Betriebliches Gesundheitsmanagement
Trauer am Arbeitsplatz - Anregungen für Trauernde
Arbeit kann für Trauernde hilfreich sein und ein Stück Normalität, Ablenkung und Sicherheit im Alltag ermöglichen. Für andere Betroffene stellt Arbeit vielleicht eine Überforderung in der augenblicklichen Situation dar. Wägen Sie ab, was Ihnen gut tut, welche Arbeitsbedingungen ggf. geschaffen werden müssen, wann und wie Sie Ihre Arbeit fortsetzen möchten.
Trauer ist ein Prozess, wandelbar, nicht statisch.
- Achten Sie auf Selbstfürsorge.
- Bedenken Sie, dass Trauer keine Krankheit ist, sondern eine normale Reaktion auf einen bedeutsamen Verlust.
- Erlauben Sie sich, dass Sie gerade in einer besonderen Situation sind und vielleicht anders reagieren und handeln als sonst.
- Achten Sie gut auf eigene Stimmungen und Gefühle.
- Überfordern Sie sich nicht.
- Nehmen Sie sich Zeit zu begreifen.
- Ihre Trauer darf im eigenen Tempo stattfinden.
- Vertrauen Sie sich Familienangehörigen, Freund*innen Bekannten, Kolleg*innen an.
- Haben Sie den Mut, Wünsche und Bedürfnisse gegenüber anderen zu äußern.
- Gibt es eine Vertrauensperson, die Ihnen nahesteht und mit der Sie sprechen können?
- Wen möchten Sie wie informieren? Wer kann Sie unterstützen?
- Wenn Sie nicht erzählen möchten oder keine Nachfragen wünschen, drücken Sie dieses gern aus bzw. suchen Sie sich Unterstützende, die dieses für Sie tun.
- Schaffen Sie sich Rückzugsorte bei der Arbeit, z. B. gehen Sie an die frische Luft, schließen Sie die Bürotür, legen Sie kleinere Pausen ein, suchen Sie Ruhe im Raum der Gesundheit.
- Nehmen Sie persönliche Trauerrituale wahr, z. B. stellen Sie ein Bild auf, tragen Sie Symbole der Stärkung bei sich.
- Nehmen Sie bei Interesse interne oder externe Unterstützung in Anspruch (Beratung, Unterstützung, Begleitung).
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Rainer Maria Rilke