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Klimaschutzkonzept der HAW Hamburg

Klimaschutz gezielt voranbringen

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Hochschulen kommt dabei eine besondere Verantwortung zu: Sie leisten durch Lehre, Forschung und Transfer wichtige Impulse zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. Darüber hinaus sind sie gefordert, Nachhaltigkeit im eigenen Handeln und in der eigenen Hochschule zu verankern und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Vizepräsidentin für Studium und Lehre und Ansprechpartnerin im Präsidium für das Thema Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Frederike Masemann, sowie der Referentin für Nachhaltigkeit, Dr. Johanna Imiela© HAW Hamburg / Jonas Fischer

Wir haben mit der Vizepräsidentin für Studium und Lehre und Ansprechpartnerin im Präsidium für das Thema Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Frederike Masemann, sowie der Referentin für Nachhaltigkeit, Dr. Johanna Imiela, gesprochen

Mit unserer 2025 verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie haben wir hierfür einen gemeinsamen Rahmen mit konkreten Zielen, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten geschaffen. Das in 2026 verabschiedete Klimaschutzkonzept baut darauf auf und konkretisiert, wie Klimaschutz an der HAW Hamburg umgesetzt werden soll. Wir haben mit der Vizepräsidentin für Studium und Lehre und Ansprechpartnerin im Präsidium für das Thema Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Frederike Masemann, sowie der Referentin für Nachhaltigkeit, Dr. Johanna Imiela, gesprochen. Beide erläutern, was Klimaschutz für die HAW Hamburg konkret bedeutet und was wir als Hochschulgemeinschaft erreichen können.

Das Thema Nachhaltigkeit ist bereits strategisch und strukturell fest an der HAW Hamburg verankert, unter anderem mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wie fügt sich hier das Klimaschutzkonzept ein?
Prof. Dr. Frederike Masemann: Die Nachhaltigkeitsstrategie bildet den übergeordneten Rahmen für unsere nachhaltige Hochschulentwicklung. Das Klimaschutzkonzept knüpft daran an und konkretisiert insbesondere im Handlungsfeld Hochschulbetrieb, wie wir unserer Verantwortung im Klimaschutz nachkommen wollen. Es zeigt, wo wir aktuell stehen, welche Bereiche im Hinblick auf die Reduktion von Emissionen besonders relevant sind und welche Maßnahmen wir in den kommenden Jahren umsetzen möchten, um Klimaschutz an der HAW Hamburg weiter zu stärken.

[Das Klimaschutzkonzept] zeigt, wo wir aktuell stehen, welche Bereiche im Hinblick auf die Reduktion von Emissionen besonders relevant sind und welche Maßnahmen wir in den kommenden Jahren umsetzen möchten, um Klimaschutz an der HAW Hamburg weiter zu stärken.

Prof. Dr. Frederike Masemann, Vizepräsidentin für Studium und Lehre

Allein durch Wärme- und Stromverbrauch entstanden an unseren Campusstandorten Emissionen von 3.525 Tonnen CO2-Äquivalenten. Welche konkreten Maßnahmen sieht das Klimaschutzkonzept vor, um diese Emissionen zu reduzieren?
Dr. Johanna Imiela: Die Treibhausgasbilanz liefert eine belastbare Datengrundlage, um die größten Emissionsquellen an der HAW Hamburg zu identifizieren. Gemeinsam mit den Ergebnissen aus verschiedenen Beteiligungsformaten wie die Onlineumfrage oder das Reallabor am Tag der Nachhaltigkeit wurden im Klimaschutzkonzept Maßnahmen entwickelt, um diese Emissionen zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise die Überprüfung von Lüftungs- und Klimaanlagen, die Prüfung von Photovoltaik-Potenzialen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Heizenergieeffizienz. Gleichzeitig verdeutlicht das Klimaschutzkonzept, dass Klimaschutz nicht eng auf den Hochschulbetrieb begrenzt werden sollte. Auch Themen wie Mobilität, Beschaffung, Veranstaltungen, Verpflegung sowie Lehre, Forschung und Transfer spielen dabei eine wichtige Rolle.

Mit dem Zukunftsentscheid wurde die Klimaneutralität für die Stadt Hamburg auf das Jahr 2040 vorgezogen – gibt es ähnliche Klimaziele in unserem Konzept?
Masemann: Ja, mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen der HAW Hamburg gegenüber 2025 um bis zu 10 Prozent zu reduzieren. Das Klimaschutzkonzept fokussiert hierauf und beschreibt Maßnahmen, mit denen wir diese Zielerreichung unterstützen wollen. Gleichzeitig hängt die Entwicklung unserer Emissionen auch von äußeren Rahmenbedingungen ab, die wir nicht immer beeinflussen können. Chancen ergeben sich beispielsweise durch weitere Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung sowie Bestrebungen zum Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Dächern. Von diesen Entwicklungen kann auch die HAW Hamburg profitieren.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz leben immer vom Mitmachen. Deshalb kommt allen Hochschulangehörigen eine wichtige Rolle zu. Studierende und Mitarbeitende können Klimaschutz im Hochschulalltag unterstützen, sich an bestehenden Aktivitäten beteiligen und eigene Ideen einbringen.

Dr. Johanna Imiela, Referentin für Nachhaltigkeit

Was kann ich als Studierende*r oder Mitarbeitende*r aktiv zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts beitragen?
Imiela: Nachhaltigkeit und Klimaschutz leben immer vom Mitmachen. Deshalb kommt allen Hochschulangehörigen eine wichtige Rolle zu. Studierende und Mitarbeitende können Klimaschutz im Hochschulalltag unterstützen, sich an bestehenden Aktivitäten beteiligen und eigene Ideen einbringen. Um nur einige simple Maßnahmen anzureißen: Papierverbrauch reduzieren, elektronische Geräte bei Nichtverwendung ausschalten, Mehrwegartikel verwenden, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zur Hochschule kommen. 

Weitere Informationen und Termine zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie auf der Webseite der HAW Hamburg.

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