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Professor Micha Teuscher ist seit Mai 2017 Präsident der HAW Hamburg. Foto: Paula Markert

Interview mit HAW-Präsidenten über seine Reise mit der Wissenschaftssenatorin nach Washington

24.09.2018
Die Hamburger Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank reiste Anfang September mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen nach Washington. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche bei der Harvard Universität und des Massachusetts Institute of Technology. Dabei ging es auch um den Austausch unter den Wissenschaftseinrichtungen. HAW-Präsident Prof. Dr. Micha Teuscher war mit unter den Reisenden. Anbei seine Bilanz:

Lieber Professor Teuscher, was war für Sie das Wichtigste an der Reise? Wo konnte die HAW Hamburg profitieren?

Auf der GAIN-Tagung konnte sich die HAW Hamburg gegenüber deutschen und amerikanischen Nachwuchswissenschaftlern, die Interesse an einer wissenschaftlichen Arbeit in Deutschland haben, sehr gut positionieren. Im Wettbewerb mit anderen Universitäten, Wissenschaftseinrichtungen und Fachhochschulen konnten wir mit einer großen Zahl interessierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mögliche zukünftige Kooperationen oder auch Tätigkeiten im Rahmen der Lehre und Forschung diskutieren.

Was oder wer hat Sie dabei am meisten beeindruckt? 

Die Forschungseinrichtungen in den USA haben einen wesentlich direkteren Zugang zu Risikokapital für die Finanzierung von innovativen Ausgründungen aus den Hochschulen als dies in Deutschland in unserer Finanzierungskultur gelebt wird. So lassen sich wissenschaftsnahe Einrichtungen für die Innovationsförderung ganz verschiedener kreativer Ideen schnell realisieren. 

Was nehmen Sie und die HAW Hamburg mit? 

Die HAW Hamburg ist auf dem richtigen Weg, wenn sie versucht, unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch die Studierenden darin zu unterstützen, ihre innovativen Ideen auszuprobieren und in eigenen Ausgründungen selbstbestimmt zu realisieren.

Wie könnte es weitergehen?

Wir sollten die Förderung in der Forschung, der Entwicklung, aber insbesondere auch die Wege von den Ideen zu den Transferkonzepten systematisch vorantreiben. Hierzu wurden in jüngster Vergangenheit bereits mit Unterstützung der Wirtschafts- und Wissenschaftsbehörde und in Kooperation mit anderen Hamburger Hochschulen Vorhaben gestartet. Diese unterstützen in Verbindung mit den bestehenden Strukturen der Forschungsförderung an der HAW Hamburg unsere Wissenschaftler. Ein gutes Beispiel hier ist die hochschulübergreifende Informatikplattform „ahoi.digital“.

Was bedeutet für Sie die Initiative "Schaufenster für die Wissenschaft" als Aufhänger der Reise in die USA?

Ich bin von der Initiative zur Einrichtung eines gemeinsamen Schaufensters für die Wissenschaft begeistert. Für die HAW Hamburg ist es gemeinsam mit den anderen Hamburger Hochschulen und dem DESY eine hervorragende Gelegenheit, die Sichtbarkeit der Hafen- und Handelsstadt Hamburg als Wissenschaftsstandort aktiv zu stärken. Auch eine Verknüpfung unserer Überlegungen zu einem Schaufenster für die Wissenschaft und der Initiative für ein neues Hamburger Naturkundemuseum halte ich für einen überaus interessanten Weg.

Link zur BWFG-Pressemeldung

 (Das Gespräch führte Dr. Katharina Jeorgakopulos)

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