Die RVI 2025 brachte rund 100 Teilnehmende aus Forschung, Lehre und Praxis an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg zusammen. Die von der Gesellschaft für Informatik e.V. ausgeschriebene Tagung fand auf Initiative von Prof. Dr. Björn Gehlsen und Prof. Dr. André Schnackenburg von der Fakultät Management, Governance und Medien statt. Damit kam die renommierte Fachtagung erstmals an die HAW Hamburg – mit vielen inhaltlichen Parallelen zum 2023 gestarteten Studiengang E-Government. Fragen zu digitaler Verwaltung, Datenmanagement und rechtlichen Rahmenbedingungen stehen dort ebenso im Mittelpunkt wie auf der RVI. So bot sich auch für die Studierenden eine hervorragende Gelegenheit, Einblicke in aktuelle Forschungs- und Praxisfragen der Verwaltungsdigitalisierung zu gewinnen.
Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Ute Lohrentz, Präsidentin der HAW Hamburg, folgten Keynotes von Christian Pfromm (CDO der Freien und Hansestadt Hamburg), Dr. Johann Bizer (Vorstand Dataport AöR) und am Tag zwei von Frank Becker (Datenschutzbeauftragter im ITD).
In drei Themen-Tracks drehten sich die Fachvorträge der Tagung um die Struktur und Nutzung öffentlicher Daten im Netz, um die Wechselwirkungen digitaler Verfahren zwischen unterschiedlichen staatlichen Ebenen und um das Zusammenspiel von Recht und Informatik bei der Digitalisierung.
Dabei wurden zahlreiche Ideen vorgestellt, wie die stark belasteten kommunalen Verwaltungen mit Hilfe zentraler Konzepte, wie beispielsweise der BundID, in der Praxis maßgeblich entlastet werden können.
Die Abschlussdiskussion fokussierte vor dem Hintergrund des in diesem Jahr verstorbenen Pioniers des deutschen E-Governments, Heinrich Reinermann, noch einmal auf die wechselvolle Geschichte der Verwaltungsinformatik mit ihren frühen Erfolgen, aber auch lange vernachlässigten Themen, die jüngst wieder zur Maxime der Politik geworden sind.
Den ersten Konferenztag ließen die Teilnehmenden bei der Abendveranstaltung auf dem historischen Segelschiff Rickmer Rickmers ausklingen. In maritimer Atmosphäre mit Blick auf die Elbe bot sich Gelegenheit für informelle Gespräche und Networking zwischen Wissenschaft, Praxis und Studierenden – ein gelungener Abschluss des ersten Tagungstags.
