Campusleben_HAW_Hamburg_0

Lehrende_HAW_Hamburg_15

Studierende_HAW_Hamburg_21

Informationen für:

Fakultät Technik und Informatik
Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau
Fakultät Technik und Informatik

Teilnehmer des Wettbewerbs

Airbus Wingbox Competition in Wichita/USA

Prof. Dr.-Ing. Markus Linke08.10.2019

HAW-Studierende wieder beim Airbus Wingbox Competition in Wichita/USA erfolgreich

»So leicht und steif wie möglich, so fest wie nötig. Maximale Fertigungsqualität bei begrenztem Budget und bei limitierter Bearbeitungszeit. Präzise Vorhersage von Bruchlast und Verformung, null Erfahrung mit Balsaholz. Herzlich Willkommen in der Realität, tschüss ihr lieben Vereinfachungen des theoretischen Unterrichts!« So fasst Herr Schröder (Masterstudent an der HAW Hamburg) die Herausforderungen des Airbus Wingbox Wettbewerbs zusammen.

Der Airbus Wingbox Wettbewerb wird regelmäßig von der Wichita State University in Kansas (USA), Partnerhochschule der HAW Hamburg, und Airbus Americas Engineering durchgeführt, bei dem die sogenannte Wingbox eines Passagierflugzeugs in Modellform ausgelegt, gefertigt und experimentell getestet wird. Bei modernen Passagierflugzeugen ist die Wingbox das tragende Bauteil des Flügels und daher besonders interessant für angehende Ingenieure des Flugzeugbaus. Internationale Teams konkurrieren im Airbus Wingbox Wettbewerb darum, die leichteste Struktur aus Balsaholz zu entwickeln, die bei vorgegebener Außengeometrie den typischen Triebwerks- und Auftriebslasten standhalten kann.

HAW-Studierende haben zum zweiten Mal an diesem Wettbewerb teilgenommen. Moritz Herberhold, Andreas Jüngling, Jan Lehnert und Claas Schröder haben die Herausforderung angenommen und den sehr guten 2. Platz belegt. Professor Dr. Linke betreute das Team als Mentor. Finanziell unterstützt wurden sie freundlicherweise durch das Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau sowie die Fakultät Technik und Informatik der HAW Hamburg.

In regelmäßigen Besprechungen wurde die Entwicklung des Trägers im Team vorangetrieben. Bereits bei den ersten Team-Meetings wurde klar, »hier beißen sich die Anforderungen aus verschiedenen Disziplinen wie Fertigung, Finanzen, Logistik, Berechnung/Simulation, Werkstofftechnik und experimentellem Versuch«, wie es ein Teammitglied formuliert. Herr Lehnert erklärt: »Das Projekt „Wingbox“ forderte Teamarbeit, Kommunikation, schnelle Problemlösungsstrategien und Anwendung modellbezogener Berechnungen mit klarem Praxisbezug. Auch handwerkliches Geschick bei der Fertigung der Balsaholz-Struktur war gefordert.« Professor Linke hat das HAW-Team während der Projektdauer begleitet und zum Teil auch im Labor mitgearbeitet. Er fasst das Besondere des Wettbewerbs wie folgt zusammen: »Das tolle am Leichtbau ist seine Interdisziplinarität. Hervorragende Leichtbaulösungen ergeben sich erst dann, wenn Teildisziplinen wie Berechnung, Konstruktion und Fertigung möglichst optimal aufeinander abgestimmt werden können. Das kann man aber kaum in einzelnen Lehrveranstaltungen lernen, sondern gewöhnlich nur in übergreifenden Projekten, wie dem Airbus Wingbox Competition.«

Im Mai 2019 hatte das HAW-Team die Möglichkeit, nach Wichita in die „Air Capital of the World“ – wie sie von US-Amerikanern gerne genannt wird – zu reisen und an den experimentellen Tests teilzunehmen. »Der Austausch mit anderen Teilnehmern über deren Vorgehen und Entwurfsphilosophien war super interessant und lehrreich.« resümiert Herr Jüngling die Experimente. Gleichzeitig konnten die HAW-Studenten auch ins US-amerikanische Studentenleben hineinschnuppern: »Die Uni war sehr beeindruckend! Das riesige Gelände der Uni wirkt ein bisschen wie eine Stadt in der Stadt. In den großen Backsteingebäuden findet man moderne Schlafsäle, Hörsäle, Sportanlagen und Aufenthaltsräume, ganze vier Sportstadien befinden sich auf dem Gelände.« fasst Herr Herberhold seine Eindrücke zusammen.

Für alle Studenten war es ein unvergessliches Erlebnis, beim Airbus Wingbox Competition mitmachen zu können. »Die Reise stellte einen spannenden und absolut gelungenen Abschluss für unser Projekt dar, in das wir von September bis Februar 2019 so viel Arbeit gesteckt haben.« erklärt Herr Jüngling.

Letzte Änderung: 28.02.19

An die Redaktion