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Informationen für:

Fakultät Wirtschaft und Soziales
Department Soziale Arbeit
Fakultät Wirtschaft und Soziales

Gibt es den Sickereffekt? Die Rolle des Neubaus bei der sozialen Wohnraumversorgung in angespannten Wohnungsmärkten


Hintergrund
In den meisten deutschen Großstädten sind die Mieten und Immobilienpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Für viele Haushalte wird es immer schwieriger, die Miete zu zahlen, Eigentum zu erwerben oder überhaupt eine geeignete Wohnung zu finden.

In Hamburg besteht die Antwort darauf vor allem aus Neubauprojekten wie dem Quartier Mitte Altona. Die wohnungspolitische Idee dahinter ist, dass sogenannte „Umzugsketten“ entstehen: Vor allem Haushalte mit mittleren und hohen Einkommen ziehen in den neu geschaffenen Wohnraum. Dadurch werden ihre günstigeren vorherigen Wohnungen frei und können von Haushalten mit niedrigeren Einkommen bezogen werden. Dieser Effekt wird auch „Sickereffekt“ genannt.

 

Das Forschungsprojekt

Die zentrale Frage lautet: „Entlastet der Wohnungsneubau in Hamburg den Wohnungsmarkt?“

Das Projekt ist eine Kooperation der HAW Hamburg (Soziale Arbeit) und der Universität Hamburg (Geographie). Wir möchten am Beispiel des Quartiers Mitte Altona untersuchen, ob es tatsächlich zum Effekt der sozial entlastenden Umzugsketten kommt. Das Projekt soll zur besseren Beurteilung von wohnungspolitischen Ansätzen in Hamburg und darüber hinaus beitragen.

Für das Projekt sind wir auf die Unterstützung der Bewohner*innen und weiterer Beteiligter vor Ort angewiesen.
Eine Haushaltsbefragung aller Bewohner*innen hat bereits begonnen und soll Mitte März 2020 abgeschlossen sein.

Nach einer ersten Datenauswertung planen wir in einem zweiten Schritt mit einigen Bewohner*innen und Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen und tiefergehende Interviews zu führen.
Die Ergebnisse beider Schritte sollen dann im Quartier Mitte Altona vor Ort vorgestellt und diskutiert werden. Anschließend sollen daraus Empfehlungen zur Wohnungspolitik abgeleitet werden.

Wir freuen uns auf Informationen aus erster Hand und möchten uns im Voraus für Ihre Kooperationsbereitschaft bedanken!



Das Forschungsteam

Dr. Anne Vogelpohl (HAW Hamburg)
Dr. habil. Christoph Haferburg (Universität Hamburg)
Dr. Thomas Pohl (Universität Hamburg)

Bitte kontaktieren Sie bei Fragen die Projektleitung: anne.vogelpohl(@)haw-hamburg.de

Informationen zum Forschungsprojekt als PDF

Letzte Änderung: 20.02.20

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