangebots mit dem Ziel, die Lehrenden zu motivieren und in die Lage zu versetzen, neue Medien zur Verbesserung der Lehre einzusetzen. Hierbei sollen bestehende Angebote eingebunden und erweitert sowie Abschlusszertifikate vergeben werden. Auch eine projektbegleitende Beratung und Qualifizierung ist denkbar und möglich. Die Federführung der Arbeitsgruppe "Digital Qualification" liegt bei der Vizepräsidentin Monika Bessenrodt-Weberpals.

  • Portal“ – Einrichtung einer gemeinsamen Online-Lernplattform aller öffentlichen Hamburger Hochschulen. Diese soll (anders als die bestehenden Systeme) auch für Nicht-Studierende frei zugänglich sein und flexibel um die Anforderungen des Contents herum entwickelt werden. Dieser Bereich wird von dem Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) und der Technischen Universität Hamburg-Harburg federführend betreut.

Der Markenkern der HOOU

1) Lernendenorientierung & Kollaboration: Bei der Entwicklung von Lernszenarien und Materialien wird konsequent von den Lernenden ausgehend gedacht: was ihre Ziele, Kompetenzen und entsprechend auch ihre unterschiedlichen Biografien sowie individuellen Lernwege implizieren – insbesondere, wenn sich idealerweise kollaborativ arbeitende Lerngruppen aus unterschiedlichen Institutionen, Disziplinen oder aus der interessierten Öffentlichkeit zusammensetzen. Von Seiten der Lernarchitektur wird die Lernendenorientierung dergestalt mitgedacht, dass durch intelligente Vorschlagsmechanismen auch selbstbestimmte, eher informelle und an spezifischen Problemstellungen und Themenfeldern orientierte Lernprozesse unterstützt werden können.

2) Wissenschaftlichkeit: Das Lernen im Kontext der HOOU orientiert sich an akademischem Lernen und fördert das Problemlösen, das gemeinsame Reflektieren und Gestalten und damit im Wesentlichen das wissenschaftliche Denken und Arbeiten. Die Lernmaterialien haben akademisches Niveau und entstammen dem wissenschaftlichen und künstlerischen Kontext oder sind wiederum Ergebnis und Produkt von individuellen oder gemeinsamen Lernprozessen.

3) Öffnung für neue Zielgruppen & zivilgesellschaftliche Relevanz: Die HOOU wendet sich nicht nur an die Studierenden der beteiligten Hochschulen, sondern möchte ausdrücklich über diese hinaus neue Zielgruppen einladen, die an einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit akademischen Inhalten interessiert sind. Für die Bearbeitung und Lösung von zivilgesellschaftlich relevanten Fragestellungen werden durch eine Vielzahl von Perspektiven ein besonderer Wert und eine höhere Qualität erwartet.

4) Openness/OER: Die HOOU orientiert sich an einer Idee von Offener Bildung oder Open Education. Sie zielt konsequent darauf ab, dass Lernmaterialien als Offene Bildungsressourcen bzw. Open Educational Resources (OER) über die HOOU zur Verfügung stehen oder erstellt sowie weiterverarbeitet und geteilt werden. OER liegen in unterschiedlichem Grad der Strukturierung und Kopplung vor, d. h. beispielsweise als Lernarrangements zum Mitmachen, zum Weiternutzen, als Materialsammlungen oder Diskussionen über Materialien sowie als Einzelmaterialien. Darüber hinaus verfolgt die HOOU eine technologische Offenheit durch Verwendung von Open Source Software, eine rechtliche Offenheit durch Nutzung von offenen Lizenzen, eine soziale Offenheit ebenso wie die Eröffnung von Handlungs- und Lernräumen in der didaktisch offenen Gestaltung der unterschiedlichen Lernszenarien. Offenheit drückt sich zudem im Zugang zu Materialien und Interaktionen im Sinne einer möglichst großen Barrierefreiheit aus.

Letzte Änderung: 14.09.16

An die Redaktion