Sie waren 13 Jahre im Personalrat und seit 2014 PR-Vorsitzender – damit haben Sie das Miteinander an der HAW Hamburg geprägt und die Hochschule Sie sicherlich auch…
Ja, insgesamt bin ich schon 20 Jahre an der HAW Hamburg und habe hier sogar studiert - ich identifiziere mich sehr mit dieser Hochschule. Als Vorsitzender des Personalrats habe ich seit 2014 fünf Präsident*innen sowie viele Höhen und Tiefen der HAW Hamburg erlebt. Besonders einschneidend oder anders gesagt, sehr prägend, sind die Jahre der angespannten Finanzlage und der Corona-Pandemie gewesen und sind es immer noch – die haben das Miteinander an der HAW Hamburg nachhaltig verändert.
In den Höhen ist das Zusammenarbeiten meist entspannt – wobei das Spannungsfeld des Co-Managements, also welche Entscheidungen der Leitung tragen wir als PR mit, auch wenn sie nicht unserer Ansicht entsprechen, immer vorhanden ist. Aber in den „Tiefen“ ist es wichtig, sich auf eine gemeinsame Basis verlassen zu können. Und das ist bei mir Vertrauen: Wir müssen uns gegenseitig vertrauen können und lösungsorientiert arbeiten, nur dann bewegen wir gemeinsam etwas – Vertrauen ist ein hohes Gut und muss immer wieder erarbeitet werden.
Diese Maxime ist sicher nicht immer leicht, aufrecht zu halten.
Natürlich gab es intensive Diskussionen und strittige Themen. Aber nur ein Beispiel: Mit unserem ehemaligen Kanzler, Wolfgang Flieger, hatte ich wirklich fordernde Gespräche. Aber gleich wie die Diskussion gelaufen ist, wir haben uns am Ende die Hand gegeben und immer wieder den Weg auf die Sachebene gefunden. Als PR-Vorsitzender war es mir wichtig, stets Kooperationsbereitschaft zu signalisieren und gleichzeitig deutlich zu machen, dass wir als Personalrat klare „rote Linien“ haben, die wir nicht überschreiten werden.
