Ihre Idee für ein zukunftsfähiges Ingenieurstudium
Sie haben eine Idee, wie sich das Ingenieurstudium an unserer Fakultät weiterentwickeln lässt? Der Innovationsprozess von SDG NIW ist der Weg, auf dem aus einem ersten Impuls ein erprobtes, dauerhaft verankertes Konzept werden kann – gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden und den Gremien der Fakultät.
Nicht jede Weiterentwicklung braucht dafür den vollen Prozess: Er ist für Ideen gedacht, die eine Veränderung des Curriculums, die Bereitstellung von Ressourcen oder eine Verankerung im Regelbetrieb der Fakultät erfordern. Für Unterstützungsbedarfe in der eigenen Lehre wenden Sie sich jederzeit direkt an das Projektteam.
Der Prozess ist bewusst einfach gehalten: Jede und jeder an der Fakultät NIW kann Ideen einbringen. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass Ideen systematisch geprüft, ausgearbeitet, erprobt und reflektiert werden, bevor sie – wenn sie sich bewähren – dauerhaft im Regelbetrieb ankommen. Er orientiert sich an Konzepten der Innovation-Pipeline sowie den Technology Readiness Leveln, um an vertraute Denkweisen der Ingenieurwissenschaften anzuknüpfen. Begleitet wird der Prozess durch das Projektteam SDG NIW.
Wie eine Idee durch den Prozess geht: Zwei Wege
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Die meisten Ideen entstehen offen und individuell – dann beginnt der Weg bei Schritt 1: Ideen einreichen.
Manche Themen sind aber bereits vorstrukturiert: Maßnahmen, die im Projektantrag selbst angelegt sind (etwa die Reform der Studieneingangsphase oder ein Nachhaltigkeitsmodul), Themen, die im Studienreformausschuss (SRA) bereits diskutiert wurden, oder Ergebnisse aus Formaten wie Planungszellen, dem Zukunftsforum Nachhaltigkeit oder Arbeitsgruppen der Fakultät NIW. Solche Themen können direkt bei Schritt 3: Konkretisieren einsteigen. Im Projekt wird dann jeweils geklärt, wer zusätzlich einbezogen wird – vor allem, um die Perspektiven von Studierenden und Lehrenden systematisch zu berücksichtigen, die beim direkten Einstieg sonst fehlen könnten.
Schritt 1: Ideen einreichen
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- Ziel: Neue Impulse sichtbar machen.
- Ergebnis: Eine kurze Ideenskizze.
Alle Mitglieder der Fakultät NIW können über ein einfaches Formular Ideen zur Weiterentwicklung des Ingenieurstudiums einbringen. Ideen werden fortlaufend über die Mailadresse niw-curriculum (at) haw-hamburg (dot) de gesammelt; für die Behandlung im nächsten Gremientermin gibt es definierte Einreichungsfristen. Die nächsten Fristen sind: 14.09. und 16.11.2026.
Schritt 2: Sichten + Bewerten
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- Ziel: Klären, ob eine Idee grundsätzlich weiterverfolgt werden soll.
- Entscheidung 1: weiterverfolgen, zur Überarbeitung zurückgeben oder nicht weiterverfolgen.
Ein ad hoc zusammengestelltes Expert*innengremium – mindestens eine Lehrperson und mindestens ein*e Studierende*r aus einem eigens aufgebauten Studierendenpool, bei Bedarf ergänzt durch das Projektteam – prüft anhand definierter Kriterien, ob eine Idee weiterverfolgt werden soll. Die Zusammenstellung übernimmt das Projektteam SDG NIW.
Reflexionskriterien sind: Beitrag zur Umsetzung der Zieldimensionen eines zukunftsfähigen Ingenieurstudiums, Reichweite der Innovation sowie Art der Verankerung der Innovation.
Schritt 3: Konkretisieren
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- Ziel: Aus einer Idee wird ein belastbares Konzept.
- Ergebnis: eine strukturierte Konzeptbeschreibung.
Die Einreichenden – ggf. unterstützt durch eine Arbeitsgruppe – arbeiten ein Konzept entlang eines einfachen Beschreibungsrasters aus. Hier erfolgt auch eine erste Einordnung: Welchen Nutzen hat die Umsetzung der Idee? Und woran lässt sich später beobachten, ob das Konzept wirkt (Ergebnisse und Wirkungen)?
Schritt 4: Auswählen + Priorisieren
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- Ziel: Ressourcen auf die aussichtsreichsten Vorhaben konzentrieren.
- Entscheidung 2: Pilotierung freigeben, zurückstellen oder verwerfen.
Das Innovationsboard – die bestehende Regelrunde der Prodekanin für Studium und Lehre mit den Studiengangskoordinator*innen, ergänzt um die studentische Projektkoordination und voraussichtlich eine Person aus dem Projektteam – entscheidet über die Freigabe. Hier wird zugleich festgelegt, welche Entscheidungspfade für die spätere Verankerung relevant sind: die Veränderung des Curriculums, die Bereitstellung von Ressourcen, die Verankerung im Regelbetrieb der Fakultät – oder eine Kombination davon. Ab hier wird aus einem Konzept eine Maßnahme.
Schritt 5: Entwickeln + Erproben
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- Ziel: Pilotierung von Maßnahmen und Entwickeln von Wirkungswissen.
- Entscheidung 3: Am Ende dieses iterativen Prozesses entscheidet der SRA über Verstetigen, Überarbeiten oder Einstellen.
Die Maßnahme wird konkret entwickelt und in der Lehre erprobt: zum Beispiel als neues Modul, neues Prüfungsformat, neues Lehr-Lern-Setting oder neues Beratungsangebot. Die Begleitung durch das Projektteam ist Kernaufgabe dieses Schritts.
Anders als ein einmaliger Test verstehen wir diesen Schritt als iterativen Zyklus im Sinne des Design-Based Research: entwickeln → testen → reflektieren → anpassen → erneut testen. Die Reflexionskriterien aus Schritt 3 werden dabei fortlaufend geschärft. Wie intensiv reflektiert wird, richtet sich nach Umfang, Komplexität und Reichweite der Maßnahme – von der schlanken, prozessbegleitenden Wirkungsreflexion bis zur wissenschaftlichen Begleitforschung.
Der Stand einzelner Vorhaben wird dem SRA laufend zur Kenntnis gebracht: Die Erprobung findet sichtbar in der Fakultät statt, nicht isoliert im Projektteam. Ergebnisse fließen zudem fortlaufend in die jeweilige Arbeitsgruppe zurück.
Wenn ein bereits erprobtes Konzept auf ein anderes Modul oder einen anderen Studiengang übertragen werden soll, durchläuft dieser Schritt eine schlankere Variante: Im Mittelpunkt steht dann nicht die Wirksamkeit, sondern die Frage nach Passung und Übertragbarkeit – entsprechend gelten andere Reflexionskriterien.
Schritt 6: Verankern
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- Ziel: Integration in den Regelbetrieb.
- Ergebnis: Institutionelle Verankerung.
Je nachdem, welche Entscheidungspfade in Schritt 4 festgelegt wurden, erfolgt die Verankerung entlang eines oder mehrerer der folgenden Wege:
- Curriculum: Ausgehend von der Empfehlung des SRA beschließt der Fakultätsrat (FKR) die Änderung der Prüfungsordnung und/oder des Modulhandbuchs.
- Ressourcen: Die Entscheidung liegt beim Dekanat. Alternative Wege werden im weiteren Projektverlauf geklärt.
- Regelbetrieb der Fakultät: Verankerung in den Prozessen der Fakultät, ohne eigene Ordnungs- oder Ressourcenentscheidung.
In jedem Fall werden SRA und Fakultätsrat regelmäßig informiert.
Informationen für Einreichende
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Einreichung von Ideen: Die Einreichung von Ideen ist jederzeit über eine Dokumentenvorlage möglich. Richten Sie Fragen und Ihre Ideen gerne an niw-curriculum (at) haw-hamburg (dot) de. Folgende Fristen gelten für die Bearbeitung der jeweils nächsten Sitzung des Innovationsboards: 14.09. und 16.11.2026.
Rückmeldung zu eingereichten Ideen: Nach Einreichung einer Idee erhalten Sie über das Projektteam eine Eingangsbestätigung. An jedem der drei Entscheidungspunkte des Innovationsprozesses erhalten Sie eine Rückmeldung zum Ergebnis der Entscheidung – auch wenn eine Idee nicht weiterverfolgt oder zurückgestellt wird.
