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Professorinnenprogramm IV

MINT-Karrierewege in der Wissenschaft im Fokus

Während der Frauenanteil unter den Abiturient*innen und Studienanfänger*innen jeweils noch leicht überwiegt, liegt er unter den Doktorand*innen bei 46 Prozent und unter den Habilitand*innen sogar bei 36 Prozent. In der Professorenschaft setzt sich dieser Rückgang fort: Aktuell sind dort lediglich 30 Prozent Frauen vertreten. Seit 2008 fördert der Bund mit dem Professorinnenprogramm Frauen im Wissenschaftssystem. Die HAW Hamburg hat sich von der ersten bis zur aktuell vierten Förderrunde erfolgreich auf Fördermittel beworben.

Zwei Studierende rund um teschnische Geräte© HAW Hamburg / Jonas Fischer

Das Projekt „Gate Opening intersektional II“ knüpft an das erfolgreich Vorgängerprojekt an, nimmt jedoch noch intensiver Professorinnen aus den MINMT-Bereichen in den Fokus.

Die vierte Förderphase des Professorinnenprogramms des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat eine Laufzeit von 2025 bis 2030. Die HAW Hamburg wird mit einer Fördersumme von mehr als 700.000 Euro gefördert. „Wir freuen uns sehr über die positive Begutachtung des Gleichstellungskonzepts unserer Hochschule. Damit erhalten wir zusätzliche Mittel, gleichstellungsfördernde Projekte umzusetzen und bestehende Maßnahmen weiter auszubauen“, so Dr. Stephanie Rose, Leitung der Stabsstelle Gleichstellung, Diversity und Antidiskriminierung (GDA).

Zentrale Maßnahmen werden unter dem Projekt „Gate Opening intersektional II“ zusammengebracht. Das Projekt knüpft an das erfolgreiche Vorgängerprojekt an, nimmt jedoch wissenschaftliche Karrierewege in den MINT-Fächer intensiver in den Fokus: „Mit Gate Opening intersektional II möchten wir Akademikerinnen vom Bacheloranfang bis hin zur Professur fördern. Ein Baustein ist dabei ein Peer-to-Peer-Mentoring“, so Dr. Henk van Gils, stellvertretende Leitung der Stabsstelle GDA und Leitung des Projektes „Gate Opening intersektional II“.  

Zusätzlich wird ein Mentoring-Programm für Masterstudentinnen und Promovendinnen aus den MINT-Bereichen konzipiert und umgesetzt. Darüber hinaus soll ein Leitfaden zur aktiven Personalgewinnung für Professuren entwickelt werden und sollen Professor*innen sowie Führungskräfte in der Industrie als sogenannte Gate Opener gewonnen werden. „Wir möchten etablierte Professorinnen und Professoren dafür sensibilisieren, dass die wissenschaftliche Laufbahn für manche Menschen mit Hürden oder verschlossenen Türen verbunden ist, und sie dafür gewinnen als Türöffner*innen, Gate Opener, Frauen den Weg zur Professur zu ebnen“, so Dr. Henk van Gils. 

Gate Opening intersektional II möchte so auf mehreren Ebenen Absolventinnen für die akademische Karriere begeistern und ihnen die Türen öffnen. „Wir starten jetzt konkret mit den ersten Projekten und freuen uns sehr, wenn sich Kolleg*innen bei uns melden, die sich einbringen wollen – sei es für das Peer-to-Peer-Mentoring oder als Gate Opener“, sagt Dr. Henk van Gils.

Zum Professorinnenprogramm

Das Professorinnenprogramm ist das zentrale Instrument von Bund und Ländern, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern. Bund und Länder haben dieses Programm gemeinsam entwickelt, um den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen in Richtung Parität dynamisch zu erhöhen. Wissenschaftlerinnen werden auf dem Weg zur Lebenszeitprofessur gefördert und im Wissenschaftssystem gehalten. Das Programm läuft seit 2008. Bislang wurden mehr als 1000 Professuren bundesweit gefördert, an der HAW Hamburg waren es neun Professorinnen.

Kontakt

Dr. Stephanie Rose

Leitung Stabsstelle Gleichstellung, Diversity und Antidiskriminierung 

Dr. Henk van Gils

Stv. Leitung Stabsstelle Gleichstellung, Diversity und Antidiskriminierung

gda (at) haw-hamburg (dot) de 

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