Woher stammen die Ideen für Eure Abschlussarbeiten?
Tabea:
Die Idee für meine Abschlussarbeit hat sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Prägend waren die Kurse bei Prof. Gabriele Basch. Dort habe ich intensiv mit gestischen Farbaufträgen gearbeitet. Ausgangspunkt war häufig eine spontane, körperliche Bewegung, die sich direkt ins Material einschreibt. Diese Gestik wird anschließend bewusst gestört oder überarbeitet, sodass eine Transformation entsteht. Bei einigen meiner Arbeiten schichte und verändere ich die Farbaufträge so intensiv, dass die erste spontane Bewegung fast vollständig verschwindet. Mich fasziniert genau dieser transformative Akt: Ich greife ein und überforme das Material, um den Weg für Neues zu öffnen.
Finja:
Ich habe schon immer gerne gemalt. In der Schule war das Malen jedoch meist an feste Vorgaben gebunden mit wenig Raum für freies Arbeiten. Vielleicht fehlte mir damals auch der Mut, ohne Vorzeichnung einfach loszulegen. Auch für mich waren die Kurse bei Gabriele Basch sehr prägend. Dort habe ich neue Methoden und Techniken kennengelernt, wie man Farbe auf Papier bringen kann. Mit der Zeit wächst das Vertrauen in den eigenen Prozess. Ich bin mutiger. Denn wie Gabriele Basch sagte: „Es ist nur ein Stück Papier – da kann nichts kaputtgehen.“
Diese Erkenntnis war für mich sehr befreiend.
Gleichzeitig ist es wichtig, eine ungefähre Vorstellung davon zu haben, wie etwas später aussehen könnte, ohne sich dabei zu sehr festzulegen. Für meine Abschlussarbeit wurde mir immer klarer, dass ich mich mit dem beschäftigen möchte, was mir wirklich Spaß macht und worauf ich richtig Lust habe. Aus diesem Wunsch nach freiem, selbstbestimmtem Arbeiten ist schließlich die Idee für meine Abschlussarbeit entstanden.












