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Forschungs- und Transferzentrum "Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement"
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Inter-University Sustainable Development Research Programme (IUSDRP)

Seit der Veröffentlichung von "Our Common Future" im Jahr 1987 und seit den Gipfeltreffen in Rio (1992 und 2012) wurden auf der ganzen Welt große Fortschritte auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung gemacht. Das Gebiet der nachhaltigen Entwicklung insgesamt und insbesondere die Forschung zur nachhaltigen Entwicklung hat sich in den letzten 25 Jahren erheblich weiterentwickelt. Mit dem Ende der UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) beginnt eine neue Ära mit dem Titel "Sustainability 2.0". In einer Zeit, in der die Vereinten Nationen ihre Bemühungen zur Erreichung der „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ fortsetzen, ist fundierte Forschung zu nachhaltiger Entwicklung mehr denn je erforderlich.
Ein noch nicht vollständig genutztes Potential der Hochschulen, liegt im Bereich, qualitativ hochwertige Nachhaltigkeitsforschung durchzuführen. Es wird daher davon ausgegangen, dass eine Einrichtung wie das Inter-University Sustainable Development Research Programme (IUSDRP) einen Beitrag zu den Bemühungen der Partnerhochschulen leisten wird, ihre Initiativen auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung auf vielfältige Weise zu konsolidieren. Zum Beispiel:
Durch die Erhöhung ihres Forschungseinkommens: Das Einkommen aus Forschungsprojekten kann durch nachhaltige Entwicklungsforschung erhöht werden. Statistiken zeigen, dass das Know-how für nachhaltige Entwicklung, das in Forschungszentren oder -programmen zusammengefasst ist, erfolgreicher ist als Ad-hoc-Maßnahmen und Forschung von Einzelpersonen.
Durch die Verbesserung institutioneller Forschungsprofile im Bereich der nachhaltigen Entwicklung: Obwohl großes Potenzial vorhanden ist, haben derzeit haben nur wenige Hochschulen ein internationales und maßgebliches Forschungsprofil auf diesem Gebiet. Dieses Potenzial kann durch die Schaffung und Sicherung nationaler und internationaler Finanzierungen für interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Projekte zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung optimiert und gesteigert werden. Außerdem wird so eine Erhöhung der Sichtbarkeit erreicht.
Durch eine erhöhte Anzahl von Doktoranden: Viele Universitäten haben das Potenzial, attraktive Standorte für Doktoranden auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsforschung zu sein – nutzen dieses jedoch aus verschiedenen Gründen oft nicht. Das Promotionsprogramm, das vom IUSDRP geleitet wird, wird dazu beitragen, dieses Potenzial auszuschöpfen. Außerdem wird es die kritische Masse bieten, die für die Ausbildung einer neuen Generation von Nachhaltigkeitsexperten erforderlich ist, und zwar über das gesamte Spektrum der damit verbundenen Themenbereiche.
Durch eine Steigerung der Publikationen: Abgesehen von Einkommen und Profilbildung wird das IUSDRP seinen Mitgliedern dabei helfen, umfangreichere Forschungsergebnisse zu erzielen, was sich in der Veröffentlichung von sowohl Beiträgen in indexierten Zeitschriften also auch innovativen Büchern und Buchkapiteln niederschlagen kann. Das Internationale Journal für Nachhaltigkeit in der Hochschulbildung und die neu geschaffene "World Sustainability Series", die führende Buchreihe zu diesem Thema, sind einige der Instrumente, die dazu verwendet werden. Des Weiteren kann ein breiterer Zugang zu den weltweit führenden Zeitschriften zu Umwelt und nachhaltiger Entwicklung Publikationen fördern.
Das IUSDRP wird das vorhandene Know-how und das Profil für nachhaltige Entwicklung bei seinen Partnerhochschulen auf der ganzen Welt konsolidieren und weiterentwickeln. Dadurch soll es sie dabei unterstützen, die vielfältigen Möglichkeiten der institutionellen Konsolidierung und individuellen Karriereentwicklung, die die Nachhaltigkeitsforschung bietet, zu nutzen.
Ein Arbeitsprogramm (2015-2020) für das IUSDRP wurde vorbereitet und wird derzeit umgesetzt. Es wird von der Manchester Metropolitan University (UK) koordiniert, jedoch ist jede Partnerhochschule in Bezug auf ihre individuellen Aktivitäten, ihre Finanzierung und ihre Tätigkeit autonom.

Letzte Änderung: 29.03.19

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