Wer bekommt Recht, wer nicht?
Gleichheitsversprechen und soziale Realität
Zeit:
Donnerstag, 23. April 2026
Ort:
Besenbinderhof
Besenbinderhof 57a
20097 Hamburg
Wenn Beschäftigten gekündigt wird, könnte oft eine Klage Erfolg haben. Aber lohnen sich die Kosten, wenn viele Verfahren sowieso mit einem Vergleich enden? Mit Abfindung, aber ohne Erhalt des Arbeitsplatzes. Ähnlich im Fall etwa von drastischen Mieterhöhungen. Wer kein Einkommen hat, vielleicht auch gar nicht seine Rechte kennt, schreckt leicht davor zurück, sich zur Wehr zu setzen. Gelegentlich machen sich das selbst Behörden zunutze, wenn sie rechtlich strittige Bescheide erlassen, aber darauf setzen, dass die Betroffenen nicht dagegen vorgehen. Mangelnder Respekt der Exekutive vor Justitia hat sogar schon dazu geführt, dass Menschen trotz anhängiger Verfassungsbeschwerde abgeschoben werden.
Die Inschrift am Gebäude des Hamburger Oberlandesgerichts, wonach das Recht die Kunst des Guten und Gerechten ist, werden diese Menschen eher als Hohn empfinden. Nicht nur ein Problem für Betroffene. Denn wenn der Rechtsstaat sein Schutzversprechen nicht allen zu Teil werden lässt, die darauf angewiesen sind, leidet auch empfindlich die Wertschätzung für die Demokratie.
Die Reihe der Konferenzen zur sozialen Spaltung beleuchtet daher 2026 die Kluft zwischen rechtsstaatlichen Ansprüchen und der juristischen Wirklichkeit. Im Zivilrecht wie im Strafrecht. Spielt es etwa tatsächlich eine Rolle, wer vor Gericht erscheint, ob jemand auf sich selbst gestellt ist oder Hilfe bekommt? Und wenn ja, von wem überhaupt? Was muss ein Rechtsstaat leisten, um hier Chancengerechtigkeit herzustellen?
Arbeitsgemeinschaft Soziales Hamburg
- Evangelische Akademie der Nordkirche
- HafenCity Universität Hamburg (HCU), Studiengang Stadtplanung
- Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, Fakultät für Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik
- Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Nordkirche
- Johann Daniel Lawaetz-Stiftung
- Universität Hamburg, Fachbereich Sozialökonomie
Weitere Informationen:
www.hamburg-stadtfueralle.de
Flyer zur 14. Konferenz zur Sozialen Spaltung (PDF)
Kostenbeitrag inkl. Imbiss und Getränke:
20 Euro, kostenfrei für Studierende (bitte bei Anmeldung vermerken).
Der Beitrag wird mit der Anmeldebestätigung fällig.
Verbindliche Anmeldung bitte unter Angabe einer Rechnungsadresse und eines bevorzugten Workshops (s. Flyer) bzw. einer Ersatzwahl bis zum 09.04.2026 per Mail an
hamburg (at) akademie.nordkirche (dot) de
