Systemisches Arbeiten in komplexen Beziehungssystemen
Beziehungssysteme verstehen, Handlungsspielräume erweitern
Kennen Sie Situationen, in denen sich Gespräche immer wieder im Kreis drehen und sich scheinbar nichts bewegt? Oder Momente, in denen das Verhalten von Klienten*innen, Kindern oder Jugendlichen schwer einzuordnen ist und Sie unsicher sind, wie Sie angemessen reagieren können?
Die Weiterbildung vermittelt praxisnah die Grundlagen systemischen Arbeitens. Sie lernen, Dynamiken in komplexen Beziehungssystemen zu erkennen, Verhalten im jeweiligen Kontext einzuordnen und neue Handlungsspielräume zu entwickeln. Systemische Haltungen, Fragetechniken und Interventionen unterstützen Sie dabei, Gespräche wirksamer zu gestalten, Aufträge zu klären und Veränderungsprozesse professionell zu begleiten.
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte in pädagogischen, psychosozialen und gesundheitlichen Arbeitsfeldern, die komplexe Beziehungssysteme besser verstehen und ihre Handlungssicherheit im Berufsalltag stärken möchten.

Fünf gute Gründe für diese Weiterbildung
Systemisch denken lernen – Dynamiken in komplexen Beziehungssystemen erkennen und verstehen
Gespräche wirksam gestalten – Aufträge klären und Veränderungsprozesse gezielt begleiten
Praxisnah handeln – systemische Methoden und Fragetechniken sicher anwenden
Handlungssicherheit gewinnen – auch in herausfordernden Situationen professionell agieren
Direkt umsetzbar – Fallarbeit, Übungen und Transfer in den eigenen Berufsalltag
Kontakt
HAW Hamburg
Campus Weiterbildung
Stiftstraße 69
20099 Hamburg
T + 49.40.21904 3910 oder
+ 49.40.21904 1735
| Termine | Modul 1: 05.02.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr Modul 2: 18.02.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr Modul 3: 04.03.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr Modul 4: 18.03.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr |
| Umfang | 32 Stunden (Live-Online-Seminar) |
| Kosten | 780,00 Euro |
| Inhouse-Seminar | Diese Weiterbildung ist auch als Inhouse-Seminar buchbar. |
Alle Informationen zu diesem Angebot
Worum es geht
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Die Arbeit mit Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe, in psychosozialen Arbeitsfeldern oder im Gesundheitsbereich ist geprägt von komplexen Beziehungssystemen, vielschichtigen Dynamiken und oft widersprüchlichen Anforderungen. Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, Verhalten im Kontext zu verstehen, unterschiedliche Erwartungen auszubalancieren und auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Systemisches Arbeiten bietet hierfür eine wirkungsvolle Perspektive: Es richtet den Blick auf Beziehungen, Muster und Wechselwirkungen und ermöglicht es, Verhalten nicht isoliert, sondern im jeweiligen Kontext zu verstehen. Auf dieser Grundlage können neue Handlungsspielräume erschlossen und Veränderungsprozesse professionell begleitet werden.
Die Weiterbildung vermittelt zentrale Grundlagen, Haltungen und Methoden des systemischen Arbeitens und legt dabei einen besonderen Fokus auf die praktische Anwendung im Berufsalltag. Ziel ist es, Fachkräften mehr Sicherheit im Umgang mit komplexen Fällen zu geben und sie dabei zu unterstützen, auch in herausfordernden Situationen professionell und lösungsorientiert zu handeln.
Neben fachlichen Impulsen stehen praxisnahe Übungen, Fallarbeit und kollegialer Austausch im Mittelpunkt. So wird systemisches Denken unmittelbar erlebbar und für den eigenen Berufsalltag nutzbar.
Modul 1: Grundlagen systemischen Arbeitens
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Systemisches Arbeiten beginnt mit einer veränderten Sicht auf Menschen, Beziehungen und Veränderungsprozesse. In diesem Modul lernen Sie die Grundlagen systemischen Denkens kennen und setzen sich mit den zentralen Konzepten, Haltungen und Begriffen der Systemtheorie auseinander. Darüber hinaus entwickeln Sie ein Verständnis für die systemische Grundhaltung und deren Bedeutung für professionelles Handeln in pädagogischen, psychosozialen und gesundheitlichen Arbeitsfeldern.
Inhalte
- Geschichte und Entwicklung der systemischen Beratung und Therapie
- Grundlagen, Konzepte und Begriffe der Systemtheorie
- Systemische Haltung und ihre Bedeutung für professionelles Handeln
Modul 2: Verhalten und Symptome systematisch verstehen
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Wie lassen sich herausfordernde Verhaltensweisen und psychische Symptome systemisch einordnen? Dieses Modul vermittelt einen systemischen Blick auf Symptome, Diagnosen und psychopathologische Störungsbilder (orientiert an der ICD-11). Dabei werden die Möglichkeiten und Grenzen systemischen Arbeitens im Vergleich zu verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Erklärungsmodellen reflektiert. Ziel ist es, Verhalten im jeweiligen Lebenskontext besser zu verstehen und die eigene professionelle Haltung zu stärken.
- Systemische Sicht auf Symptome, Diagnosen und Verhalten
- Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen aus unterschiedlichen therapeutischen Perspektiven
- Möglichkeiten und Grenzen systemischen Arbeitens in psychosozialen Arbeitsfeldern
Modul 3: Systemische Fragetechniken und Auftragsklärung
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Professionelle Gespräche sind ein zentrales Werkzeug systemischen Arbeitens. In diesem Modul lernen Sie, systemische Fragetechniken gezielt einzusetzen, Hypothesen zu entwickeln und Gespräche lösungsorientiert zu gestalten. Darüber hinaus beschäftigen Sie sich mit der Auftrags- und Kontextklärung sowie Ihrer professionellen Rolle in komplexen Beziehungs- und Familiensystemen.
- Systemische Gesprächsführung, Hypothesenbildung und systemische Fragetechniken
- Genogrammarbeit sowie Auftrags- und Kontextklärung
- Bindungsdynamiken und Beziehungsmuster erkennen und Veränderungs-prozesse begleiten
Modul 4: Interventionen und Methoden in der Praxis
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Wie lassen sich Veränderungsprozesse gezielt unterstützen? In diesem Modul lernen Sie zentrale systemische Interventionen kennen und wenden diese praxisnah an. Im Mittelpunkt stehen ressourcen- und lösungsorientierte Methoden, mit denen Sie neue Perspektiven eröffnen, Handlungsmöglichkeiten erweitern und Veränderungsprozesse wirksam begleiten können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit inneren Anteilen auf Grundlage des Inneren Teams nach Friedemann Schulz von Thun sowie des Internal Family Systems (IFS)-Modells nach Richard Schwartz.
- Ressourcen- und lösungsorientiertes Arbeiten
- Systemische Interventionen und Methoden für die Praxis
- Arbeit mit inneren Anteilen – mit dem Inneren Team nach Friedemann Schulz von Thun und dem Internal Family Systems (IFS)-Modell nach Richard Schwartz
Ziele
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Nach Abschluss der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über fundiertes Wissen und praxisrelevante Kompetenzen im systemischen Arbeiten
Wissenschaftstheoretische Kompetenz systemischen Arbeitens
- Fundiertes Wissen über verschiedene Konzepte, Haltungen und Begriffe der Systemtheorie
Einordnung und Verständnis verschiedener psychopathologischer Störungen
- Systemisches Einordnen und Möglichkeiten der Psychoedukation im Hinblick Verhaltensweisen und Symptomen
- Abgrenzung und Zusammenarbeit von anderen psychotherapeutischen Verfahren
Fall und Rollenverständnis in komplexen Systemen
- Kompetenzen in der Mustererkennung von komplexen Systemen
- Selbstreflexion und Bewusstsein der Aufträge und professionellen Rolle
Ausbau von Sicherheit und Handlungskompetenz in der systemischen Gesprächsführung
- Einüben und Demonstration der verschiedenen systemischen Fragetechniken zur Musterunterbrechung und Verhaltensveränderung
Ressourcen und lösungsorientierte systemische Interventionen
- Systemische Interventionen und Techniken können sicher im Berufsalltag eingesetzt werden
- Methodenerweiterung durch die Arbeit auf der inneren Bühne durch die Konzepte von Schulz von Thun und dem IFS von Richard Schwartz
Zielgruppe
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Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus pädagogischen, psychosozialen und gesundheitlichen Arbeitsfeldern, die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit komplexen Beziehungssystemen erweitern möchten.
Angesprochen sind insbesondere:
- Akademisch qualifizierte Fachkräfte, z.B. Psycholog*innen, Ärzt*innen, Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen bzw. Sozialpädagog*innen, Heilpädagog*innen, Lehrkräfte, Theolog*innen, Soziolog*innen sowie Absolvent*innen vergleichbarer Studiengänge.
- Fachkräfte mit einer beruflichen Ausbildung in pädagogischen, pflegerischen oder therapeutischen Berufen, z.B. Erzieher*innen, Pflegefachkräfte, Hebammen, Ergotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen oder Logopäd*innen.
- Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Schulsozialarbeit sowie weiteren pädagogischen, psychosozialen und gesundheitlichen Einrichtungen.
Termine/Kosten
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Modul 1: 05.02.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr, Live-Online-Seminar
Modul 2: 18.02.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr, Live-Online-Seminar
Modul 3: 04.03.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr, Live-Online-Seminar
Modul 4: 18.03.2027 von 09.00 bis 17.00 Uhr, Live-Online-Seminar
Kosten: 780,00 Euro
Voraussetzungen für die Teilnahme
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Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Hochschul- oder Berufsausbildung in einem pädagogischen, psychosozialen oder gesundheitlichen Beruf. Für einen gewinnbringenden Transfer der Inhalte in den Berufsalltag wird eine mindestens einjährige Berufserfahrung vorausgesetzt.
Technische Voraussetzungen
Unsere Live-Online-Seminare leben von aktiver Beteiligung, Austausch und gemeinsamer Arbeit – genau wie Präsenzveranstaltungen. Damit dies gelingt, benötigen alle Teilnehmenden:
- Eine stabile Internetverbindung
- Ein funktionierendes Mikrofon
- Eine funktionierende Kamera/Webcam
Diese Ausstattung ist erforderlich, um aktiv an Diskussionen, Fallbearbeitungen und Gruppenarbeiten teilzunehmen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie vor Seminarbeginn über die entsprechende Technik verfügen und diese getestet haben.
Abschluss
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Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie einen Weiterbildungsnachweis der HAW Hamburg.
Dieser wird nur bei einer Teilnahme von mindestens 80 % des Gesamtstundenumfangs ausgestellt.
Lehrende
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Guido Fuchs ist Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Berater und Therapeut, Weiterbildung in komplex-systemischer Traumatherapie (KST).
Er bringt langjährige Berufserfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe, der Schulsozialarbeit sowie der psychologischen Beratung mit. Seit 2015 ist er an der Psychologischen Beratungsstelle Filder tätig und führt zudem eine eigene Praxis für psychologische Beratung und systemische Therapie.
Als Dozent vermittelt Guido Fuchs seit 2018 bundesweit und in Österreich systemische, traumapädagogische und psychotraumatologische Inhalte.
In seiner Lehre verbindet er systemisches Denken mit einer hohen Praxisorientierung. Sein Schwerpunkt liegt darauf, Fachkräfte dabei zu unterstützen, komplexe Beziehungssysteme zu verstehen, Dynamiken zu erkennen und systemische Ansätze sicher in ihren Berufsalltag zu übertragen.
Lernen mit Zoom
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Wir arbeiten mit der Lernplattform Zoom FAQ.
Ihr Live-Online-Seminar findet in einem virtuellen Seminarraum statt, in dem Sie mit den Lehrenden und den anderen Teilnehmer*innen in Echtzeit lernen und sich live austauschen.
Kontakt
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Inhaltliche Fragen
Heike Klopsch, T + 49.40.21904 3814 heike.klopsch (@) haw-hamburg.de
Organisatorische Fragen
T + 49.40.21904 3910 weiterbildung (@) haw-hamburg.de
HAW Hamburg
Campus Weiterbildung
Stiftstr. 1
20099 Hamburg
Inhouse-Seminar
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Diese Weiterbildung bieten wir Ihnen auch als Inhouse-Qualifizierung an.
Diese Weiterbildung bieten wir auch als Inhouse-Seminar an. Als Campus Weiterbildung der HAW Hamburg entwickeln wir maßgeschneiderte Weiterbildungen, die sich an den konkreten Aufgaben, Strukturen und Zielen Ihrer Organisation orientieren.
Gemeinsam mit unseren erfahrenen Dozent*innen gestalten wir ein Konzept, das Ihre Praxis in den Mittelpunkt stellt. In einem persönlichen Vorgespräch klären wir Ihre Bedarfe und legen Inhalte sowie Schwerpunkte individuell fest. So profitieren Sie von aktueller Hochschulforschung, praxisnaher Umsetzung und einem geschützten Rahmen, in dem Ihr Team an eigenen Fällen und Herausforderungen arbeiten kann.
Das Ergebnis: Eine maßgeschneiderte Qualifizierung, die wirkt – nachhaltig, teamorientiert und direkt anwendbar im Arbeitsalltag.
Mehr zum Thema Inhouse-Seminare finden hier
Sprechen Sie uns gerne an!
Heike Klopsch
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