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Fakultät Technik und Informatik
Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau
Fakultät Technik und Informatik

17. Fachtagung Rapid Prototyping

Tsiropoulos08.03.2018

Am 20. April 2018 ab 13.30 Uhr veranstaltet das Institut für Produktionstechnik wieder die kostenlose Fachtagung Rapid Prototyping. Beiträge aus der Praxis beleuchten die Anwendungen der generativen Fertigung von der Entwicklung bis zur Serienfertigung

Als wir vor 16 Jahren zum ersten Mal diese Tagung durchgeführt haben, waren die Begriffe ‚Additive Fertigung‘ oder ‚Generative Fertigung‘ weitgehend unbekannt. Der Titel ‚Rapid Prototyping‘ war viel eingängiger, weil er auch direkt die Anwendung beschreibt. Wir verwenden diesen Titel bis heute für unsere Tagung, denken aber durchaus über eine Änderung nach. Thematisch haben wir uns immer schon sehr breit aufgestellt zwischen Produktentwicklung und Produktion, da würde sich nichts ändern. Vielleicht beim nächsten Mal…
Eine wesentliche und aktuell zunehmend diskutierte Erkenntnis ist, dass es in der additiven Fertigung nicht nur darum geht, Bauteile herzustellen, sondern, dass es wichtig ist, die gesamte Prozesskette vom Design bis zum einsatzfertigen Bauteil zu beherrschen und auch neu zu denken. Die Produktion von Werkstücken unterscheidet sich in den Punkten Wirtschaftlichkeit und Qualität wesentlich von der Herstellung von Prototypen. Und das Design muss unbedingt die neuen Möglichkeiten der Additiven Fertigung nutzen – es beginnt also schon in den Köpfen der Ingenieure und Studierenden.
Diese Prozesskette der additiven Fertigung wollen wir auf unserer Tagung fokussieren und starten mit einem Beitrag eines großen Herstellers für Softwarelösungen für Konstruktion und Design. Anhand von Beispielen wird die lückenlose digitale Prozesskette und ein optimaler Workflow von der Idee bis zur Ansteuerung der 3D-Druckanlage vorgestellt. Der Flugzeugbau bietet durch Leichtbau und kleine Serien große Potentiale für den 3D-Druck. Der Weg bis zum wirtschaftlich fliegenden Bauteil ist aber auch lang. Ein sehr praxisorientierter Beitrag aus dem Hause AIRBUS zeigt die aktuell funktionierende Prozesskette, aber auch Engpässe, Entwicklungsaufgaben und Visionen für die Zukunft.
Ein hohes innovative Potential der additiven Fertigung liegt auch darin, dass immer wieder neue Verfahren und Materialien entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Einer der großen Hersteller konventioneller Drucker hat ein neues Verfahren entwickelt, um Kunststoffbauteile schnell und sehr wirtschaftlich herzustellen. Vorgestellt werden die Funktionsweise der Anlage, die nutzbaren Materialien und erste praktische Anwendungen. Seit langem wird die additive Fertigung von Keramik untersucht. Das Material zeichnet sich durch eine hervorragende Temperatur- und Verschleißbeständigkeit aus, ist aber als komplexes Bauteil nicht einfach herstellbar und schwer nachzubearbeiten. Ein Startup-Unternehmen aus Wien hat ein Fertigungssystem entwickelt, um komplexe keramische Grünkörper herzustellen.
Das Spektrum der praktischen Anwendungen reicht von Implantaten, Bauteilen für Herzpumpen in der Medizintechnik bis hin zu filigranen Gusskernen für Turbinenschaufeln.

Abgerundet wird unser Programm durch einen spannenden Vortrag über die additive Fertigung von Bauteilen mit Mikrometer- und sogar Nanometerabmessungen. Vorgestellt werden praktische Anwendungen aus Wissenschaft, Medizin und Industrie mit vielfältigen Möglichkeiten für Sensoren, Aktuatoren und optischen Oberflächen zum Beispiel für ein Security Label.
Unsere Fachtagung wird ergänzt durch eine Ausstellung von Anlagen zur generativen Fertigung. Hier können Sie Geräte für den Einstieg in die Technologie begutachten und im praktischen Einsatz erleben. Gleichzeitig stellen Dienstleister das Spektrum ihrer Lösungen für die Produktentwicklung vom Design bis zur Serienfertigung vor. In der Pause und beim abschließenden Get Together können Sie sich gern informieren und mit Ausstellern und Referenten diskutieren.

Wir freuen uns, Sie am 20. April 2018 wieder an der HAW zu diesem interessanten Nachmittag begrüßen zu dürfen.


Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Günther Gravel
Dipl.-Ing. Jörg Sahling
Dipl.-Ing. Benjamin Remmers

Weitere Information:
Programm | Flyer
Anmeldung

Letzte Änderung: 31.05.13

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