„Eine AR‑Brille ist im Grunde ein kleiner Computer, der vielleicht ein wenig wie eine Skibrille aussieht“, erklärt Dennis Wohlers, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Business Innovation Lab, einem Teil des Competence Center Smart Systems in Society. AR steht für „Augmented Reality“ – also erweiterte Realität. Das heißt, in die echte Umgebung werden digitale Informationen eingeblendet.
„Wenn man eine Maschine durch unsere AR‑Brille anschaut, sieht man nicht nur die Maschine selbst, sondern zusätzlich Hinweise wie Pfeile oder kurze Texte. Diese zeigen ganz genau, welcher Arbeitsschritt als nächstes ansteht“, erklärt Svetlana Golovanev, die genau wie Wohlers als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt arbeitet. Lernende werden durch die digitalen Lerninhalte Schritt für Schritt angeleitet, eine echte Maschine zu bedienen. So können sie selbständig und in ihrem eigenen Tempo lernen.
Zeitersparnis für Ausbilder*innen
Anstatt alles schriftlich erklären zu müssen oder live vormachen zu müssen, können Ausbilder*innen in Betrieben durch die easyARguide-App dank eines einfachen Baukastensystems direkt an der Maschine Arbeitsschritte aufnehmen und mit Text, Sprache, Bildern, Videos oder Hologrammen ergänzen. Ganz ohne Programmierkenntnisse. Komplexe Prozesse werden auf diese Weise anschaulich aufbereitet und sind via Brille jederzeit abrufbar. Der Sanitärbaubetrieb ElbHandWerk aus dem Hamburger Umland hat mit der Brille gearbeitet und regelmäßig Feedback bereitgestellt, um die Brille auf die Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen.

