Campusleben_HAW_Hamburg_7

Lehrende_HAW_Hamburg_2

Studierende_HAW_Hamburg_12

Informationen für:

Fakultät Wirtschaft und Soziales
Department Soziale Arbeit
Fakultät Wirtschaft und Soziales
Die Lenzsiedlung in Hamburg

Die Lenzsiedlung

Die Lenzsiedlung wurde Ende der 1970er Jahre in Hamburg, Bezirk Eimsbüttel errichtet und gilt als eine der dichtesten Wohnsiedlungen Deutschlands. Sie bietet sich für die Untersuchung an, da sich hier bei einem derzeitigen Migrationsanteil von über 70% wie in einem Brennglas die jüngere Sozial- und Migrationsgeschichte (West-) Deutschlands ablesen lässt. Mit über 30% ist auch der Anteil an Familien an den Haushalten überdurchschnittlich hoch. Aus der zunehmenden kulturellen Ausdifferenzierung ergaben sich v.a. in den 1990er Jahren Konflikte, die die Siedlung zeitweilig zum Problemgebiet machten. Eine gute soziale Infrastruktur vor Ort, u.a. durch den Stadtteilverein, und in den 2000er Jahren auch durch Stadterneuerungsprogramme, sind wesentliche Faktoren dafür, dass größere Eskalationen vermieden werden konnten.

Sowohl aufgrund ihrer klar begrenzten Lage inmitten unterschiedlich strukturierter Stadtteile als auch hinsichtlich ihrer historischen Funktion als „Ankunftsquartier“ und damit veränderlichen Bewohnerschaft sind die Lenzsiedlung und ihr Sozialraum besonders geeignet, die Vielfalt postmigrantischer Kulturen und familialen Lebens zu erforschen. Migration nebst entsprechenden Erfahrungen familiärer Neuausrichtung ist hier mit unterschiedlichsten Bezügen in weit entfernte Länder oder aber innerhalb der Stadt Hamburg zu finden.

Letzte Änderung: 26.10.18

An die Redaktion