Campusleben_HAW_Hamburg_14

Lehrende_HAW_Hamburg_10

Studierende_HAW_Hamburg_19

Informationen für:

Zentrum für Karriereplanung (ZfK)
Zentrum für Karriereplanung (ZfK)

SKEED Gesellschaft für soziale Innovationen mbH

Gründungsgeschichte

Zukunftsweisende Software für die Soziale Arbeit

Die Idee, speziell für Jugendliche eine Software für Zielereichungsprozesse zu entwickeln entstand bei Daniele und Jan-Ole Diekmann im Jahr 2003. Im beruflichen Alltag verfestigte sich der Gedanke. Mitte 2009 entschieden sich die beiden das Konzept SKEED (Schritte Kompetent Entwickeln Einschätzen und Dokumentieren) zu verfassen, was mit der Diplomarbeit von Jan-Ole Diekmann wissenschaftlich begründet wurde. 

Die beiden nahmen mit SKEED am Hamburger Existenzgründerwettbewerb von Hamburger Existenzgründerprogramm (HEP) und Innotech teil. Die Resonanz war der Gewinn des Sonderpreises „aufgrund der außergewöhnlich gelungenen Kombination einer sozial-/gemeinnützigen Idee mit einer fundierten Geschäftsstrategie" (Innotech und hep April 2009)

Im Anschluss bewarben sie sich für das EXIST-Gründerstipendium an der HAW Hamburg, welches ihnen Ende 2009 als erstes sozialpädagogisches Team überhaupt gewährt wurde. Zwischenzeitlich vergrößerten die beiden das Team mit zwei Programmierern, Christian und Sebastian Meckelmann. Sebastian Meckelmann ist spezialisiert auf 3D Spieleanwendungen und Christian Meckelmann auf Datenbanken und Web 2.0. Mit Unterstützung des Hamburger Pro-Ideenfonds konnte ein innovativer Funktionsprototyp entwickelt werden. Im April dieses Jahres gründeten sie  gemeinsam die  SKEED Gesellschaft für soziale Innovationen mbH,  in Hamburg.

Seit Mai 2011 ist die SKEED youth Software für Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe einsetzbar.

Unternehmen

Zukunftsweisende Software für die Soziale Arbeit

Die SKEED GmbH bietet innovative Softwarepakete für den pädagogischen Betreuungsalltag an. Heraustragend an den Softwareprodukten ist, dass Kinder und Jugendliche in spielerischer Form ihre Hilfeprozesse verfolgen, ausgestalten, kommentieren und bewerten können. Um dies zu erreichen wurde eine 3D Software entwickelt, die motivierende Elemente aus Computerspielen aufgreift. Zur Verwaltung, Analyse und das Berichtswesen wurde eine weitere Software entwickelt.

SKEED Software besteht aus:

Drei Avatare der Software SKEED® (© SKEED Gesellschaft für soziale Innovationen mbH, 2011)

SKEED youth 3D

(für die gemeinsame Arbeit mit Kindern und Jugendlichen)
| mehr... |

Screenshot der Software SKEED® (© SKEED Gesellschaft für soziale Innovationen mbH, 2011)

SKEED youth

(Verwaltung, Analyse, Berichtswesen, Benutzer und Rechtemanagement)
| mehr... |

Die SKEED Methode

Partizipation

Partizipation wird in der Fachdiskussion als wirksames pädagogisches Mittel beschrieben, um Kinder und Jugendliche zunehmend zu aktivieren, ihren Hilfeprozess mitzugestalten.
Studien belegen: die Produktivität, Qualität, Effizienz und Effektivität der Hilfen werden durch Partizipation gesteigert.

Bedürfnisspezifische und zielgruppenadäquate Umsetzung von Partizipation.

Die Arbeit mit SKEED beinhaltet eine Befähigung und Aktivierung von Kindern und Jugendlichen in ihren Hilfeprozessen.
Dabei sind die Orientierung an den Ressourcen statt an Defiziten, die Förderung von Eigenverantwortung und Handlungsfähigkeit, eine aktivere Einbeziehung an den Entscheidungen und Prozessen sowie die Förderung der individuellen Entwicklung Handlungsleitend.
Hierzu gehören die Vermittlung von Aushandlungsfähigkeiten, eine Bestätigung der eigenen Fähigkeiten, die Befähigung zum Kompetenzerwerb und die Persönlichkeitsbildung.

Erfahrung im Alltag

Partizipation muss ein Erfahrungs- und Lernprozess sein, der das Vertrauen in die eigene Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme kontinuierlich erhöht.
Pädagogen haben dabei die  Rolle der Begleitung neuer Wege, bieten Konfrontationsmöglichkeiten (bei unterschiedlichen Einschätzungen s.u.), und ermöglichen korrektive Beziehungserfahrungen.
Kindern und Jugendlichen wird mit Hilfe der ansprechend gestalteten 3D Software ein strukturierter Rahmen geboten, in dem sie aktiv Einfluss nehmen können.
Durch die Arbeit mit SKEED erhalten Kinder und Jugendliche Hilfestellungen beim Bewältigen von Alltagsanforderungen durch Information, Beratung, Rückmeldungen und Bestärkung. Pädagogen begleiten das zunehmend selbstbestimmte Entwickeln von Handlungsschritten und das Erweitern der eigenen Fähigkeiten. Das Erlernen von Alltagstauglichkeit und die Bedeutung der Alltagserfahrungen der Adressat/innen sind dabei  wesentlich.

Ziele setzen

Die SKEED® Methode wurde für jene Arbeitsfelder konzipiert, in denen Zielerreichungsprozesse (und der Kompetenzerwerb) begleitet werden bzw. gefordert sind. Der Kompetenzerwerb beinhaltet eine Verbindung von kognitiven Fähigkeiten und sozialen Fertigkeiten.
Mithilfe eines strukturierten Selbstmanagements kann dabei auch Arbeits- und Verhaltensstörungen begegnet werden.

Aktivierung

Die oftmals geringe Motivation und Akzeptanz der Kinder und Jugendlichen für ihre Hilfen wird durch das methodische ressourcenorientierte Vorgehen zunehmend erhöht. Adressaten verstehen besser, was von ihnen gefordert wird, an welcher Stelle sie sich im Hilfeverlauf befinden, was sie schon erreicht haben, und welche weiteren Schritte noch zu leisten sind, um die Hilfe erfolgreich zu beenden.
Die SKEED Methode sieht eine pädagogische Arbeit mit  Kindern und Jugendlichen am Computer vor, wobei der Kompetenzerwerb gemeinsam geplant, eingeschätzt und dokumentiert wird. Resultierende Verlaufsdokumentationen können für Analysezwecke und pädagogische Diagnostik genutzt  werden.
Schon während der ersten Sitzungen führt die Bestandaufnahme der bereits vorhandenen Kompetenzen zu einer Vielzahl von positiven Rückmeldungen.
Die gezielten und differenzierten Rückmeldungen und Bekräftigungen geben den Kindern und Jugendlichen eine Übersicht über ihre Fähigkeiten. Schwächen und Fortschritte werden gleicherweise verdeutlicht. Dies trägt zu Selbstwirksamkeitserfahrungen bei und stärkt das Selbstvertrauen, wodurch Kompetenzerwartungen entstehen können.

Bewertungen

In der Anwendung werden Erfahrungen mit Bewertungssituationen gesammelt. Positive und negative Bewertungen können zunehmend angemessen verarbeitet werden und desgleichen wird der Umgang mit Misserfolgen geübt. Zu diesem Zweck werden Selbstbewertungen vorgenommen und mit den Bewertungen der Pädagogen in Beziehung gesetzt.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit

Erfahrungsgemäß entsteht bei Kindern und Jugendlichen in den Hilfen zur Erziehung vielfach ein Gefühl, willkürlich festgelegte Ziele der Professionellen erreichen zu müssen, ohne eine Sinnhaftigkeit erkennen zu können.
Für Kinder und Jugendliche ist in Hilfeplangesprächen  häufig nicht ersichtlich, in welchem Zusammenhang die Hilfeplanziele mit den eigenen Wünschen und der eigenen Lebensplanung stehen.
Kinder und Jugendliche benötigen jedoch zunächst Orientierung im Hilfeprozess, um sich aktiv beteiligen zu können.
Für einen nachvollziehbaren und beteiligungsorientierten Hilfeverlauf, wurde das transparente Erhebungs- und Dokumentationssystem in derSKEED® Software entwickelt.
Möglichst genaue, verständliche Formulierungen von Zielen, die an Ressourcen orientiert und nicht abstrakt sind, wurden umgesetzt, um für die Beteiligten Durchschaubarkeit zu schaffen.
Mit dem klaren Aufbau sowie nachvollziehbaren (gemeinsam geplanten und dokumentierten) Prozessschritten werden Möglichkeiten zur Einflussnahme und eine Aktivierung der Kinder und Jugendlichen gestaltet.

Strukturen für den Erwerb von Kompetenzen

Arbeitsstörungen kann durch ein effektives Selbstmanagement entgegengewirkt werden. Die Fähigkeiten der Planung und Struktuierung von Aufgaben müssen zur Behebung von Leistungsstörungen erlernt werden.
Schon bei der Aufnahme von Informationen ist es notwendig, den Fokus auf die wichtigen Inhalte  zu richten und eine Orientierung in der Komplexität der Informationsfülle zu ermöglichen.
SKEED stellt für die benötigten strukturierten Prozessabläufe ein motivierendes Instrument und für  inhaltlich nachvollziehbare Kompetenzformulierungen einen entsprechenden Katalog.
Der Kompetenzkatalog bietet eine systematisch angeordnete Auswahl von Kompetenzen. Bereits die Form, in der die Kompetenzen ausgedrückt werden, beinhaltet eine Wertschätzung der  Kinder und Jugendlichen.

Handlungspläne

Der Erwerb der geforderten Kompetenzen (z.B. soziale Kompetenzen) mit SKEED erfolgt systematisch und umfasst eine aktive Ausgestaltung der Handlungsschritte, welche in die Software eingetragen werden.
Diese Handlungspläne dienen als Grundlage für regelmäßige Einschätzungen des Fortschritts. Dabei sind die Kinder und Jugendlichen schon früh aufgefordert, den Verlauf aktiv und zunehmend selbstständig mitzugestalten. Kommemtare können sowohl vom Pädagogen als auch vom Adressaten geschrieben werden.
Pädagogen haben die Aufgabe, die Ideen und Vorschläge der Jugendlichen wertzuschätzen und zu fördern sowie realistische Rückmeldungen zu geben.
Aus den (gemeinsam am PC) getätigten Einschätzungen und den Kommentaren ergibt sich die Prozessdokumentation. Die getätigten (Verlaufs-) Eintragungen erlauben laufend selbstreflexive Prozesse.

Setting

Durch das Setting (BeteuerIn und AdressatIn  schauen gemeinsam auf den Bildschirm…) werden BetreuerInnen weniger als Gegner oder als kontrollierend erlebt, Misstrauen und Befürchtungen werden weiter relativiert.
Der Verlauf der Sitzungen wiederholt sich in einer Weise, die Sicherheit und eine Gewissheit über den Ablauf gewährt. Jugendliche wissen, was auf sie zukommt und wie die Pädagogen zukünftig mit ihnen umgehen. So  können sukzessiv schwieriger werdende Kompetenzen bearbeitet werden. 

Kompetenzkataloge

Im Kreis von Fachleuten wurden für das Modul Jugendhilfe - Hilfen zur Erziehung -  die Anforderungen zusammengetragen. Die Kompetenzformulierungen sind im Kompetenzkataloge übersichtlich dargestellt.
Soziale Träger können die Kompetenzkataloge nach ihrem eigenen Leitbildern und Arbeitsschwerpunkten adaptieren.

Kompetenzformulierungen

Die Kompetenzformulierungen sind für die Kinder und Jugendlichen ohne erheblichen Erklärungsbedarf verständlich, um nicht einer einseitigen Definitionsmacht der Pädagogen ausgeliefert zu sein. Die Formulierungen sind dabei möglichst genau, an den Ressourcen orientiert und nicht abstrakt, um Transparenz für alle Beteiligten zu schaffen.

Individualziele

Neben den Kompetenzkatalogen wird den Kindern und Jugendlichen in Kürze ein weiterer Bereich zur Verfügung gestellt, in dem sie ihre individuellen Wunschziele und Themen bearbeiten können.
Individuelle Ziele motivieren Jugendliche dazu, über ihre eigenen Anliegen und Probleme zu sprechen, eigene Ziele zu entwickeln und Betreuer können zeigen, dass sie sich an den persönlichen Interessen der Kinder und Jugendlichen orientieren, indem sie Anregungen geben, sich mitzuteilen.
Ein Beispielkatalog von individuellen Zielen anderer Jugendlicher steht zur Verfügung, um den Nutzern weitere Anregungen für mögliche eigene Ziele zu geben.

Referenzen

  • Hamburg
    Innovationssonderpreis 2009 „„aufgrund der außergewöhnlich gelungenen Kombination einer sozial-/gemeinnützigen Idee mit einer fundierten Geschäftsstrategie“[…].
    -hep und Innotech, April 2009-
  • Berlin
    „Die Förderung des Vorhabens durch das EXIST-Gründerstipendium wird empfohlen[…].“
    -Projektträger Jülich, Oktober 2009-
    (SKEED erhielt vom 1.12.2009-30.11.2010 das EXIST Gründerstipendium)

Bildergalerie


Haftungshinweis:
Die Informationen auf dieser Web-Site wurden sorgfältig geprüft und beruhen auf den zur Zeit Ihrer Veröffentlichung aktuellen Daten des jeweiligen Gründerteams. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, dass die Informationen richtig und vollständig sind.

Nach oben

Letzte Änderung: 22.06.15

An die Redaktion

Kontakt

SKEED Gesellschaft für soziale Innovationen mbH

T +49.40.428 75-9228

F +49.40.428 75 9231
Diekmann(@)skeed.eu