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Prof. Gesine Witt im Labor, Foto: Bertold Fabricius

Gesine Witt mit erneut höchster Stimmzahl in DFG-Fachkollegium gewählt

07.01.2020
Rund 150 000 Wissenschaftler*innen wählten im vergangenen Monat online ihre Vertreter*innen für die Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Beim vorläufigen Wahlergebnis (Stand 22.11.2019) für das Fachkollegium Wasserforschung konnte Prof. Dr. habil. Gesine Witt, Professorin für Umweltchemie an der HAW Hamburg, 870 Stimmen auf sich vereinen und erzielte damit zum zweiten Mal den ersten Platz in ihrem Fachkollegium.

Für die Amtsperiode der DFG-Fachkollegien für die Amtsperiode von 2020 bis 2023 wurden insgesamt 49 Fachkollegien gewählt. Hauptaufgabe der Mitglieder der DFG-Fachkollegien ist es, in ihren jeweiligen Fächern die Förderanträge wissenschaftlich zu bewerten und so an alle Anträge eines Fachs „die gleiche Messlatte“ anzulegen. Die Fachkollegiatinnen und -kollegiaten formulieren eine abschließende Entscheidungsempfehlung, die dann zusammen mit den Anträgen den zuständigen Entscheidungsgremien der DFG vorgelegt wird.

Insgesamt haben rund 53 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Wahl teilgenommen und ihre bis zu sechs Stimmen elektronisch auf 1659 Kandidierende verteilt. Von den 632 Mitgliedern der neuen Fachkollegien ist fast jedes dritte weiblich; der Anteil der gewählten Fachkollegiatinnen liegt bei dieser Wahl bei 32,1 Prozent und hat sich damit nach 16,8 Prozent bei der Fachkollegienwahl 2007 über 20,79 Prozent bei der Wahl 2011 und 23,5 Prozent bei der Wahl 2015 ein weiteres Mal erhöht.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) hatte Gesine Witt für die DFG-Fachkollegienwahl 2019 nominiert. Sie kandidierte als Expertin für Umweltschäden im Wasser und am Meeresboden für das Fach-Nr. 318-01 im Bereich der Wasserforschung. Eine der Hauptaufgaben der Fachkollegien ist, in ihren jeweiligen Fächern Förderanträge wissenschaftlich zu bewerten. Für diese Aufgabe ist Gesine Witt umfassend gerüstet: In den letzten fünf Jahren hat sie 850.600 Euro Fördergelder für die HAW Hamburg eingeworben. Im Bereich Drittmittelforschung hat sie so – neben den Tätigkeiten in Lehre und Forschung sowie der Festigung internationaler Kooperationen – umfangreiche Erfahrungen sammeln können und das nicht nur bei der DFG, sondern auch beim BMBF und innerhalb der EU.

Gesine Witt war Heisenbergstipendiatin der DFG und Wissenschaftlerin am Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Seit 2007 arbeitet sie an unserer Hochschule am Department Umwelttechnik / Fakultät Life Sciences. Sie ist Leiterin der Forschergruppe Umweltanalytik und Ökotoxikologie und untersucht Umweltschäden im Wasser und am Meeresboden. Aktuell erforscht sie die Sedimente an der Elbe sowie in der Ost- und Nordsee. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Schadstoffe sich im Schlick anreichern und ob und wie diese von den im Wasser lebenden Organismen aufgenommen werden. In Kooperation mit der RWTH Aachen hat sie dazu ein Biotestsystem optimiert.

Weiterführende Informationen
Alle Informationen und Hinweise rund um die Fachkollegienwahl und das vorläufige Wahlergebnis unter: www.dfg.de/fk-wahl2019

KONTAKT

Fakultät Life Sciences
Department Umwelttechnik
Professorin für Umweltchemie
T +49.40.428 75-6417
gesine.witt(@)haw-hamburg.de

 

 

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