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Informationen für:

Fakultät Wirtschaft und Soziales
Department Soziale Arbeit
Fakultät Wirtschaft und Soziales

Mental High - Mental Health Awareness at Higher Education Institutes


Das Projekt „Mental High“ („Raising awareness for Mental Health among Students and Staff at Higher Education Institutes”), hat zum Ziel, das Thema “psychische Gesundheit“ an den Hochschulen Südostasiens stärker ins Bewusstsein zu rücken, Vorurteile gegenüber psychisch Erkrankten abzubauen und Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen. Hintergrund des Projekts ist, dass etwa die Hälfte aller psychischen Erkrankungen bis zum Alter von 14 oder 15 auftreten und etwa drei Viertel bis Mitte 20 aufgetreten sind (Kessler et al., 2007). Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen bleiben oft unerkannt und werden mitunter erst Jahre später behandelt. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann eine psychische Erkrankung das erfolgreiche Meistern der altersgemäßen Entwicklungsaufgaben erheblich erschweren: zunehmende Unabhängigkeit von der Herkunftsfamilie, erste sexuelle Kontakte und Partnerschaften, Schule und Ausbildung oder den erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben.

Während hier in Deutschland psychische Probleme zunehmend auf Akzeptanz stoßen und viele Ausbildungsinstitutionen und Arbeitgeber Informations- oder Präventionsangebote zum Thema „psychische Gesundheit“ etabliert haben, ist das Thema in anderen Kulturen oft noch weniger präsent. Gerade in Südostasien sind die Erwartungen an junge Menschen bezüglich Leistungsbereitschaft und Disziplin sehr hoch, und junge Menschen an Ausbildungsinstitutionen sind einem erheblichen Leistungsdruck ausgesetzt (UNICEF Viet Nam, 2018). Bei jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren war Suizid 2016 die zweithäufigste Todesursache weltweit (WHO).

In Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen in Südostasien soll das Thema „psychische Gesundheit“ an den Hochschulen enttabuisiert werden und ein gesundheitsförderliches Klima geschaffen werden. Dazu soll ein Train-the-trainer-Konzept entwickelt werden, das sich an Lehrende richtet, die dann an ihrer Hochschule als Multiplikatoren wirken. Eine vorangehende Befragung soll Erfahrungen mit und Einstellungen gegenüber psychisch Erkrankten sichtbar machen und die Gesundheitskompetenz im Umgang mit psychischen Problemen evaluieren. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den südostasiatischen Kooperationspartnern entwickelt werden, unter Einbeziehung anderer relevanter Stakeholder aus Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen. Der Kontakt zu den südostasiatischen Hochschulen soll über das gemeinsame Projekt hinaus für einen verstärkten Austausch von europäischen und südostasiatischen Wissenschaftler*innen und Studierenden genutzt werden.

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. med. Anja Dessauvagie

Verantwortlicher Hochschullehrer
Prof. Dr. Gunter Groen

Förderung
Anreizbudget HAW

Dauer der Anschubförderung
01.01.2020-31.12.2020

Letzte Änderung: 02.03.20

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