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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verkündet Ergebnisse des Wettbewerbs auf der PK. Quelle: www.bmwi.de

Skizze Reallabor der Energiewende. CC4E/HAW Hamburg

Verbundprojekt "Norddeutsches Reallabor" hat gute Aussichten auf BMWi-Förderung

24.07.2019
Norddeutsches Reallabor will Sektorkopplung voranbringen – Verbundvorhaben setzt sich im BMWi-Wettbewerb „Reallabore der Energiewende“ durch.

Norddeutschland stellt die Weichen für die nächste Phase der Energiewende: Mit dem „Norddeutschen Reallabor“ hat sich eine Energiewendeallianz formiert, die durch konsequente Sektorkopplung, insbesondere mit Wasserstoff-Anwendungen, große Mengen CO2 einsparen will. Das Projektkonsortium ist nun vom BMWi zur Antragsabgabe aufgefordert worden und hat damit gute Aussichten, gefördert zu werden. Für den Norden ist das eine vielversprechende Chance, seine Rolle als Leitregion für effizienten Klimaschutz weiter auszubauen.

Das Projektvorhaben „Norddeutsches Reallabor“ wurde im April für den Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ eingereicht, zu dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgerufen hatte. Inzwischen wurden die rund 90 eingereichten Projektskizzen einer fachlichen und politischen Bewertung unterzogen. Am Donnerstag, dem 18. Juli, verkündete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nun das Ergebnis des Wettbewerbs und stellte die 20 Projekte vor, die in der nächsten Förderrunde berücksichtigt werden und zur Abgabe eines Vollantrags aufgerufen wurden.

Mit dabei: das „Norddeutsche Reallabor“, das als Energiewendeallianz für Sektorkopplung auf die erfolgreiche Entwicklung und den bereits funktionsfähigen Lösungen des noch bis Ende 2020 laufenden Großprojekts NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende aufbauen soll. „Im Norddeutschen Reallabor als länderübergreifendem Verbundprojekt soll die ganzheitliche Transformation des Energiesystems erprobt und so der Weg zu einer schnellen Dekarbonisierung aller Verbrauchssektoren demonstriert werden“, erläutert Prof. Dr. Werner Beba, NEW 4.0-Projektkoordinator und Leiter des Comeptence Centers für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg. Das CC4E war federführend an der Skizzenerstellung für das Norddeutsche Reallabor beteiligt.

Das Vorhaben zeichnet sich aus durch seinen gesamtsystemischen Ansatz und legt dabei den Fokus auf zwei Technologiebereiche, die großflächig, technologieoffen sowie markt- und realitätsnah erprobt werden sollen: integrierte Sektorkopplung mit Schwerpunkt Wasserstoff sowie energieeffiziente Quartierslösungen vorrangig im Wärmebereich.

Die Modellregion umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und das westliche Mecklenburg-Vorpommern. Das Vorhaben bündelt unterschiedliche Sektorkopplungs-Schwerpunktanlagen in geografischen „Hubs“, die verschiedene Verbrauchsbereiche sukzessive mit Wasserstoff bzw. weiterverarbeiteten Medien speisen sollen. So werden schrittweise relevante Verbrauchsbereiche erschlossen und dekarbonisiert. Durch skalierbare Innovationen sollen regionale wirtschaftliche Impulse ausgelöst werden.

Hierzu hat sich eine einzigartige pluralistische Partnerschaft als Energiewendeallianz gebildet, bestehend aus 18 Verwertungspartnern und 30 weiteren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Sie bilden die gesamte Energie-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über den Transport und die Speicherung bis zum Energieverbrauch – in den Sektoren Industrie, Mobilität und Wärmeversorgung ab. Das Norddeutsche Reallabor baut auf NEW 4.0 und dessen Demonstratoren, Infrastruktur und Systemkompetenz auf. Das ebenfalls vom BMWi im Rahmen des SINTEG-Programms geförderte Projekt tritt in diesem Herbst in eine intensive Ergebnisphase ein.

„Nicht zuletzt dank der vielfältigen Verwertungs- und Entwicklungspotenziale, die sich aus NEW 4.0 ergeben, bietet Norddeutschland ausgezeichnete Rahmenbedingungen, um im nächsten Schritt mit dem Norddeutschen Reallabor Lösungen für ein nachhaltiges Energiesystem mit dem Schwerpunkt auf Wasserstoff unter Einbeziehung aller Sektoren – also Strom, Verkehr, Wärme, Industrie – großflächig zu erproben“, resümiert Beba. „Mit den geplanten Vorhaben können ca. 560.000 t CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden“.

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Hintergrundinformationen zum Förderprogramm „Reallabore der Energiewende“ und die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

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