Vom Digital Native zum Kommunikationsprofi für die digitale Medienzukunft: Im Sommersemester 2017 hat das Competence Center Communication (CCCOM) im Department Information der HAW Hamburg den zweijährigen Masterstudiengang Digitale Kommunikation gestartet. Dort wird ein international wettbewerbsfähiger Nachwuchs in den entscheidenden Arbeitsfeldern der digitalen Kommunikation ausgebildet.

Die Zeiten, in denen Medienschaffende nur gut schreiben mussten, sind längst vorbei. Heute gehören eine gute Recherche, Fact Checking und ein Gespür für Themen zu den unabdingbaren Kompetenzen, um Hype von Scoop zu unterscheiden. 

Im Masterstudiengang Digitale Kommunikation produzieren 24 Studierende unter realistischen und professionellen Bedingungen eines hochschuleigenen Newsrooms tagesaktuell das Onlinemagazin FINK.HAMBURG. Zusätzlich vermitteln Seminare inhaltliche, technische und strategische Digitalkompetenz.  

Studienfachberatung

Prof. Dr. Christian Stöcker 

christian.stoecker (@) haw-hamburg.de
Studiengangsleiter Digitale Kommunikation

Studienverlauf mit Projektphasen

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Fakultätsservicebüro

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Rückmeldung

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Vorlesungszeiten

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Raum- und Zeitpläne

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Dozierende

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Internationale Kooperationen

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Interview mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Christian Stöcker

Christian Stöcker, Ex-Ressortleiter "Netzwelt" und Kolumnist bei SPIEGEL ONLINE, leitet den Master-Studiengang Digitale Kommunikation. Im Interview verrät er seine Ziele.

Warum wechseln Sie vom Journalismus an die Hochschule?

Weil ich sehr gerne mit Studierenden zusammenarbeite und weil ich überzeugt bin, dass Journalisten und Kommunikatoren heute anders ausgebildet werden müssen, als das bislang in Deutschland meistens der Fall ist. In über elf Jahren in der Redaktion von SPIEGEL ONLINE, fünf davon als Leiter des Ressorts Netzwelt, war der digitale Medienwandel mein journalistisches Kerngeschäft. Ich halte es für einen logischen Schritt, das Thema jetzt auch in der Ausbildung und in der Forschung anzugehen.

"Ich bin davon überzeugt, dass Journalisten heute anders ausgebildet werden müssen, als es bislang in Deutschland meistens der Fall ist."

Prof. Dr. Christian Stöcker, Professor für Digitale Kommunikation

Was sind die größten Auswirkungen des digitalen Wandels für den Journalismus?

Die Arten und Formen, in denen Journalismus und Kommunikation ihre Adressaten erreichen, die Verbreitung von Nachrichten und die globale Debatte über sie haben sich binnen weniger Jahre grundlegend verändert: Vom Siegeszug der Videospiele bis zum Aufstieg der YouTuber, vom Katzencontent über Anonymous bis hin zur sozial-medialen Echtzeitberichterstattung über Terror, Krieg und Katastrophen, von Mark Zuckerberg bis Edward Snowden. Medienhäuser, PR- und Werbeagenturen und auch die Marketing- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen und NGOs müssen umdenken. Ihnen standen noch nie so vielfältige und mächtige Werkzeuge zur Verfügung, von der Recherche bis zur Verbreitung und Diskussion ihrer Botschaften.

Welche Kompetenzen muss ein Qualitäts-Onlinejournalist heutzutage haben?

Es gibt völlig neue Wege, Informationen aufzubereiten, Geschichten zu erzählen und seine Zielgruppe zu erreichen. All das muss ein Journalist heute nicht nur wissen, sondern wirklich begreifen. Dazu gehört neben der klassischen Ausbildung zum Beispiel auch ein Grundverständnis der Funktionsweisen von sozialen Medien oder Suchmaschinen. Gleichzeitig geht es gerade in dieser Zeit nicht ohne die klassischen Tugenden, denn ohne die gibt es keine Glaubwürdigkeit und kein Publikum: Unabhängigkeit, gründliche Recherche und Verifikation, präzise, im Idealfall schöne Schreibe, souveräner Umgang mit klassischen ebenso wie crossmedialen Darstellungsformen, Hartnäckigkeit, Gespür für Themen, Verständnis für Zusammenhänge, Erklärkompetenz. Fast all das trifft übrigens auf andere Kommunikationsberufe ebenso zu wie auf Journalisten im engeren Sinne.