Allein durch Wärme- und Stromverbrauch entstanden an unseren Campusstandorten Emissionen von 3.525 Tonnen CO2-Äquivalenten. Welche konkreten Maßnahmen sieht das Klimaschutzkonzept vor, um diese Emissionen zu reduzieren?
Dr. Johanna Imiela: Die Treibhausgasbilanz liefert eine belastbare Datengrundlage, um die größten Emissionsquellen an der HAW Hamburg zu identifizieren. Gemeinsam mit den Ergebnissen aus verschiedenen Beteiligungsformaten wie die Onlineumfrage oder das Reallabor am Tag der Nachhaltigkeit wurden im Klimaschutzkonzept Maßnahmen entwickelt, um diese Emissionen zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise die Überprüfung von Lüftungs- und Klimaanlagen, die Prüfung von Photovoltaik-Potenzialen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Heizenergieeffizienz. Gleichzeitig verdeutlicht das Klimaschutzkonzept, dass Klimaschutz nicht eng auf den Hochschulbetrieb begrenzt werden sollte. Auch Themen wie Mobilität, Beschaffung, Veranstaltungen, Verpflegung sowie Lehre, Forschung und Transfer spielen dabei eine wichtige Rolle.
Mit dem Zukunftsentscheid wurde die Klimaneutralität für die Stadt Hamburg auf das Jahr 2040 vorgezogen – gibt es ähnliche Klimaziele in unserem Konzept?
Masemann: Ja, mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen der HAW Hamburg gegenüber 2025 um bis zu 10 Prozent zu reduzieren. Das Klimaschutzkonzept fokussiert hierauf und beschreibt Maßnahmen, mit denen wir diese Zielerreichung unterstützen wollen. Gleichzeitig hängt die Entwicklung unserer Emissionen auch von äußeren Rahmenbedingungen ab, die wir nicht immer beeinflussen können. Chancen ergeben sich beispielsweise durch weitere Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung sowie Bestrebungen zum Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Dächern. Von diesen Entwicklungen kann auch die HAW Hamburg profitieren.