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Blick in das neue Acoustic-Lab mit Prüfstand Flugzeugrumpf im ZAL. Foto: Michael Lindner

Luftfahrt: Hamburg und Montréal forschen gemeinsam

07.11.2017

Größte Branchenstandorte Deutschlands und Kanadas starten gemeinsame Forschung zu leiseren Flugzeugkabinen und feuerfesten Faserverbundteilen. Die HAW Hamburg ist Partner im Forschungsverbund "Leiser Fliegen".

Die zu den weltgrößten Standorten der Luftfahrtindustrie zählenden Regionen Hamburg und Montréal haben eine offizielle Kooperation bei Forschung und Entwicklung gestartet. Partner von beiden Seiten des Atlantiks werden in den nächsten drei Jahren gemeinsam zu leiseren Flugzeugkabinen, sowie im Bereich neuer feuerfester Faserverbundteile forschen. Ein weiteres gemeinsames Forschungsvorhaben ist zudem noch in Planung.

An der transatlantischen Kooperation beteiligen sich insgesamt 20 Partner – neben Unternehmen verschiedener Größen auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen beider Länder. Mit dem Vorhaben sollen Kompetenzen auf beiden Kontinenten zusammengeführt und in innovative neue Produkte gebracht werden. Das Programm ist Teil der Neuen Hightech-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und wird sowohl von deutscher als auch kanadischer Seite mit Geldern aus Politik und Wirtschaft gefördert.

Leisere Flugzeugkabinen für das Reisen von Morgen

In einer Flugzeugkabine ist es heute etwa so laut wie auf einer stark befahrenen Autobahn. Zwar werden die Triebwerke selbst immer leiser, doch Lärm und Vibrationen werden nach wie vor für jeden spürbar durch die Außenhaut des Flugzeugs nach innen übertragen – vor allem beim Start. Herkömmliche Isolierungen wie Glaswolle und Schaum haben dabei längst die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Als nächsten Schritt möchten deutsche und kanadische Forscher daher neue schallschluckende Isolierungen – sogenannte akustische Metamaterialien – auf ihre zukünftigen Einsatzmöglichkeiten im Serienflug überprüfen. Die Tests hierfür sollen unter anderem in der Akustiklabor des Hamburger ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung durchgeführt werden, dessen Infrastruktur zu den größten Europas zählt. Partner des Konsortiums neben den Projektführern ZAL und Mecanum sind 3M Canada, Airbus, die École de Technologie Supérieure, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Hutchinson Aerospace GmbH, das National Research Council Canada und die Université de Sherbrooke. www.acousticmetamaterial.com

Hintergrund der gemeinsamen Forschung

Die Luftfahrt-Forschungskooperation aus Hamburg und Montréal ist ein Element der Neuen Hightech-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Bis 2021 fließen insgesamt 12 Millionen Euro in das Programm ein – dabei beteiligen sich beide Länder zu je 50 Prozent. Die Summe teilt sich zudem je zur Hälfte in Mittel aus Politik und Wirtschaft auf. Als Koordinationsstellen dienen das Hamburger ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung auf deutscher Seite, sowie das kanadische Forschungskonsortium CRIAQ (Consortium de recherche et d'innovation en aérospatiale au Québec). Beim Aufbau der Partnerschaft waren auch die Cluster-Netzwerke beider Standorte, Hamburg Aviation sowie Aéro Montréal, maßgeblich involviert.

Die ganze Pressemeldung von Hamburg Aviation hier

Pressekontakt 
Hamburg Aviation:
Lukas Kirchner
Head of Marketing, PR and Events
Hamburg Aviation, Wexstraße 7, 20355 Hamburg
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Kontakt an der HAW Hamburg

Fakultät Technik und Informatik
Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau
Prof. Dr. Wolfgang Gleine
Fachgebiete Technische Akustik, Strömungsmechanische Kabinensysteme
T +49.40.428 75-7833
wolfgang.gleine((@))haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 31.05.13

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