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Die Lenzsiedlung aus den 1970er Jahren in Hamburg-Eimsbüttel ist die in Deutschland wohl am dichtesten besiedelt. Foto: Anne Eickenberg

Luftbilder von Ralf Helling

Über 1 Million Euro für Familienforschung in Hamburg-Eimsbüttel

26.10.2018

Wie gestaltet sich das Zusammenleben von unterschiedlichen Kulturen auf engem Raum? Welche Vielfalt, welche Herausforderungen entstehen? Das Forschungsprojekt „Postmigrantische Familienkulturen in der Lenzsiedlung“ untersucht das Zusammenleben von Familien in der Hamburger Lenzsiedlung.

Wie gestaltet sich das Zusammenleben von unterschiedlichen Kulturen auf engem Raum? Welche Vielfalt, welche Herausforderungen entstehen? Was sind die Vorurteile im Zusammenleben, was gelingt, was weniger? Das im September gestartete Forschungsprojekt „Postmigrantische Familienkulturen in der Lenzsiedlung“ (Pomiku) untersucht bis 2022 die Vielfalt von Nationalitäten und Kulturen in der Lenzsiedlung in Hamburg-Eimsbüttel. Das Kooperationsprojekt der HAW Hamburg, der Universität Hamburg und dem Verein Lenzsiedlung e.V. hat dafür Bundesmittel vom BMBF von etwas über einer Million Euro eingeworben. Die Studie soll detaillierte Einblicke in die alltägliche Lebensführung der Bewohnerinnen und Bewohner, in ihr Zusammenleben in der Lenzsiedlung und in ihren Umgang mit Institutionen ermöglichen, die auch für Beratungskonzepte genutzt werden können.

Die Ende der 1970er Jahre in Hamburg-Eimsbüttel errichtete Lenzsiedlung gilt als eine der dichtesten Wohnsiedlungen Deutschlands. „Ein derzeitiger Anteil von 30 Prozent an Familien und ein Migrationsanteil von über 70 Prozent machen die Siedlung zu einem besonders geeigneten Untersuchungsort. Hier können wir – wie unter einem Brennglas –unterschiedliche Formen der Familienführung und deren Auswirkungen auf das Zusammenleben im Quartier untersuchen“, erläutert die Projektleiterin und Familienexpertin Prof. Dr. Katja Weidtmann. „Von besonderem Interesse für uns als Familienwissenschaftlerinnen und Familienwissenschaflter sind auch die vielfältige Praxen, Normen und Wertvorstellungen in Bezug auf Familie, Alltagsleben, Rituale und Gesundheit.“ 

Die Forscherinnen und Forscher von HAW Hamburg und Universität Hamburg gehen – unterstützt von Studierenden – mit einem partizipativen Ansatz an die Untersuchung heran. "Wie bei der Feldforschung, stehen neben der teilnehmenden Beobachtung vor allem verschiedene Formen der  explorativen, halbstandardisierten und standardisierten Befragung im Vordergrund", erklärt PD Dr. Astrid Wonneberger. Die befragten Familien werden in Form von Ausstellungen und Projekten zu ihren Familienkulturen beteiligt. Diese werden vom Verein Lenzsiedlung e.V. organisiert, der mit seiner über 40jährigen Erfahrung wichtiger Praxispartner ist „Die Ergebnisse liefern uns Faktoren für das Gelingen des Miteinanders“, sagt Prof. Weidtmann, „diese wollen wir an Akteure der Sozial- und Familienberatung in Hamburger Bezirken weitergeben.“

Die Universität Hamburg beforscht in diesem Projekt die Sprachverwendung beim Ankommen, bei der Integration sowie Praktiken und Traditionen der Kommunikation innerhalb von Familien. (Autorinnen: Katharina Jeorgakopulos/Astrid Wonneberger)

Weitere Informationen:  www.haw-hamburg.de/ws-soa/forschung/pomiku-postmigrantische-familienkulturen.html

Kontakt:
Fakultät Wirtschaft und Soziales
Department Soziale Arbeit
PD Dr. Astrid Wonneberger
Projekt Pomiku
Tel. 040.42875-7154
pomiku(@)haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 07.07.14

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