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Fakultät Technik und Informatik
Department Informatik
Fakultät Technik und Informatik

Henri Burau und Franek Stark zeigen ihr Projekt.

Informatik zum Anfassen

27.06.2018

Assistenz-Roboter, intelligente Fließbänder und innovative Apps: Studierende des Departments Informatik haben am Montag, den 25. Juni, die Ergebnisse ihrer Projekte und Lehrveranstaltungen aus dem auslaufenden Semester vorgestellt.

Henri Burau und Franek Stark, Studenten der Technischen Informatik im 4. Semester, legen Pucks auf zwei kleine miteinander verbundene Fließbänder. Es handelt sich nicht um gewöhnliche Fließbänder, sie sind verbunden mit einer ausgefeilten Software. Diese lässt bestimmte Pucks in einer vorgegebenen Reihenfolge passieren, andere werden an Sensorpunkten aussortiert. „Die Sensoren messen die Höhe der Pucks, die Codierung, die Farbe und ob Metall enthalten ist“, erklärt Burau.

Zweck dieser praktischen Lehrveranstaltung ist vor allem, die Sensordaten auszuwerten. Prof. Dr. Stephan Pareigis, Departmentleiter Informatik, erklärt: „Die Studierenden sollten Echtzeitsysteme entwickeln. Die Software muss zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt einen ganz konkreten Auftrag ausführen.“ Für die Studierenden – Fünfer- bis Sechser-Teams – liege der Lerneffekt neben der Programmierung der komplexen Software auch darin, den Abstimmungsaufwand in einer größeren Gruppe kennenzulernen. Die Aufgaben seien absichtlich so angelegt, dass sie nur mit dem gesamten Team lösbar seien, so Pareigis.

Der Assistenz-Roboter, der während der Ausstellung durch das Foyer von Berliner Tor 7 gelenkt wird, ist das Ergebnis einer Projektarbeit von vier 5.-Semester-Studierenden der Technischen und Angewandten Informatik. Der Roboter ist so programmiert, dass er bestimmte Orte im Foyer gezielt anfährt und bei Bedarf ohne Verzögerung gestoppt werden kann.

Außerdem zu sehen während des Projekttags: Interaktive Audioinstallationen, Anwendungen verteilter Systeme und „Deep Learning“ Präsentationen. Das Team des „Deep Learning“-Projekts – bestehend aus insgesamt zwölf Studierenden – befasste sich während des Semesters mit Themen wie „Music Generation with Deep Learning“ oder „Playing Games with Deep Reinforcement Learning“ und zeigt in einem Hörsaal die Ergebnisse.

Software Engineering zum Kennenlernen

Zwischenmenschlich wird es im Foyer von Berliner Tor 5. Hier präsentieren Studierende des 4. Semesters Projekte der Angewandten Informatik und Wirtschaftsinformatik. Auf Plakaten und an Laptops zeigen die Studierenden die Ergebnisse ihrer Programmierkünste. So gibt es zum Beispiel eine Gutschein-Tausch-App oder eine Video-Dating-App mit dem Namen Ovid. „Die Idee der Teamarbeit war es“, so Isabelle Dakowitz, „etwas zu schaffen, das anders ist als die ‚künstlichen‘ Profile bei Dating-Plattformen, Facebook oder Instagram.“

Der Clou: Bei Ovid werden Videos in Echtzeit aufgenommen und veröffentlicht – ohne die Möglichkeit, hinterher etwas zu verändern. „Wir wollten eine Plattform schaffen, auf der sich die Leute so zeigen, wie sie sind“, sagt Dakowitz. Die App lebe von Spontanität und Authentizität – Dinge, die es im Sozialen Netz sonst selten gäbe.

Prof. Dr. Stefan Sarstedt organisiert die Ausstellung gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrike Steffens im Rahmen ihrer Software-Engineering-Veranstaltungen bereits seit drei Jahren: „Es ist immer wieder spannend zu sehen, was die Studierenden hier auf die Beine stellen. Die Projekte am Ende des Semesters zu präsentieren, ist ein toller zusätzlicher Anreiz.“

Letzte Änderung: 06.11.12

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