Betriebliches Gesundheitsmanagement

Trauer am Arbeitsplat - Mögliche Handlungsschritte

Nach dem Versterben eines Teammitglieds

Jeder Todesfall, der in der Hochschule bekannt wird, ist einzigartig und bedarf eines individuellen Umgangs mit den Betroffenen. Es gibt keinen allgemein gültigen Ablaufplan und nicht „die“ Checkliste, nach der es zu handeln gilt. Aber es gibt Haltungen, Aufgaben und Kommunikationswege, die einen empathischen und wertschätzenden Umgang mit Betroffenen fördern und für Mitarbeitende eine Hilfestellung bieten.

Bei allen nachfolgend angeführten Schritten kann das Betriebliche Gesundheitsmanagement und/oder das Familienbüro für Unterstützung angefragt werden (Beratung, Unterstützung, Begleitung).

Wichtig ist, dass alle beteiligten Personen ihre eigene Betroffenheit ernst nehmen und die entsprechende Selbstfürsorge beachten.

Wer sollte als Erstes informiert werden?

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Was ist zu bedenken, wenn eine Person vor Ort verstirbt?

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Wie kann ich als Führungskraft die direkten Kolleg*innen einbeziehen?

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Wer sollte insgesamt einbezogen werden?

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Wie erfolgt der Kontakt zur Familie?

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Was ist in der folgenden Zeit zu bedenken?

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Sollte eine Traueranzeige geschaltet werden?

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Lange saßen sie da und hatten es schwer. Aber sie hatten es gemeinsam schwer und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.

Astrid Lindgren in „Ronja Räubertochter“

Falls ein Teammitglied lebensbedrohlich erkrankt ist

Sollte bei der Leitung oder im Kollegium die Sorge entstehen, dass ein Teammitglied lebensbedrohlich erkrankt ist, kann vorsichtig Kontakt gesucht werden. Wichtig ist es, hierbei Spekulationen zu vermeiden und der erkrankten Person den Raum dafür zu öffnen das mitzuteilen, was sie möchte. 

In Rücksprache mit der erkrankten Person kann die Situation im Arbeitsbereich bekannt gemacht werden. Dabei ist mit den persönlichen Betroffenheiten behutsam umzugehen und auf die notwendigen organisatorischen Folgen und Maßnahmen einzugehen.

Sollte die erkrankte Person nach einer längeren Abwesenheit an den Arbeitsplatz zurückkehren, stimmt die*der Vorgesetzte diesen Prozess mit ihr ab und begleitet das Ankommen. Die Rückkehr wird im Team rechtzeitig angekündigt. Der erkrankten Person wird seitens des Personalservice ein BEM-Verfahren angeboten.