Master an der Akademie für Erneuerbare Energie eröffnet vielfältige Berufsperspektiven – zwei Porträts

Zwei Master-Absolventen haben ihr Studium an der Akademie für Erneuerbare Energien in Lüchow-Dannenberg erfolgreich abgeschlossen. In Porträts werden ihre beiden sehr unterschiedlichen Studienwege an die Akademie für Erneuerbare Energien in Lüchow-Dannenberg beschrieben, die in Kooperation mit der HAW Hamburg seit 2009 den nachgefragten Masterstudiengang „Erneuerbare Energien“ anbietet.

Zurück auf den elterlichen Hof
Eigentlich plante Mareike Lührs ihren Berufseinstieg bei einer renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Hamburg. Die Finanzkrise im Jahr 2008 lenkte sie jedoch auf einen anderen Weg. Dieser führte die Diplom-Kauffrau in den Bereich der erneuerbaren Energien – und zurück auf den elterlichen Hof.

Die Entscheidung, die Business-Kleidung gegen Gummistiefel zu tauschen, reifte bei Mareike Lührs nicht über Nacht. Die 32-Jährige stammt aus Schneverdingen, einer Stadt rund 50 Kilometer südlich von Hamburg. Hier führt ihr Vater einen landwirtschaftlichen Betrieb mitsamt einer 500-Kilowatt-Biogasanlage. „Bedingt durch unsere familiäre Situation ist es so, dass nur ich den Betrieb hätte fortführen können“, erklärt Lührs. „So stand für mich immer die Frage im Hintergrund: Wie geht es weiter mit dem elterlichen Betrieb?“

Beruflich ihren eigenen Weg zu gehen, war für Lührs jedoch zunächst wichtiger als in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten. Nach ihrem Diplom-Studium der Betriebswirtschaftslehre arbeitete sie als Unternehmensberaterin in einer Firma, die mittelständische Baustofffachhändler in ganz Deutschland berät. Lührs Arbeitsplatz lag nur wenige Kilometer vom Betrieb ihrer Eltern entfernt. „Ich war immer in das aktuelle Geschehen am Hof integriert“, berichtet Lührs. „Dadurch wuchs der Gedanke in mir, den Betrieb eines Tages doch einmal fortzuführen.“ Im Rahmen einer Internetrecherche entdeckte Lührs den Masterstudiengang an der Akademie für erneuerbare Energien. „Ich war sofort begeistert“, sagt Lührs. „Auf dieses Studium hatte ich Lust und die Inhalte passten prima zum eigenen Betrieb.“

Die Entscheidung war getroffen. Innerhalb weniger Monate begann Mareike Lührs ihr Masterstudium „Erneuerbare Energien“. „Mich hat die Vorstellung gereizt, etwas komplett Neues zu lernen“, sagt Lührs. „Allerdings hatte ich zu Anfang Respekt davor, das Studium als Nicht-Ingenieurin zu beginnen. Doch das Lernen hat sich gelohnt.“ Lührs schätzt an dem Studiengang, dass die Inhalte breit gefächert sind und dass die Studierenden sich im Rahmen von Projekten selbst spezialisieren können. Genau diese Chance nutzte sie bei der Themenauswahl für ihre Masterthesis. Hierfür untersuchte sie zusammen mit ihrem Studienkollegen, wie wirtschaftlich Biogasanlagen beim sofortigen Entfall der Einspeisevergütung arbeiten könnten. Mit der Masterthesis hat Lührs auch ihr Masterstudium erfolgreich abgeschlossen. Heute arbeitet sie im elterlichen Betrieb.

Netzwerker in der Clusteragentur für Erneuerbare Energien
Der Zufall führte den Betriebswirt Jan Luca Plewa in den Bereich der erneuerbaren Energien. Fasziniert von dieser Branche, suchte er nach einer Möglichkeit sein Wissen zu vertiefen. Der Masterstudiengang Erneuerbare Energien an der Akademie für erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg erschien ihm als gute Gelegenheit dazu.

Botschafter, Informant und Netzwerker: Jan Luca Plewa erfüllt viele Positionen in einem Job – und das auf internationalem Terrain. Wöchentlich wenden sich Botschaften, Ministerien und Wirtschaftsdelegationen aus der ganzen Welt an den Branchennetzwerker, um sich über das Thema erneuerbare Energien zu informieren. Seit vier Jahren arbeitet der 31-Jährige als Projektleiter International und Prokurist bei der renommierten Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH. In seinem Job knüpft und unterhält er Netzwerke zwischen den über 180 Mitgliedsunternehmen und Instituten der Clusteragentur, damit sie gemeinsam neue, internationale Märkte erschließen können.

Nach seinem Bachelor-Abschluss der Betriebswirtschaftslehre trat Plewa eine Stelle als Produktionsmaschinenhändler im internationalen Güterhandel an. Hier kam er zum ersten Mal mit dem Thema erneuerbare Energien in Berührung. „Von diesem Zeitpunkt an ließ mich das Interesse für erneuerbare Energien nicht mehr los“, berichtet Plewa. Daher war für Plewa der nächste logische Schritt, sich in diesem Bereich fortzubilden. Als Bachelor-Betriebswirt suchte Plewa ein nicht-konsekutives – also kein aufeinander aufbauendes – Masterstudium mit technischem Inhalt, das er zudem noch neben dem Beruf absolvieren konnte. Seine Wahl fiel auf den Masterstudiengang „Erneuerbare Energien“ an der Akademie für erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg. „Besonders wichtig war für mich, dass dieser Studiengang die Gelegenheit bot, in einer kleinen Gemeinschaft von engagierten Menschen mit denselben Interessen zu studieren und dabei ein gutes Netzwerk aufzubauen.“

Das Masterstudium hat mir ein neues und in Zukunft sehr weites Tätigkeitsfeld eröffnet“, resümiert Plewa sein Studium dort. „Als Branchennetzwerker mit internationalen Investorenkontakten profitiere ich von den Studieninhalten jeden Tag.“ Besonders die Querschnittsthemen erweisen sich in der Berufspraxis als wertvoll: die Kenntnisse über den Energiehandel und die Netzstrukturen, über mögliche Speichersysteme und regulatorische Rahmenbedingungen sowie zum Projektmanagement. „Ich glaube, dass insbesondere die Integration erneuerbarer Energien in das bestehende Energieversorgungssystem die größten Herausforderungen birgt“, erläutert Plewa. „Dafür liefert das Studium an der Akademie für erneuerbare Energien genau das richtige Handwerkzeug.“
(Autorin: Julia Brandt/der Artikel wurde gekürzt)

Der nächste Jahrgang des Masterstudiengangs Erneuerbare Energien (M.Sc.) startet im Oktober 2015. Studieninteressierte können sich noch bis zum 15. August 2015 einschreiben.

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