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Koordination Familienrat / Conferencing-Verfahren

Berufsbegleitende Qualifizierung Koordination Familienrat / Conferencing-Verfahren

Der Familienrat und daraus entwickelte weitere Conferencing-Verfahren basieren auf der Überzeugung, dass jeder Mensch und jede Familie über ein Netzwerk verfügt, das in der Lage ist, individuelle Lösungen für schwierige Probleme zu entwickeln.

Diese Verfahren setzen mit einem starken Empowerment-Ansatz darauf, dass betroffene Menschen die Verantwortung für ihr Leben und ihre Problemlösung selbst übernehmen können. Conferencing-Verfahren erkennen die Betroffenen als Expertinnen und Experten für ihr eigenes Leben an und lassen die Verantwortung gezielt dort, wo auch die Probleme entstanden sind.

Der in der Praxis bewährte Familienrat als Ursprung weiterer Conferencing-Verfahren ermöglicht den Teilnehmenden, ihre eigenen Ressourcen zu erforschen und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Dabei definieren die Familienmitglieder unter Einbindung ihrer sozialen Netzwerke Möglichkeiten und Grenzen. Sie machen auch deutlich, wo professionelle Hilfe notwendig ist. So können Menschen „Chef, bzw. Chefin im eigenen Leben“ bleiben; notwendige professionelle Hilfe kann nun als Problemlösungsbegleitung zielgenau arbeiten.

Die Grundprinzipien des Familienrats sind nicht nur in der Jugendhilfe, sondern in vielen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit anwendbar.

Anmeldung

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Auf einen Blick
AbschlussWeiterbildungszertifikat „Koordination Familienrat / Conferencing-Verfahren“
VoraussetzungenAbgeschlossene Berufs- oder Hochschulausbildung sowie mindestens einjährige Berufstätigkeit 
Studienformberufsbegleitend, hohe Praxisorientierung
Umfang56 Präsenzstunden zuzüglich Durchführung eines eigenen Familienrats oder eines anderen Conferencing-Verfahrens im Umfang von 36 Stunden und 8 Stunden Intervision
Terminab 11. Oktober 2018
Kosten1.420,- Euro

Alle Informationen zu diesem Angebot

Antwort auf/zuklappen Inhalte

1.     Modul: Grundlagen des Familienrats

Das erste Modul führt in die Geschichte und Theorie des Familienrates ein. Zudem wird anhand von Evaluierungsergebnissen der aktuelle Stand der Umsetzung in Deutschland gezeigt und die Wirksamkeit gegenüber klassischen  Hilfeplanverfahren verdeutlicht. Es werden die Grundlagen von Conferencing-Verfahren vermittelt, indem der Ablauf, die Leitprinzipien mit seinen Werten und Haltungen gemeinsam erarbeitet und erfahrbar gemacht werden.

Themenschwerpunkte

  • Geschichte und Theorie des Familienrats
  • Wirksamkeit
  • Leitprinzipien
  • Ablauf und erste Fallbeispiele


2.    
Modul: Koordination eines Familienrates

Im zweiten Modul werden Sie Teil eines großen Rollenspiels, in dem alle Funktionen und Rollen der Teilnehmenden in einem Familienrat deutlich werden. Die Aufgaben der Koordination werden hierdurch spürbar und im Anschluss reflektiert und vertieft. Hierzu gehören u.a. praktische Übungen zur Sorgeformulierung, der Netzwerk- und Ressourcenerkundung, die Vorbereitung der Teilnehmenden und die Beteiligung von vulnerablen Personen (z. B. Kinder, Menschen in Krisen oder mit Beeinträchtigungen).

Themenschwerpunkte

  • Rolle, Aufgaben und Grundhaltung aller Teilnehmenden
  • Methodik und Kreiserweiterung
  • Türöffner und Netzwerkgespräche
  • Sorgeklärung und Sorgeformulierung
  • Bildung der Intervisionsgruppen


Hinweis: Zwischen dem 2. und 3. Modul finden Intervisionsgruppen statt, in denen Sie Ihre Kenntnisse und Ihr Wissen in Ihrer Praxisphase miteinander vertiefen und sich gegenseitig unterstützen. Sie verbreden sich mit unserer Unterstützung zu kleinen, selbstorganisierten Intervisionsgruppen. Ergänzend kann eine Beratung per Telefon oder Mailkontakt durch die Lehrenden in  Anspruch genommen werden.

3.     Modul: Familienrat und weitere Conferencing-Verfahren in der Praxis

Zu Beginn des dritten Moduls werden die nicht geklärten Fragen aus den Interventionsgruppen vertieft. Anschließend wird das Thema „Schutzkonzepte“ verdeutlichen, dass Conferencing-Verfahren auch in Situationen von Selbst- und Fremdgefährdung (z. B. Kindeswohlgefährdung) genutzt werden können.
Des Weiteren werden die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Conferencing-Verfahren (z. B. Nachbarschaftsräte, StoP, Schulräte, Abteilungsräte, Zukunftsräte) mit Gastreferent aus der Praxis vorgestellt und die Umsetzung im eigenen Arbeitsfeld reflektiert.

Themenschwerpunkte

  • Stand und Reflexion der eigenen Praxisarbeit
  • Schutzkonzepte
  • Einsatzmöglichkeiten von Familienräten/Conferencing-Verfahren
  • Reflexion der Umsetzung im eigenen Arbeitsfeld


4.    
Modul:  Abschlusskolloquium

Die Qualifizierung endet mit einem eintägigen Prüfungsmodul (Abschlusskolloquium). 

Im Kolloquium haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, den von ihnen koordinierten Familienrat und andere Conferencing-Verfahren vorzustellen und zur Diskussion zu stellen. Die Vorstellung vieler einzelner Prozesse von Familienräten und Conferencing-Verfahren soll allen Teilnehmenden einen vielschichtigen Praxiseinblick bieten und vor allem die Unterschiedlichkeit verdeutlichen. Überdies erfolgt eine kritische Reflexion der Praxis.

Intervision

Neben den Modulen gehört der Austausch in selbstorganisierten Intervisionsgruppen im Umfang von 8 Stunden zur Weiterbildung. 

Weiterführende Informationen zum Familienrat finden Sie hier:

http://www.hamburg.de/contentblob/9383018/3f8576bb151cdc40434952115fd195c3/data/broschuere-familienrat.pdf

Antwort auf/zuklappen Teilnahmevoraussetzungen

Um an dem Weiterbildungsprogramm teilnehmen zu können, benötigen Sie eine abgeschlossene Berufs- oder Hochschulausbildung und eine mindestens einjährige Berufstätigkeit.

Antwort auf/zuklappen Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte der Sozialen Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit, Eingliederungs,- Straffälligen- und Altenhilfe, Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement.  

Antwort auf/zuklappen Zeitaufwand und Kosten

Die Qualifizierung umfasst  drei thematische Module (56 Präsenzstunden) sowie ein Prüfungsmodul  (Abschlusskolloquium).  Darüber hinaus gehört der Austausch in Intervisisionsgruppen im Umfang von 8 Stunden und die Durchführung und Dokumentation eines Familienrats oder anderen Conferencing-Verfahrens als Praxisteil mit 36 Stunden zur Weiterbildung.   

56 Präsenzstunden insgesamt, zuzüglich der Durchführung und Dokumentation eines eigenen Familienrats oder eines anderen Conferencing-Verfahrens im Umfang von 36 Stunden.

Unterrichtszeiten:  jeweils  09.00 – 17.30 Uhr

Kosten: 1.420,- Euro

Für diesen Kurs können Sie in Hamburg bis 6 Wochen vor Kursbeginn Bildungsurlaub beantragen !

Antwort auf/zuklappen Abschluss

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Weiterbildungs-Zertifikat des Zentrums für Praxisentwicklung (ZEPRA) an der HAW Hamburg als „Koordination Familienrat / Conferencing-Verfahren “.

Die Grundlage der Zertifizierung bildet die Durchführung eines eigenen Familienrats bzw. eines anderen Conferencing-Verfahrens sowie die erfolgreiche Teilnahme am Abschlusskolloquium.

Antwort auf/zuklappen Terminplan

1. Modul             11. - 12. Oktober 2018    

2. Modul             06. - 07. Dezember 2018                              

3. Modul             28. - 29. März 2019                           

Kolloquium         09. Mai 2019

Intervision          8 Stunden 

Antwort auf/zuklappen Lehrende

Susanne Emlein
Dipl.- Sozialpädagogin, Koordinatorin im Familienratsbüro PFIFF GmbH und im Familienratsbüro Vereinigung Pestalozzi 

Martina Erpenbeck
Dipl.-Sozialpädagogin, Supervisorin, Trainerin in eigener Praxis „Interact Dialogo“, Aufbau Familienratsbüro PFIFF und Koordinatorin für Familienräte; Schulungsleitung für Familienrat bundesweit und in Spanien 

Prof. Dr. Frank Früchtel
Dipl.-Soziologe, Dipl.-Sozialarbeiter, Fachhochschule Potsdam

Tania Lauenburg
M.A. Bühnenbild, Supervisorin nach DGSv, Projektleitung „Altona macht auf!“, Koordinatorin im Familienratsbüro PFIFF

Birgit Stephan
Dipl.- Sozialwirtin, Koordination des Familienrats in der FHH, Projektleitung Sozialräumliche Versorgung im Bezirk Eimsbüttel
 

Antwort auf/zuklappen Kontakt

Inhaltliche Fragen:

Heike Klopsch, T + 49.40.42875 - 7071, heike.klopsch(@)haw-hamburg.de

Organisatorische Fragen

T + 49.40.42875 - 7070, weiterbildung(@)haw-hamburg.de

Organisation und Veranstaltungsort
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Fakultät Wirtschaft und Soziales
ZEPRA – Zentrum für Praxisentwicklung
Alexanderstraße 1
20099 Hamburg

Antwort auf/zuklappen Informationsmaterial

Flyer „Familienrat"

Letzte Änderung: 09.07.18

An die Redaktion

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Fakultät Wirtschaft und Soziales
ZEPRA – Zentrum für Praxisentwicklung
Alexanderstraße 1
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Fördermöglichkeiten

Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten für Weiterbildung. Hier erfahren Sie
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