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Informationen für:

Beraterin / Berater für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Berufsbegleitende Weiterbildung

Psychische Erkrankungen nehmen seit einigen Jahren rapide zu. Rund 17% aller Fehltage gehen auf psychiatrische Diagnosen zurück. Darüber hinaus sind psychische Erkrankungen wie beispielsweise Angsterkrankungen, Burnout oder Depressionen die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühberentungen.

Hintergrund ist eine Arbeitswelt, die sich immer schneller wandelt. Ein deutlich erhöhtes Arbeitspensum, der Druck, mobil sein zu müssen, hohe Anforderungen an Flexibilität – das sind Themen, die mittlerweile fast überall in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Zudem wirken sich die fortschreitende Digitalisierung und neue Arbeitsformen negativ auf die Arbeitsbedingungen aus. Die Angst, den Anforderungen nicht (mehr) gewachsen zu sein, nimmt zu.

Nach wie vor gibt es bei Personalverantwortlichen große Berührungsängste rund um den Bereich der psychischen Gesundheit. Umso wichtiger, dass Unternehmen das Thema  der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz als strategische Herausforderungen  erkennen und aktiv in ihre betrieblichen Gesundheitsförderungsprojekte integrieren.

Hier setzt die prozessbegleitende Qualifizierung  zum Berater / zur Beraterin für psychische Gesundheit an: Es werden Handlungsansätze und Lösungsmodelle mit dem Ziel ihrer strategischen Verankerung in Unternehmen vermittelt. Die Teilnehmenden werden für psychische Belastungen sensibilisiert, setzen sich mit rechtlichen Grundlagen und Analysemethoden auseinander und lernen, betriebliche Handlungsfelder zu identifizieren. 

 Diese Qualifizierung ist ein Kooperationsangebot mit KMB GbR Bildung und Beratung.

Anmeldung

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Auf einen Blick
AbschlussZertifikat „Beraterin / Berater für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“
VoraussetzungenAbgeschlossene Berufs- oder Hochschulausbildung sowie mindestens einjährige Berufstätigkeit 
Studienformberufsbegleitend, hohe Praxisorientierung
Umfang64 Präsenzstunden zuzüglich der Erstellung einer praxisbezogenen Projektarbeit sowie die erfolgreiche Teilnahme am Abschlusskolloquium  (16 UE) plus 40 UE Fallarbeit + Selbststudium.
Gesamtstundenzahl: 120 Stunden
Termineab 13. März 2020
Kosten2.900,- Euro

Alle Informationen zu diesem Angebot

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Modul 1:  Psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Was macht Menschen krank?

Die Anforderungen im Berufsleben unterliegen einem schnellen Wandel: Nicht nur das „lebenslange Lernen“ und die Digitalisierung in vielen Berufsfeldern bedeuten für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Flexibilität, schnelle Anpassung an grundlegende Veränderungen in der Arbeitswelt, Bewältigung psychosozialer Herausforderungen im Team, im Unternehmen und im Ausbalancieren betrieblicher und familiärer Ansprüche. Das Modul führt ein in die vielfach wissenschaftlich erhobenen psychischen Belastungen im Arbeitsleben und Präventionsmöglichkeiten. Viele Unternehmen gehen neue Wege im betrieblichen (zielgruppenorientierten) Gesundheitsmanagement, um die Früherkennung arbeitsstressbedingter Erkrankungen wie Schlafstörungen, Burnout oder depressive Episoden und entsprechende Interventionen zu fördern.

Themenschwerpunkte:

  • Einführung in arbeitssoziologische Befunde; Strukturwandel der Arbeitswelt
    Entgrenzungen, Flexibilisierungen, Ökonomisierung des Privaten
  • Prekariat: Über krankmachende Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitsplatzunsicherheiten
  • Arbeit und Psyche: Über krankmachende Faktoren in der Arbeitswelt
  • Psychische Erkrankungen: Erscheinungsbilder und Symptome
  • Perspektiven: Prävention - Erkennen - Begleiten – Wiedereingliederung
  • Vorsorge: „Sorge um sich selbst“

Ziele:

Einführung in die Grundlagen der Arbeitssoziologie zum Strukturwandel der Erwerbsarbeit, Vermittlung der Erkenntnisse über und Sensibilisierung für krankmachende Faktoren in der Arbeitswelt, Erkennen typischer Symptomatiken bei psychischen Erkrankungen, Reflextion der eigenen beruflichen Situation, Identifizierung aktueller und zukünftiger betrieblicher Herausforderungen, Vermittlung von Handlungskompetenzen und Anregung betrieblicher Strategien im Umgang mit psychischen Belastungen und Erkrankungen am Arbeitsplatz.

Modul 2: Rechtliche Grundlagen, Analysemethoden und Instrumente

Die Betrachtung der rechtlichen Grundlagen als Voraussetzung für Gesundheitsprojekte dient einer ersten Einordnung des Themas in Bezug auf die Durchführung betriebliche Gesundheitsmanagement-Projekte. Strategie und Ziele, Analyse, Intervention und Bewertung (Evaluation) sind das Kernstück der Planung.

Eine gute Analyse ist die Voraussetzung für aussagekräftige und relevante Daten, auf deren Basis innerhalb des Betriebes nachvollziehbar und effektiv zu Gunsten gesunder Arbeitsbedingungen gewirkt werden kann.  Erfolgsfaktor ist dabei die sinnvolle Auswahl der Analyse-Instrumente, von der Mitarbeiterbefragung, der Arbeit in Beteiligungsgruppen, der Arbeitssituationsanalyse bis hin zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen.  

Themenschwerpunkte:

  • Rechtliche Grundlagen
  • Analyseverfahren und Erhebungsinstrumente
  • Maßnahmenableitung, Umsetzung und Wirksamkeit
  • Gestaltung und Moderation beteiligungsorientierter Prozesse
  • Evaluation im Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement
  • Nachhaltigkeit sichern 

Ziele:

Rechtliche Vorgaben kennen und auf Praxissituationen anwenden, Entwicklung von Fach- und Methodenkompetenz, zentrale Instrumente im Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement kennen lernen und anwenden, die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen verstehen und anwenden können. Kenntnisse zu Grundlagen und Verfahren der Evaluation erwerben.

Modul 3:  Strategische Handlungsfelder 

Ziel von Gesundheitsprojekten im Betrieb ist es, die Arbeit gesünder zu gestalten und insbesondere die psychische Gesundheit zu stärken, indem einerseits Problemfelder und Ursachen aufgedeckt und andererseits Bewältigungsmöglichkeiten und Kompetenzen der Beschäftigten gestärkt werden. Hierbei stehen die betrieblichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Strategische Ziele, wie zum Beispiel die Verbesserung von Produktivität, Qualität, Mitarbeiterzufriedenheit, Motivation, Identifikation und das Betriebsklima sowie die Minimierung von Fluktuation und Fehlzeiten stehen in engem Zusammenhang mit der Unternehmenskultur, Personalmanagementthemen, der Organisationsentwicklung und dem Veränderungsmanagement. Die Betrachtung dieser strategischen Handlungsfelder  steht im Mittelpunkt des Moduls.

Themenschwerpunkte:

  •  Personalführung und Personalentwicklung
  • Kosten und Kennzahlen: Gesundheits-Balanced-Scorecard, ökonomische Auswirkungen von psychischer Gesundheit und Krankheit  
  • Unternehmenskultur und Gesundheit
  • Demografischer Wandel: Ältere Beschäftigte, generationenübergreifende Zusammenarbeit
  • Wiedereinstieg erleichtern: Nach psychischer Erkrankung zurück in den Job; lösungsorientierte Gesprächsführung
  • Organisationsentwicklung:  Arbeitsorganisation und Gesundheit, neue Organisationsformen von Arbeit, z.B.: Digitalisierung, Arbeit 4.0 und die gesundheitlichen Folgen
  • Gesundheitsmanagement entwickeln und implementieren

Ziele:

Aktuelle Herausforderungen erkennen und einordnen, betriebliche Handlungsfelder im Kontext von Arbeit und Psyche identifizieren, Strategien und Konzepte entwickeln, Kriterien zur Maßnahmenentwicklung und -umsetzung sowie Fallstricke und Hürden kennen lernen, Anwendung von Wissen, Methoden- und Moderationskompetenz, neue Phänomene theoretisch einordnen können, Gespräche mit psychisch beeinträchtigten Beschäftigten lösungsorientiert führen können.

Modul 4 : Projekte erfolgreich managen – Veränderungsprozesse initiieren und begleiten

Die Bewältigung von Aufgaben in Organisationen erfolgt zunehmend in Projektform, da viele Aufgaben heute nur noch fach- und bereichsübergreifend gelöst werden können. Weitere Gründe dafür sind neben der Vielfalt und Knappheit der Ressourcen auch die zunehmende Verknüpfung technischer, wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ziele und Leistungsmerkmale. In diesem Modul werden Grundlagen und Methoden des Projektmanagements vermittelt, mit dem Ziel, für betriebliche Projekte gut gerüstet zu sein.

Gleichzeitig bereitet dieses Modul auf die praxisbezogene Projektarbeit vor, die im  Abschlusskolloquium vorgestellt wird. 

Themenschwerpunkte:

  • Projekt- und Changemanagement im Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement
  • Grundlagen des Projektmanagements
  • Projektphasen
  • Die Projektskizze und Projektplanung
  • Projektorganisation und Rollen der Beteiligten in Projekten
  • Projektsteuerung: Umgang mit Widerständen, Hindernissen und Abweichungen im Projektverlauf
  • Projektarbeit: Handlungshilfe für die Praxis, Vorbereitung auf das Abschlusskolloquium

Ziele:

Methoden- und Kommunikationskompetenz entwickeln, Anwendung der gängigen Verfahren und Methoden des Projektmanagements, Erfolgsfaktoren im Projektmanagement kennen lernen  und bewerten, Projektideen entwickeln und Vorhaben als Veränderungsprozess zielorientiert planen können, Befähigung für die Rolle als Projektleiter erwerben.

Prüfungsvorbereitung: Entwicklung des Themas für das Abschlusskolloquium

Abschlusskolloquium 

Die Qualifizierung endet mit einem Abschlusskolloquium. 

Im Kolloquium haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, die von ihnen erstellte praxisbezogene Projektarbeit zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Die Vorstellung vieler einzelner Prozesse soll den Teilnehmenden einen vielschichtigen Praxiseinblick bieten und eine kritische Reflexion ermöglichen.

Diese Qualifizierung ist ein Kooperationsprojekt mit KMB GbR Bildung und Beratung.

Antwort auf/zuklappen Teilnahmevoraussetzungen

Um an dem Weiterbildungsprogramm teilnehmen zu können, benötigen Sie eine abgeschlossene Berufs- oder Hochschulausbildung und eine mindestens einjährige Berufstätigkeit.

Antwort auf/zuklappen Zielgruppe

Personalverantwortliche in Unternehmen, BGM-Beauftragte, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsräte, Verantwortliche für Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Eingliederungsmaßnahmen. 

Antwort auf/zuklappen Zeitaufwand und Kosten

Die Weiterbildung umfasst vier thematische Module (64 Präsenzstunden). Darüber hinaus soll eine  praxisbezogene Projektarbeit erstellt werden, die im abschließenden Kolloquium präsentiert wird.

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Modulen (80%ige Anwesenheit) werden Sie zum Kolloquium zugelassen.

 

Gesamtaufwand:

64 Präsenzstunden zuzüglich der Erstellung einer praxisbezogenen Projektarbeit sowie die erfolgreiche Teilnahme am Abschlusskolloquium  (16 UE) plus 40 UE Fallarbeit + Selbststudium.
Gesamtstundenzahl: 120 Stunden

 

Kosten: 2.900,- Euro

(Ratenzahlung in 5 Raten)

Antwort auf/zuklappen Abschluss

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat der HAW Hamburg als „Berater/in für psychische Gesundheit“ am Arbeitsplatz.

Antwort auf/zuklappen Terminplan

1.       Modul                  13.03. – 14.03.2020 (16 Ustd.)

2.       Modul                  17.04.– 18.04.2020 (16 Ustd.)

3.       Modul                  08.05.– 09.05.2020 (16 Ustd.)

4.       Modul                  28.05. – 29.05.2020 (16 Ustd.)  

Abschlusskolloquium    07.08.2020 und 08.08.2020  (jeweils 8 Ustd.) 

 

Unterrichtszeiten:  jeweils  10.00 – 18.00 Uhr

Antwort auf/zuklappen Lehrende

Prof. Dr. Carmen Gransee  - Wissenschaftliche Leitung
HAW Hamburg, Fakultät Wirtschaft und Soziales, Department Soziale Arbeit, Professorin für Soziologie

Helga Hudler
Betriebswirtin, Hagener Managementstudium, Coach (Uni Wuppertal), KMB GbR Bildung & Beratung

Wolfgang Reuter
Dipl.-Verww., Betriebswirt, Arbeitswissenschaften, Geschäftsführer bei KMB GbR Bildung & Beratung

Antwort auf/zuklappen Kontakt

Inhaltliche Fragen:

Heike Klopsch, T + 49.40.42875 - 7071, heike.klopsch(@)haw-hamburg.de

Organisatorische Fragen

T + 49.40.42875 - 7070, weiterbildung(@)haw-hamburg.de

Organisation und Veranstaltungsort
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Fakultät Wirtschaft und Soziales
ZEPRA – Zentrum für Praxisentwicklung
Alexanderstraße 1
20099 Hamburg

Antwort auf/zuklappen Informationsmaterial

Flyer „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz"

Letzte Änderung: 18.09.19

An die Redaktion

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Inhaltliche Fragen:
Heike Klopsch
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