Krisen Denken: Migration und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft

Auch im Sommersemester 2026 laden die Arbeitsstelle Migration in Kooperation mit der Fakultät Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik zur Ringvorlesung Migration Macht Gesellschaft ein.
Das Thema Migration wird im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaft sehr widersprüchlich – teils als Ursache und teils als Lösung für gesellschaftliche Krisen – verhandelt. Wie Krisen entstehen, wie sie sich auswirken und wie sie bearbeitet werden können, um die Gesellschaft zukunftsfähig zu machen, soll der Fokus der diesjährigen Vorlesungsreihe sein. Unter dem Motto „Krisen Denken: Migration und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft“ werden Expert*innen aus der Perspektive verschiedener Fachdisziplinen – Politik, Wirtschaft, Klima, Bildung und Soziales – die aktuellen Krisen im Hinblick auf Migration und Zukunftsfähigkeit von Gesellschaft beleuchten und diskutieren.
Arbeitsstelle Migration
HAW Hamburg
Steindamm 105, 4. OG
20099 Hamburg
migration (at) haw-hamburg (dot) de
Prof. Dr. Louis Henri Seukwa
Wissenschaftliche Leitung
Dr. Cornelia Sylla
Leitung Migrationsforschung
Programm
Alle Veranstaltungen finden Dienstags von 18:00 - 19:30 Uhr in der Versammlungsstätte Alexanderstraße 1 (EG) statt.
| Datum | Titel | Referent*in |
|---|---|---|
| 19.05.26 | Migration als Sündenbock Zur politischen Verantwortungsübernahme in sozialen Krisen | Hila Latifi MdH |
| 02.06.26 | Die Klimakrise, Migration und Zukunftsfähigkeit Klimabedingte Migration zwischen Zwang, Anpassung und globaler Verantwortung | Dr. Katherine Braun |
| 16.06.26 | Bildung – Krise – Migration Zur Bedeutung der Theorie transformatorischer Bildungsprozesse für das Aufwachsen in der Migrationsgesellschaft | Dr. Prof. Hans-Christoph Koller |
| 23.06.26 | Krise. Macht. Machen werden. Plädoyer für einen (migrations-)pädagogischen Zukunftsbegriff | Prof. Dr. Joachim Schroeder |
Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht nötig. Kommen Sie gerne einfach vorbei!
Über die Ringvorlesung
Seit 2010 findet im Sommersemester an der HAW Hamburg die Ringvorlesung Migration Macht Gesellschaft statt. Zunächst von Prof. Dr. Louis Henri Seukwa ins Leben gerufen, wird die Reihe mittlerweile von der Arbeitsstelle Migration in Kooperation mit der Fakultät Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik veranstaltet. Mit dem Titel Migration Macht Gesellschaft soll zweierlei zum Ausdruck gebracht werden:
- Migrations- und migrationsbedingte Transformationsprozesse sind konstitutiv (im Sinnen von Machen) für Gesellschaften. Denn geographische Mobilität ist historisch und global gesehen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Sie bringt selbstverständlich gesellschaftlichen Wandel hervor.
- Die Mehrdeutigkeit des Begriffs Macht weist auf die hegemonialen Machtprozesse hin, die heutzutage mit Migrationsphänomenen assoziiert sind, mit ihren weitreichenden Folgen für Individuen und Gesellschaft im Kampf um Zugang zu gesellschaftlichen, symbolischen und materiellen Ressourcen.
Migration ist somit von zentraler Bedeutung für Einrichtungen der Sozialen Arbeit sowie Institutionen (hoch-)schulischer Bildung, die qua Auftrag für Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit zu sorgen haben. Migration stellt zugleich für diese Einrichtungen eine bedeutsame Herausforderung dar, denn sie agieren bekanntlich im Spannungsfeld zwischen der Abschaffung von diskriminierenden Verhältnissen und deren Reproduktion.
Entsprechend setzt sich die Ringvorlesung, bezogen jeweils auf einem thematischen Schwerpunk, in jedem Sommersemester mit den vielfältigen Folgen von Migration für Individuen und gesellschaftliche Institutionen sowie mit den Herausforderungen, Wiedersprüche, Spannungsverhältnisse und Aporien, die mit Lösungsansätze einhergehen.