„Wir möchten Veränderungen anstoßen – im Mindset sowie in unserer angewandten Lehre und Forschung, um nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen zu entwickeln“, sagt Prof. Frederike Masemann. Sie ist Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der HAW Hamburg sowie Ansprechpartnerin des Präsidiums für das Querschnittsthema Nachhaltigkeit. Für sie ist das Zukunftsforum Nachhaltigkeit, das am 29. April von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr an unserer Hochschule stattfindet, eine gute Gelegenheit zum ins Gespräch kommen. „Gerade die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema – aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – sind wertvoll und können wichtige Impulse liefern“, so Masemann.
Wie kann Nachhaltigkeit gesellschaftlich verbinden?
„Auf der Veranstaltung möchten wir herausfinden, wie Nachhaltigkeit gesellschaftlich verbinden kann, anstatt zu spalten“, erklärt Thomas Flower die Leitidee der Veranstaltung. „Vormittags geht es ums große Ganze: Wie kommen wir von einer Idee – beispielsweise der Klimaneutralität – in die Umsetzung? Mittags wechseln wir die Perspektive. Hier gehen wir vom Individuum aus: Welche Kompetenzen, beispielsweise psychische Voraussetzungen, braucht der Einzelne, um ins Handeln zu kommen?“
Referent*innen geben spannende Einblicke
Katharina Fegebank, Hamburgs zweiter Bürgermeisterin und Umweltsenatorin wird ein Grußwort halten.
Lou Töllner berichtet von der Organisation des Bürgerentscheids. Sie studiert aktuell Jura an der Universität Hamburg und ist Sprecherin des Zukunftsentscheids. Sie wird in ihrer Keynote erzählen, wie sie es geschafft hat, viele Unterstützer *innen zu mobilisieren.
Auch, wenn der Entscheid erfolgreich war – der „Gegenwind“, der dem Projekt entgegenschlug, war groß. Wie kommt es, dass sich Befürworter und Gegner einer Transformation oft aggressiv gegenüberstehen? Dr. Fritz Reusswig wird in seinem wissenschaftlichen Impuls auf Gründe für solche sogenannten „politischen Backlashs“ eingehen, mögliche Gegenstrategien aufzeigen und erläutern, an welchen Stellen wir besser genauer hinsehen sollten.
Ein Blick nach Kopenhagen zeigt: Andere Städte sind schon weiter als wir in Sachen Klimaneutralität. Kopenhagen hat es geschafft, in den vergangenen Jahren seine CO2-Emissionen um 80 Prozent zu verringern. „Kopenhagen gilt als Vorbild im urbanem Klimaschutz und auch in der Anpassung an Klimafolgen“, sagt Prof. Simon Güntner, Mitorganisator des Zukunftsforums. Er freut sich daher besonders über einen Impuls von Lykke Leonardsen, die dort das städtische Programm für resiliente und nachhaltige Lösungen leitet und Kopenhagen auch international im C40-Netzwerk für städtische Klimapolitik vertritt.
Am Nachmittag laden Prof. Marcel Hunecke zum Nachdenken und Diskutieren über die Psychologie der Nachhaltigkeit ein, Prof. Petra Naujoks spricht zur Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen. Nicht zu kurz kommen wird auch die konkrete Praxis an unserer Hochschule: Unter anderem wird es einen Einblick in die Arbeitsstelle Migration geben sowie in ein Projekt zur inklusiven Bildung – jeweils unter dem Gesichtspunkt der Transformation unserer Hochschule auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.
Herzliche Einladung
Wer Lust auf diese und viele anderen Themen hat, ist herzlich eingeladen, am Zukunftsforum Nachhaltigkeit teilzunehmen. Es findet am 29. April 2026 von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Aula Berliner Tor 21 statt. Anmeldungen sind ab jetzt über diesen LINK möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze sind begrenzt. Anmeldeschluss ist am 24. April.
Hier finden Sie das vollständige Programm sowie weitere Informationen zu den Speaker*innen.
