Fachgebiete der Modulgruppe Theorie
Die Modulgruppe „Theorie“ bietet Fächer an, die für alle Design-Studiengänge verpflichtend sind und ist mit fünf geisteswissenschaftlich profilierten Professuren ausgestattet. In den Kursen der Theorie bekommen Studierende eine Einführung zu den Grundlagen geistes- und sozialwissenschaftlicher Methoden. Die praktische Gestaltungsarbeit wird dabei historisch und thematisch kontextualisiert und in Bezug auf gesellschaftlich relevante Fragen reflektiert. Die Theoriemodule unterstützen Studierende darin, ihre individuelle kreative Arbeit in einem wissenschaftlich fundierten Diskurs zu positionieren, sich begrifflich angemessen zu artikulieren und dadurch konzeptstark zu machen. Sie bilden eine Schnittstelle zwischen Designpraktiken und theoretisch basierter Forschung.
Ästhetik und Kulturphilosophie
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Das Fachgebiet Ästhetik und Kulturphilosophie fragt nach dem Sinn und der Verortung, die Menschen ihrer Kultur und deren Geschichte, ihren Medien, Artefakten, Techniken und Kunstwerken geben. Mit einer 2500 Jahre alten Textgeschichte (von Dialogen über Traktate hin zu Essays und Streitschriften) eröffnet sich so ein tastendes, grenzgängerisches Denken, das den Menschen in seinem Beziehungsreichtum innerhalb einer sich stetig wandelnden Kultur betrachtet, begründet, meditiert und spekuliert, diskutiert und argumentiert, das zweifelt, aber eben auch anerkennt, fundiert und sich im Verstehen übt.
Designtheorie und Designforschung
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Das Fachgebiet der Designtheorie und Designforschung kontextualisiert die Designpraxis im Feld der aktuellen Debatte über Design. Hier werden auf der Grundlage neuerer Texte und zeitgenössischer Designpraktiken tradierte und junge Strömungen und Selbstverständnisse im Design vorgestellt, Praxisformen der Gestaltung diskutiert sowie die Zukunft des Designs befragt. Ein wesentliches Feld aktueller Entwicklung im Design ist dabei die Designforschung, die vorgestellt, diskutiert und praktiziert werden soll, sodass ästhetisches und begriffliches Denken parallel zueinander verstanden und geübt werden können.
Kunst- und Designgeschichte
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Das Fachgebiet Kunst- und Designgeschichte möchte die Fähigkeit zur kritischen Analyse und historischen Einordnung von Werken der bildenden und angewandten Kunst vermitteln. Neben dem Aufbau systematischer, epochenübergreifender Grundkenntnisse integriert der Schwerpunkt kuratorische Perspektiven, um die wissenschaftliche Ausbildung um relevante berufspraktische Kompetenzen zu erweitern.
Kunst- und Modegeschichte / Modetheorie
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Das Fachgebiet Kunst- und Modegeschichte/Modetheorie bietet Möglichkeiten zur diskursiven, kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit kunst- und kleidungshistorischen Epochen sowie speziellen Themenstellungen des Faches. Anhand unterschiedlicher Quellengattungen wird ein strukturiertes Wissen vermittelt, das Textilien und (Mode-)Kleidung als Material, Form und Medium kontextualisiert. Dadurch werden die kritische Reflexion der grundlegenden Bedeutung des äußeren Erscheinungsbildes für die menschliche Identität gefördert und der Bezug zur umgebenden Kultur und Gesellschaft in historischen wie aktuellen Zusammenhängen hergestellt.
Performative Studies und Medientheorie
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Das Fachgebiet Performative Studies und Medientheorie vermittelt den Studierenden ein umfassendes Verständnis von historischen wie zeitgenössischen Medientheorien, performativen Ästhetiken und Praktiken sowie deren Anwendung in diversen Designkontexten. Es stattet die Studierenden mit theoretischem Wissen und dramaturgischen Fähigkeiten aus, um analoge und digitale Medien und Inszenierungsformen im Designprozess auf kreative und experimentelle Weise einzusetzen. Studierende werden darin geschult, klassische Narrative und Performative aufzuschlüsseln, (un-)orthodoxe Prinzipien des Storytellings und der Aufführung anzuwenden sowie deren Wirkungsweisen auf Rezipient*innen mitzudenken. Dabei werden interdisziplinäre Zusammenarbeit, das spekulativ-kritische Denken und die analytischen Fähigkeiten der Studierenden gefördert, um sie auf die vielfältigen Herausforderungen des zeitgenössischen Designs in medialen und performativen Umgebungen vorzubereiten.
Texte und Schreiben
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Die verschiedenen Professor*innen in der Theorie bieten regelmäßig spezielle Kurse an zum Verfassen nicht nur von wissenschaftlichen Abschluss-Arbeiten, sondern auch zum kreativen Schreiben, die sich zum Beispiel dem feinen Riss zwischen Bild und Text oder Ton und Bild zuwenden. Das ist hilfreich für Studierende, die sich sicher fühlen beim Drehen und Schneiden von Filmen, beim Entwurf von Fotobüchern, Kinder- oder Jugendbüchern, graphic novels oder komplexen Game-Landschaften und –Strukturen, die aber Unterstützung suchen beim Verfassen umsichtiger Texte, welche die in den Bildern bereits enthaltenen Aussagen nicht ungelenkt wiederholen, sondern auf kluge Weise ergänzen, vorantreiben, umspielen oder ironisch konterkarieren.
Textiltechnik
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Das Fachgebiet Textiltechnik ist Pflichtkurs für den Studiengang Modedesign (Wahlpflicht für die Studiengänge Textil und Kostüm). Der Kurs Textiltechnik beschäftigt sich mit einer Einführung in die textilen Materialien, angefangen von den einzelnen natürlichen und synthetischen Faserstoffen bis hin zu den verschiedenen textilen Flächen wie Gewebe, Maschenwaren oder auch Vliese. Ausgehend von der Struktur bzw. Konstruktion der jeweiligen Materialien kann auf die Eigenschaften geschlossen werden. Dies bildet damit die Basis für die spätere gestalterische Arbeit. Dabei spielen Optik und Haptik eine wesentliche Rolle; aber auch etliche andere Gebrauchseigenschaften hinsichtlich Verarbeitung und Verwendung werden in Betracht gezogen.