Barrierearmes Promovieren

Die Entscheidung für oder gegen das Anstreben einer Promotion sowie auch die Promotionsphase selbst werden von vielen “externen” Faktoren beeinflusst. Diese können finanzielle wie auch sozioökonomische Rahmenbedingen sein, oder in der jeweiligen Person selbst begründet liegen. Studien zeigen, dass viele Studierende  mit psychischen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen durch das Studium gehen. Dies gilt sicher auch für die Promotionsphase, zu der es diesbezüglich aber nur wenige Daten gibt. Beeinträchtigungen, die Auswirkungen auf die akademisches Qualifikationsphase haben, sind vielfältig und ebenso heterogen sind auch die individuellen Bedarfe, die damit einhergehen. 

Mit dieser Seite bieten wir einen Einstieg für Betroffene, die sich über Aspekte, die für sie in der Promotionszeit relevant sein könnten, informieren möchten oder einen Anknüpfungspunkt zur Vernetzung suchen.   

Räumliche Barrierefreiheit

Die Räumlichkeiten des CPS sind derzeit nicht barrierefrei zugänglich. Für Promovierende, die einen barrierefreien Zugang benötigen, bieten wir unterschiedliche Lösungen an. Nehmen Sie an einer Präsenzveranstaltung teil, reservieren wir barrierefrei erreichbare Veranstaltungsräume am Campus Berliner Tor. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung zur Veranstaltung an. Für die Übergabe von Unterlagen vereinbaren wir gerne einen barrierefreien Treffpunkt am Campus Berliner Tor. Bitte wenden Sie sich hierfür an CPS (at) haw-hamburg (dot) de

Infor­mationen und Vernetzung über PROMI

Das Projekt PROMI Promotion inklusive richtet sich an alle, die sich für das Thema „Promovieren mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Behinderungen sowie chronischen körperlichen oder psychischen Erkrankungen“ interessieren. Es bietet eine Informations- und Austauschplattform für Hochschulen wie auch Promovierende zum Thema Promovieren mit Beeinträchtigung. U.a. wird regelmäßig ein virtueller Stammtisch „Promovieren mit Behinderungen/chronischen körperlichen/psychischen Erkrankungen“  angeboten und es sind umfangreiche Informationen für Promovierende und Promotionsinteressierte auf der Seite zusammengestellt. 

BeSI- Beratungszentrum Soziales & Inter­natio­nales des Studierendenwerks

Das Studierendenwerk Hamburg bietet im BeSi, dem Beratungszentrum Soziales & Internationales offenen Sprechstunden zur gemeinsamen “Klärung sozialer, persönlicher und wirtschaftlicher Fragen oder Belastungen” für Studierende an. U.a. unterstützt das BeSi bei der Inanspruchnahme spezifischer Leistungen und Ausgleichsregelungen. Die Beratungen werden auch direkt am Hauptcampus der HAW Hamburg durchgeführt oder können telefonisch in Anspruch genommen werden.   

iXNet – digitales inklusives Expert*innen-Netzwerk der Bundesagentur für Arbeit

iXNet unterstützt Menschen / Akademiker*innen mit Behinderung mit Netzwerkwissen, Info-Veranstaltungen und einem Beratungsteam bei der Karriereplanung. Das „Inklusive Expert*innen Netzwerk (iXNet)“ ist ein digitales Angebot des Arbeitgeber-Service für Akademiker*innen mit Schwerbehinderung der Bundesagentur für Arbeit. Hier werden u.a. regelmäßig digitale Informationsveranstaltungen zum Thema Promovieren mit Behinderung angeboten. Der Fokus von iXNet ist auf der Beratung im Hinblick auf mögliche Unterstützungen im Rahmen einen Promotion auf einer sogenannten Promotionsstelle, also mit Anstellung an der Hochschule. Hier kann eine  Beratung bei der Anbahnung einer Stelle bereits lohnenswert sein, da die Bundesagentur für Arbeit z.T. Gehaltskosten für den Arbeitgeber (also die Hochschule) übernimmt, diese Regelungen aber nur vor Antritt der Stelle genutzt werden können. 

Infor­mationen für Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung der HAW Hamburg

Auf den Seiten der HAW Hamburg sind umfangreiche Informationen für Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zusammengestellt. Diese beziehen sich auf den unmittelbaren Arbeitskontext an der HAW Hamburg bzw. Unterstützungsangebote in Hamburg. Ein Großteil der Informationen ist auch für die Promotionsphase relevant. Es gibt u.a. Hinweise bzgl. des barrierefreien Zugangs, der Bibliotheksnutzung und Anlaufstellen an der Hochschule und in Hamburg.   

Zeitbedarfe/-verfügbarkeiten

Ein wesentlicher Faktor, der einen Großteil der Promovierenden mit Beeinträchtigung betrifft, ist ein erhöhter Zeitbedarf bzw. ein geringeres Zeitkontingent für die Promotion an sich aufgrund von längeren Wegezeiten, Pausenbedürfnissen, regelmäßigen Arzt- oder Therapieterminen, Verfügbarkeiten von Assistenzen, Klinikaufenthalten … . 

Eine wichtige Option kann deshalb die Anmeldung einer Promotion in Teilzeit sein. Hierdurch werden Fristen verlängert und regelmäßige Termine finden meist in längeren Abständen statt. Ob eine Promotion in Teilzeit möglich ist, wann und wie sie beantragt werden kann und in welchen Promotionsphasen dies vielleicht nicht mehr möglich ist, ist abhängig von der jeweiligen Promotionsordnung und den darauf aufbauenden Prozessen. Informieren Sie sich ggf. frühzeitig, über diese Option und besprechen Sie dies auch mit ihrem/ihrer Betreuer*in, sofern sie das in Betracht ziehen.   

Leider sehen bisher nur wenige Finanzierungsoptionen für Promotionen eine Verlängerung vor. Sollten Sie z.B. ein Stipendium erhalten oder auf einer (Projekt)stelle promovieren, informieren Sie sich am besten ebenfalls frühzeitig darüber, ob eine Verlängerung möglich ist und wenn ja, in welchem Rahmen. 

HAW Hamburg: Ansprechpartner*innen und Beratung

Je nach Anbindung an die Hochschule stehen unterschiedliche Personen als unmittelbare Ansprechpartner*innen für Personen mit Beeinträchtigungen zur Verfügung. Bei allen Anlaufstellen findet eine vertrauliche Beratung statt.  

Promovierende mit einem Arbeitsvertrag können sich an die Schwerbehindertenvertretung sowie den/die  Inklusionsbeauftragte*n der HAW Hamburg wenden und haben Anspruch auf entsprechende Unterstützungsleistungen für Arbeitnehmer*innen. 

Promovierende mit Anbindung an die HAW Hamburg (also Zulassung zur Promotion an der HAW Hamburg oder kooperative Promotion) können sich an den oder die Beauftragte*n für die Belange behinderter und chronisch kranker Studierender wenden. Aktuelle Kontaktdaten finden Sie unter Studieren mit Gesundheitlicher Beeinträchtigung.

Alle Personen mit Anbindung an die HAW Hamburg können sich an die jeweils zuständigen Beauftragten der Hochschule mit ihren Anliegen wenden.  

Allgemeine Informationen zum Thema Diversity und Antidiskrimierung sind auf dieser Seite zusammengestellt.  Sollte ein konkreter Diskriminierungsfall vorliegen oder Sie diesbezüglich Beratungsbedarf haben, finden Sie hier eine Übersicht über Kontakte im Diskriminierungsfall.