X-Energy hat konkrete Lösungen für ein klimaneutrales Energiesystem hervorgebracht, einige sind bereits im praktischen Einsatz oder stehen kurz davor. So verbesserten die Teams unter anderem den Fledermausschutz an Windenergieanlagen und entwickelten Maßnahmen, um deren Schallemissionen zu senken. Virtuelle Windparks machten Anlagen begeh- und hörbar und erleichtern jetzt Planung, Schulung und Akzeptanzarbeit. Zudem optimierten die Forschenden Zwei-Blatt-Rotoren und Multirotor-Systeme und etablierten gemeinsam mit der University of Strathclyde eine internationale Jahreskonferenz für Multirotorforschung. Und: Die Wissenschaftler*innen widmeten sich Technologien, die voraussichtlich erst in 10 bis 15 Jahren in großem Stil benötigt werden. Beispiele hierfür sind Systeme zum Abscheiden von CO2 aus der Luft oder biologische Prozesse, die mit Hilfe von Mikroorganismen CO2 und Strom zu Methan umwandeln.
X‑Energy stärkte auch Forschung, Nachwuchs und Transfer an der HAW Hamburg. Fast 130 Abschlussarbeiten, 18 begonnene Promotionsvorhaben, rund 40 wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie etwa 160 Vorträge und Posterbeiträge zeigen, welchen Umfang die Forschungsarbeit erreicht hat. Zwei Ausgründungen wurden durch X‑Energy ermöglicht: eine zur intelligenten Steuerung von Wärme- und Stromerzeugern sowie eine im Bereich der Wartungsstrategien von Windenergieanlagen. Darüber hinaus trug das Projekt wesentlich dazu bei, dass die HAW Hamburg das Promotionsrecht im Bereich „Sustainable Technologies and Systems (STS)“ erhielt.
Am 18. Februar 2026 würdigten Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf der Abschlusskonferenz die Ergebnisse von X‑Energy. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) Katharina Fegebank betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung praxisnaher Forschung für eine schnelle Energiewende. Dr. Michael Weber vom BMFTR erläuterte die Zielsetzung der Förderlinie FH‑Impuls, über die X‑Energy finanziert wurde. In einer Podiumsdiskussion mit Gästen aus Industrie und Wissenschaft ging es um Erfahrungen aus der kooperativen Forschung und deren Nutzen für Hochschulen, Unternehmen und Gesellschaft. Die beteiligten Forschungsgruppen präsentierten anschließend ihre Ergebnisse aus den Teilprojekten. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich unter: https://www.haw-hamburg.de/detail/news/news/show/x-energy-abschlusskonferenz-forschung-fuer-die-energiewende/.
Senatorin Katharina Fegebank, Präses der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für die Energiewende in unserer Stadt unverzichtbar. Sie beschleunigt Innovationsprozesse und trägt zum wichtigen Wissens- und Technologietransfer bei. Die Kombination von wissenschaftlicher Expertise und wirtschaftlicher Praxis bei X-Energy wirkt: Mehrere Ausgründungen haben sich am Markt etabliert, die Entwicklung von Multirotoranlagen wurde vorangebracht und eine der bundesweit ersten Anlagen zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Ich danke allen Beteiligten, dass sie über den Tellerrand hinausschauen und mit ihrem Einsatz und ihrer Expertise Hamburg bereit für die Zukunft machen.“
Prof. Dr.-Ing. Peter Wulf, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der HAW Hamburg: „X‑Energy zählt zu den größten Verbundprojekten an der HAW Hamburg. Nicht zuletzt haben die herausragenden Forschungsleistungen von X‑Energy mit ermöglicht, dass die HAW Hamburg das Promotionsrecht erhalten hat. Weitere Großvorhaben des CC4E wie das Norddeutsche Reallabor zeigen, wie stark die durch X‑Energy geschaffenen Strukturen und Kompetenzen bereits in neue Projekte hineinwirken. Wir wünschen uns daher weiterhin gezielte Förderprogramme für Fachhochschulen und HAWs. Gerade bei der Energiewende ist die angewandte Forschung unverzichtbar, um konkrete Lösungen für Gesellschaft und Wirtschaft voranzubringen.“
Prof. Dr.-Ing. Hans Schäfers, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg: „Fast 130 Abschlussarbeiten, 18 begonnene Promotionsvorhaben, rund 40 wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie insgesamt ca. 160 Vorträge und Posterpräsentationen belegen die wissenschaftlichen Aktivitäten, die aus X-Energy erwachsen sind. Zudem konnte wichtige Forschungsinfrastruktur angeschafft und die Forschungsfähigkeit unserer Hochschule substanziell gestärkt werden. Ich möchte mich daher von Herzen beim BMFTR sowie bei den Unternehmenspartnern für ihre Unterstützung bedanken.“
Mike Blicker, Koordinator und Partnerschaftssprecher von X-Energy am CC4E: „Wir konnten am CC4E dank der Projekte in X-Energy neue Professor*innen und Kolleg*innen begrüßen, haben aber auch Kontakte zu Industriepartnern geknüpft oder ausgebaut. Wir haben die Energieforschung am CC4E deutlich ausgebaut und strukturell verankert. Es konnten bereits viele Lösungen für die Energiewende entwickelt werden und wir sind gut aufgestellt, um auch weiter unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten.“
