
Die Mobilität 2026 steht an einem Wendepunkt.
Milliardenschwere Infrastrukturinvestitionen durch das Sondervermögen, neue Prioritäten für Schiene, Straße sowie Digitalisierung – und gleichzeitig die erneute Debatte um die Zukunft des Verbrennungsmotors: Selten war Mobilität politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich so umkämpft wie heute.
Der Themenkongress Mobilität 2026 greift diese aktuellen Fragestellungen auf. Wir laden Fachpublikum, Entscheider und Neueinsteiger ein, um gemeinsam über aktuelle Themen zu sprechen. Welche Weichen werden jetzt gestellt? Welche Technologien und Konzepte setzen sich durch? Wie sieht eine zukunftsfähige Mobilität in Hamburg und Region konkret aus?
Seien Sie gespannt auf kompakte Impulse, praxisnahe Einblicke sowie den Austausch mit Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Praxis.
Diskutieren Sie mit – und gestalten Sie aktiv die Mobilität von morgen.
Am 04.06.2026 auf unserem Campus Berliner Tor (Berliner Tor 21, 20099 Hamburg).
Möchten auch Sie einen Beitrag zum Kongress stellen? Weitere Anmeldungen nehmen wir gerne entgegen. Kommen Sie gerne auf uns zu.
Menschen, Unternehmen, Behörden und Hochschulen laden wir an die HAW Hamburg ein, um gemeinsam die Mobilität der Zukunft zu diskutieren und zu gestalten.
Rückschau auf den Themenkongress 2025
12:00 | Einlass mit Mobilität-Expo & Networking
- XYTE ONE: Freedom of a scooter - Confidence of a car | Christoph Walz | XYTE Mobility GmbH
- Logistikroboter Husky | HAW Hamburg | Testfeld Intelligente Quartiersmobilität
- Poster: Mikromobilität von der Stadtplanung bis zur Komponentenebene | Vanessa Claus | HAW Hamburg
- Vom Post- zum Solarfahrrad: Photovoltaik in der Mikromobilität | Shimon Seiler | HAW Hamburg
- Poster Global Smart Cities | Janina Apostolou | HAW Hamburg
- Poster: Entwurf effizienter (Schiff-) Energiesysteme | Mattis Molinski | TUHH
- Poster: Sensortechnologien für Flüssigwasserstofftanks in der Luftfahrt | Adrian Winter | HAW Hamburg
- HAWKS Racing H21 | Formula Student Rennwagen | HAW Hamburg
- Energiewende gestalten | Forschungsfelder des Competence Center for Energy Transition (CC4E)
- VR-Exponat PARTICLE - Partizipative Lichtplanung | Prof. Dr. Carolin Liedtke | HAW Hamburg
- Kaffee-Lastenfahrrad | Frischer Kaffee auf der Expo! | Competence Center for Energy Transition (CC4E)
- Zukünftige nachhaltige Verkehrsinfrastruktur der Starken Schiene in Hamburg | DB InfraGO AG
- HAWrail | Modelleisenbahn meets Hochschule | Prof. Dr. Hans-Joachim Schelberg | HAW Hamburg
- Elektrifizierte Ape Calessino & Axialflussmaschine als Radnabenantrieb | HAW Hamburg | Labor für Elektrische Mobilität
- Hamburger Hub - Fahrradparken im Internet | Jona Buchholz | HAW Hamburg
- Poster: Neue Wege im Lärmschutz der Schieneninfrastruktur | Anna Stein | IGES Mobility GmbH
- Poster: Modellbasierte Systementwicklung hybrid-elektrischer Antriebsstränge | Tobias Albrecht | HAW Hamburg
- Shared Guide Dog | Prof. Dr. Henner Gärtner | HAW Hamburg
- Poster Stadtradeln | Andrea Kupke | HAW Hamburg
13:00 | Begrüßung
Prof. Dr. Ute Lohrentz
Präsidentin der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Prof. Dr. Tankred Müller
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg | Fakultät Nachhaltige Ingenieurswissenschaften
Gastgeber des Themenkongress Mobilität
Prof. Dr. Henner Gärtner
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg | Fakultät Nachhaltige Ingenieurswissenschaften
Gastgeber des Themenkongress Mobilität
14:00 | Konferenz
Session 1
Infrastruktur & Stadtplanung
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Chair: Prof. Dr. Tankred Müller
HAW Hamburg
Session 2
Mobilitätskonzepte & -innovationen
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Chair: Prof. Jan Friedhoff
HAW Hamburg
Session 3
Energie
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Chair: Jonas Bannert
HAW Hamburg | CC4E
Session 4
Datenbasierte Städteplanung
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Chair: Prof. Dr. Sarah Hallerberg
HAW Hamburg
14:00
Einsatz digitaler Anwendungen zur optimierten Instandhaltung- und Betriebsdurchführung
Michael Körber
DB InfraGO AG | Leiter Fahrweg Nord
Inhalt
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tba
Was das Mobilitätsverhalten wirklich ändert!
Mark Hoelling
eScootee | Fachberatung für Mikromobilität und Mobilitäts-Marketing
Inhalt
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Der Vortrag zeigt, wie, wann und warum Menschen Mobilitätsentscheidungen treffen. Diese basieren selten auf rationalen Kriterien, sondern vor allem auf Gewohnheiten, Social Copying und die Vermeidung von Aufwand. Übliche Maßnahmen wie Technik, Regulierung oder Förderung greifen dabei meist zu kurz. Besonders im privaten PKW-Verkehr kennen viele Menschen alternative Optionen oft gar nicht (Mental Availability). Für eine erfolgreiche Mobilitätswende braucht es daher zusätzlich verhaltens- und marketingpsychologische Ansätze. Mit meinem Vortrag möchte ich auf anschauliche Weise und mit vielen praktischen Beispielen einen Einblick geben, wie neue Mobilität besser umgesetzt werden kann.
Ziel des Vortrags ist es, gängige Annahmen systematisch zu hinterfragen und dem Publikum durch fundierte Perspektivwechsel neue Lösungsansätze mitzugeben. Die Zuhörenden werden mit überraschenden Erkenntnissen ausgestattet, die sie direkt nutzen können, um in ihren eigenen Bereichen Mobilität erfolgreicher zu gestalten und umzusetzen.
Datenbasierte Entscheidungen für den Betrieb öffentlicher Ladeinfrastruktur
Sohail Razmjooy
Hamburger Energienetze GmbH | eRound – Charge Point Management System
Inhalt
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eRound, das Charge Point Management System (CPMS) der Marke Hamburger Energienetze, unterstützt Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur dabei, datenbasierte Entscheidungen für einen effizienten Betrieb zu treffen. Ziel ist es, die Verfügbarkeit zu erhöhen, Störungen schneller zu beheben, Kosten zu senken und regulatorische Anforderungen zuverlässig zu erfüllen. Grundlage hierfür ist die Nutzung und Auswertung relevanter Daten, wie Statusinformationen, Ladevorgänge, Fehlermeldungen und Konfigurationen. Dies erfolgt über den eRound Observability Stack, der eine zentrale Analyse, die Erkennung von Anomalien sowie die Automatisierung von Prozessen ermöglicht, um den Betrieb proaktiv und effizient zu gestalten.
Cross-Boundary Mobility Systems in Kuala Lumpur: Geospatial Insights on Jurisdictional Metropolitan Governance
Prof. Dr. Norzailawati Mohd Noor
International Islamic University of Malaysia
Inhalt
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The integration of cross-boundary mobility systems has become a critical challenge in rapidly urbanising metropolitan regions, particularly in Kuala Lumpur where daily commuting flows extend beyond administrative borders into Selangor and surrounding growth corridors. Despite substantial investments in public transport infrastructure, mobility systems remain fragmented due to jurisdictional divisions, inconsistent planning frameworks, and limited coordination among governing agencies. This study examines how geospatial intelligence can inform the integration of cross-boundary mobility systems through a governance-oriented lens. Employing a mixed-method approach, the research combines GIS-based spatial analysis, origin–destination flow mapping, accessibility modelling, and institutional policy review to assess mobility patterns and governance structures. Spatial datasets, including transport networks, commuter flows, and land use distribution, are analysed to identify connectivity gaps, particularly in first–last mile access across jurisdictional boundaries. The findings indicate that while Kuala Lumpur demonstrates strong infrastructural capacity, inefficiencies persist due to overlapping authorities, uneven service provision, and misaligned development priorities. The study highlights the potential of geospatial insights to support coordinated decision-making, optimise multimodal integration, and prioritise strategic corridors for intervention. It proposes a governance framework that strengthens cross-boundary collaboration, contributing to more efficient, equitable, and climate-responsive metropolitan mobility systems in emerging urban regions.
14:30
Railmap klimaneutrale Schieneninfrastruktur - Unser Weg zum klimaneutralen Bauprojekt
Patrick Troch
DB InfraGo
Inhalt
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Die Schiene leistet nicht nur im Verkehr einen essenziellen Beitrag zum Klimaschutz, sondern wird auch bei ihren Baumaßnahmen klimafreundlicher. Wir zeigen, wie die DB InfraGO AG CO2-Emissionen bei Planung, Bau und Betrieb der Schieneninfrastruktur senkt: von der CO2-Bilanzierung in der Planungsphase über den Einsatz emissionsreduzierter Materialien bis hin zur gelebten Kreislaufwirtschaft für Schiene, Schotter und Schwellen. Der Vortrag demonstriert die Vielfältigkeit der Themenfelder der DB InfraGO AG im Bereich Klimaschutz und bietet anhand ausgewählter Beispiele spannende Einblicke in Projekte.
QCMobility - Potential und Herausforderungen von Quantencomputing in der Flugplanung
Rouven Kanitz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. | Institut für Luftverkehr
Inhalt
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In diesem Vortrag geben wir einen Überblick, wie Quantencomputing künftig Optimierungs- und Planungsaufgaben in den verschiedenen Mobilitätsdomänen und insbesondere in den komplexen Flugplanungsprozessen unterstützen kann. Wir stellen das Projekt "QCMobility" und das Ökosystem des DLRs vor. Wir zeigen, wie für verschiedene Optimierungsprobleme Quantenalgorithmen und praxisnahe Demonstrationsprobleme entwickelt, verglichen und möglichst auf realer Quantenhardware umgesetzt werden. Hier berichten wir vom aktuellen Stand des Projektes. Das Vorhaben wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem DLR e.V. und den Industriepartnern verfolgt.
Zwischen Zusatzerlösen und Lobbyismus: Die THG-Quote als Instrument und Konfliktfeld der Antriebswende
Jonas Bannert
HAW Hamburg | CC4E
Inhalt
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Die THG-Quote ist ein zentrales umweltökonomisches Instrument der Antriebswende. Sie ermöglicht Anbietern erneuerbarer Energien – insbesondere in den Bereichen Strom, grüner Wasserstoff und Biokraftstoffe – zusätzliche Erlöse und soll zugleich einen Beitrag zur THG-Emissionsminderung im Verkehrssektor leisten. Doch wo wirtschaftliche Anreize und klimapolitische Regulierung aufeinandertreffen, entstehen auch Zielkonflikte und politische Auseinandersetzungen. Die THG-Quote ist daher nicht nur ein Steuerungsinstrument, sondern auch ein Feld intensiver Interessenvertretung.
Am CC4E der HAW Hamburg untersuchen wir die umweltökonomischen Wirkungen der THG-Quote und fragen, wie sie im Spannungsfeld zwischen ökologischer Steuerungswirkung, wirtschaftlicher Attraktivität und politischen Aushandlungsprozessen zu bewerten ist. Der Vortrag führt zunächst in die allgemeine Funktionsweise, Zielsetzung und Erlösmöglichkeiten der THG-Quote ein. Im zweiten Teil wird ein aktueller Einblick in die Forschung am CC4E vorgestellt, indem ein aktuelles Paper zur Lobbyarbeit von Interessenvertretern auf den aktuellen Gesetzgebungsprozess der Bundesregierung im Rahmen der zweiten Weiterentwicklung der THG-Quote vorgestellt wird.
Developing Sustainable Spatial Plan Decisions Based on Digital Data from the Turkish Traffic Safety and Density Analysis Platform
Büşra Ertaş & Fatih Eren
Istanbul Technical University
Inhalt
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As urbanisation accelerates in the 21st century, the pressure on transport systems is also increasing. The Traffic Safety and Density Analysis Platform, developed in Türkiye to enhance road safety, facilitates the effective use of transport data. By analysing digital data such as accident severity, accident types, road as well as weather conditions, location and time, this platform provides detailed information on traffic congestion, queue lengths, peak hours and accident-prone areas. The aim of this paper is to discuss the integration of digital data obtained from this platform into sustainable spatial planning decisions. In the study, Istanbul was selected as the study area, and digital data from the platforms were utilised in smart transport applications. The findings indicate that traffic density and accident-prone areas can be digitally identified and utilised in a multifaceted manner within spatial planning decisions. The research highlights that digital traffic data could play a far more significant role in planning processes, both in identifying existing problems and in making decisions for the future. By enabling more scientific and data-driven decisions in urban planning through the use of digital traffic data, the study contributes to the urban transportation and mobility literature. Furthermore, it offers benefits to society and the economy through improved traffic safety, more efficient allocation of transport and mobility investments, and urban living.
15:00
PARTICLE - Partizipative Lichtplanung in urbanen Räumen mit AR/VR Technologien
Prof. Dr. Carolin Liedtke
HAW Hamburg
Inhalt
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Das Tool PARTICLE ist ein Hard‑ und Software‑System, das kollaborative und immersive Abstimmungsprozesse für eine umweltgerechte Außenbeleuchtung in urbanen Räumen ermöglicht. Über einen interaktiven Touchtable, VR‑Brillen und AR‑Tablets können Nutzer*innen in Echtzeit Veränderungen an der Beleuchtung vornehmen und deren Auswirkungen auf Aspekte wie Sicherheitsempfinden oder Lichtverschmutzung erleben. Das System erlaubt einer oder mehreren Personen gleichzeitig, unabhängig vom Standort, an denselben Beleuchtungsszenarien zu arbeiten. Dadurch werden komplexe lichttechnische Zusammenhänge verständlich, ohne dass Fachbegriffe benötigt werden und eine intuitive Zugänglichkeit zur Planung ermöglicht. In zwei ersten Pilotprojekten in Hamburg‑Altona wurde PARTICLE im Rahmen des EU Interreg Nordsee Programms DARKER SKY erfolgreich erprobt, um Beteiligungsprozesse zwischen Bürger*innen, Planer*innen und Behörden zu unterstützen.
XYTE ONE: Freedom of a scooter - Confidence of a car
Christoph Walz
XYTE mobility GmbH | Chief Marketing Officer
Inhalt
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Was es braucht, um eine neue Fahrzeugkategorie zu erschaffen? Eine neue Fahrzeugkategorie zu entwickeln, klingt attraktiv und herausfordernd – in der Realität eine der schwierigsten Aufgaben der Branche. Mit dem Anspruch, die Agilität eines Rollers mit dem Sicherheitsniveau eines Autos zu verbinden, bewegt sich XYTE mobility zwischen zwei Welten, die sich technisch, regulatorisch und nicht zuletzt oftmals in den Köpfen potenzieller Kunden widersprechen. Im Vortrag zeigen wir auf, was hinter dieser „New Category Challenge“ steckt:
1. Vereinbarkeit von Sicherheit, Gewicht und Kosten
2. Der Gap zwischen bestehenden Denkmustern von Kunden und neuem Mobilitätsverständnis
3. Der Aufbau von Vertrauen für ein Produkt, das es so noch nicht gibt
Wir geben einen Einblick aus Engineering, Marketing und Vertrieb – inklusive Fehlannahmen, Lernkurven und konkreten Entscheidungen.
Gestaltung gemischter Robotik-flotten: Externes zentrales Flottenmanagement zur fahrzeugagnostischen Orchestrierung
Dr. Julian Maas
SyncroBot GmbH
Inhalt
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Moderne Logistik nutzt zunehmend gemischte Robotik-Flotten aus unterschiedlichen Fahrzeugtypen und Herstellern, um Transportprozesse ganzheitlich zu automatisieren. Der Vortrag zeigt, wie ein externes zentrales Flottenmanagement eine fahrzeugagnostische Orchestrierung ermöglicht und dadurch Integration, Skalierung und Betrieb heterogener AMR- und AGV-Flotten vereinfacht. Anhand praktischer Beispiele werden Herausforderungen, Schnittstellen und Vorteile einer herstellerunabhängigen Steuerung erläutert.
Plattformmobilität, Daseinsvorsorge und kommunale Steuerung – Handlungsmöglichkeiten im Taxi- und Mietwagenmarkt
Anna Stein & Bastian Hagmaier
IGES Mobility GmbH
Inhalt
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Der Beitrag beleuchtet, wie Kommunen auf die veränderten Marktbedingungen im Taxi- und Mietwagenmarkt reagieren können, wenn digitale Vermittlungsplattformen zunehmend Einfluss auf lokale Mobilitätsmärkte nehmen. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf Daseinsvorsorge, faire Wettbewerbsbedingungen und kommunale Steuerungsfähigkeit. Anhand unserer Gutachten und der aktuellen Entwicklungen – etwa rund um Mindestbeförderungsentgelte, Tarifkorridore und weitere kommunale Regulierungsmöglichkeiten – wollen wir praxisnah zeigen, welche Instrumente Kommunen heute bereits in der Hand haben, wo die Grenzen liegen und welche Schlussfolgerungen sich daraus für eine zukunftsfähige urbane Mobilität ergeben.
15:30 - 16:30 | Pause & Mobilität-Expo
Mit Speisen & Getränken
Session 1
Infrastruktur & Stadtplanung
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Chair: Prof. Dr. Carsten Gertz
Technische Universität Hamburg
Session 2
Mobilitätskonzepte & -innovationen
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Chair: Prof. Dr. Henner Gärtner
HAW Hamburg
Session 3
Energie
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Chair: Prof. Dr. Benedikt Plaumann
HAW Hamburg
Session 4
Datenbasierte Städteplanung
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Chair: Prof. Dr. Sarah Hallerberg
HAW Hamburg
16:30
GeSGO – Integration von Gesundheit in die Stadt- und Verkehrsplanung – Neue Governancestrukturen in stadtregionalen Verkehrskorridoren
Linda Völtzer
HAW Hamburg
Mattis Helmrich
Technische Universität Hamburg Harburg (TUHH)
Katharina Schulze
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Inhalt
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Lärm, Luftqualität, Grünflächen als strukturelle bzw. verhältnisbezogene Determinanten, ebenso wie Lebensstil und Mobilität als individuelle verhaltensbezogene Determinanten werden im humanökologischen Modell als Gesundheitsdeterminanten im Siedlungsraum definiert. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Wirkungen der Mobilität im urbanen Raum auf Gesundheit. Diese beginnen bei Belastungen durch Verkehrslärm und Luftverschmutzung, Belastungen durch Mobilitätshemmnisse etwa im Rahmen von Pendelstress, sei es im ÖPNV bzw. Fernverkehr, mit dem PKW oder (motorisierten) Zweirädern, bis hin zu Lärm- und Luftemissionen, die für Hamburg noch verstärkt werden durch den stadtnahen Luft- und Schiffsverkehr. Soziallagenabhängig finden sich nahe besonders belasteter Verkehrskorridoren, kumulative Belastungen durch unterschiedliche Verkehrsträger, oftmals Wohngebäude im Rahmen des geförderten Wohnbaus, Bestandswohnungen mit hoher Verdichtung und ggf. geringerer Lärmschutzstandards, zudem erhöhte Verkehrsunfallrisiken etc. Zugleich stellt Mobilität eine grundlegende Voraussetzung für Teilhabe, für Zugänge zu Infrastruktur, Bildung, Kultur einerseits und körperliche Bewegung andererseits dar und repräsentiert mithin gesundheitsförderliche Aspekte. Insofern ist zu fordern, dass Stadtentwicklung und Verkehrsplanung im Sinne von Health in All Policies im Rahmen einer Gesundheitsfolgenabschätzung per se und insbesondere auch im Hinblick auf eine soziale Stadtentwicklung berücksichtigen ist.
AutomatedTrain - The next step towards fully automated train operation
Dr. Dirk Spiegel
DB InfraGO AG | Leiter Forschungsprojekt AutomatedTrain
Inhalt
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Das Kooperationsprojekt „AutomatedTrain“ legt die Grundlage für die vollautomatisierte Aufrüstung sowie das Bereitstellen und Abstellen von Zügen. Im Vortrag wird das Projekt vorgestellt und zentrale Erkenntnisse vertiefend beleuchtet. Im Fokus stehen das Zonenkonzept und die damit verbundenen Anforderungen zur Auslösung von Reaktionen, der Umgang mit großen Datenmengen sowie die notwendigen Schritte auf dem Weg zur Umsetzung des vollautomatisierten Fahrens im Vollbahnbereich.
The Research Vessel Coriolis: Innovation Plattform for Hydrogen Technologies
Abdullah Al-Ismail
Helmholtz-Zentrum Hereon
Inhalt
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The Coriolis is a research ship that aims for a new standard in climate friendly shipping. It is the first ship in the world to combine coastal, membrane, materials and hydrogen research on board. Due to its compact size, it is set to be deployed in rivers as well as the North Sea and Baltic Sea where nutrients and pollutants are to be analyzed and studied whether they were transported from rivers to the sea. It can also drift through shallow waters such as the Wadden sea.
While the engine’s power is 750 kW, the fuel cell has a power output of 100 kW. The power from the fuel cell provides electrical energy to the propulsion system. Hydrogen is converted into electricity in the fuel cell which drives the ship’s electric motors. Hydrogen fuel cells have a lower power output as they have a lower power density compared to diesel engines, meaning they typically provide less instantaneous power, but operate efficiently over time. They are also better for steady, low-to moderate power demand rather than sudden bursts of high energy. Hereon as well as the institute of maritime energy systems (DLR) want to operate a joint hydrogen system lab (H2SL) on board the research vessel Coriolis. The H2SL would mainly consist of the metal hydride storage system as well as the fuel cell which would make it possible for the ship to operate under certain circumstances and operating states emission free. To investigate the efficiency of different storage designs, four alternative designs that each store 7.5 kg of hydrogen and approx. 5 tons of hydride material were built. These four main units are controlled on both hydrogen and cooling medium side individually which means that each main unit has its own hydrogen line and a separate cooling circuit. Each main unit consists between four and eight storage modules and are also connected to each other on the hydrogen and cooling medium side. The design of the storage modules in one main unit is identical, but the design of the storage modules compared between each main unit differs in terms in amount, diameter of metal hydride bed, length of reactor tube and type of heat exchange surface.
Räumlich differenzierte Stellplatzschlüssel: "FLEKS" als Planungsinstrument
Julia Korsten & Christian Bitter
stattbau münchen GmbH
Inhalt
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Kommunen benötigen Verfahren, die Stellplatzbedarfe lageabhängig und nachvollziehbar bestimmen, da pauschale Richtwerte räumliche Unterschiede und Mobilitätsangebote unzureichend abbilden. Die datenbasierte Flexibilisierung kommunaler Stellplatzsatzungen, kurz FLEKS, schließt diese Lücke mit einer datengetriebenen, räumlich differenzierten Methodik auf Basis eines weiterentwickelten Modells der TU Hamburg-Harburg und umgesetzt in der Software GOAT. Es integriert städtebauliche, sozioökonomische und mobilitätsbezogene Faktoren, um zonenspezifische Stellplatzbedarfe zu berechnen und flurstückscharf anzuwenden. FLEKS schafft eine fachliche Grundlage, um Stellplatzbedarfe nachvollziehbar und lageabhängig in kommunale Regelwerke einzubinden und mit Mobilitätsmaßnahmen auf Privatgrund zielgerichtet zu verschränken. Die Methode lässt sich an die Gegebenheiten verschiedener Kommune anpassen und ist vielseitig für unterschiedliche kommunale Anwendungsbereiche einsetzbar. FLEKS wurde als Projektidee bei der IBA München eingereicht, um Anwendungsperspektiven und potenzielle weitere kommunale Einsatzfelder in der Region zu prüfen. Der Beitrag stellt die methodischen Bausteine, die Verbindung von Lageparametern im Kontext der Stellplatzermittlung und die Verknüpfung mit Mobilitätskonzepten sowie die Anwendungsoptionen in Planung und Regulierung vor. FLEKS ist ein Projekt von Plan4Better GmbH und der stattbau münchen GmbH.
17:00
Beschleunigung Kabeltiefbau - Innovativer Ansatz zur gleisgebundenen und automatisierten Verlegung von Kunstoffkabelkanälen
Patrick Gaese
DB InfraGo
Inhalt
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tba
Digitale Zwillinge für robuste und erklärbare autonome Mobilität
Prof. Dr. Stephan Pareigis
HAW Hamburg
Inhalt
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Autonome Mobilität erfordert robuste Entscheidungen und nachvollziehbare Handlungsstrategien. Der Beitrag zeigt, wie digitale Zwillinge reale autonome Systeme mit Simulationsmodellen verbinden und dadurch Robustheit, Anpassungsfähigkeit und Erklärbarkeit unterstützen können.
An Beispielen aus der autonomen mobilen Robotik wird dargestellt, wie ein Real2Sim2Real-Zyklus zur Modellanpassung, Verhaltensstabilisierung und transparenten Fehleranalyse beiträgt. Digitale Zwillinge werden dabei als zentrale Komponente für robuste und erklärbare autonome Mobilität verstanden.
Projekt "ASAP" - Einsatz von Superkondensatoren auf Fähren mit netzdienlicher Ladeinfrastruktur
Felix Scholl
HAW Hamburg | CC4E
Inhalt
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Durch die Dekarbonisierung des Mobilitätssektors werden zunehmend auch Fähren elektrifiziert. Aufgrund der kurzen Ladezeiten und Fahrstrecken sind bisherige Batterietechnologien nur bedingt für den Binnenfährschiffbereich geeignet. Im Projekt ASAP wurde daher der Einsatz von Superkondensatoren als elektrischer Energiespeicher erforscht. Mit empirischen Berechnungsmethoden und Fahrplänen wurden Betriebskonzepte erstellt, anhand derer die Einsatzmöglichkeiten von Superkondensatoren und Batteriespeicher land- und schiffsseitig ermittelt worden sind.
How Feasible Is the 15-Minute City Concept in Istanbul: The Case of Beşiktaş District
Hacer Turan & Fatih Eren
Istanbul Technical University
Inhalt
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In contemporary urban environments, where transportation and mobility are of paramount importance, the 15-minute city model is distinguished by its sustainability, enhancement of quality of life, reduction of carbon emissions, and equitable urban planning. The question “To what extent is the 15-minute city approach feasible in Istanbul?” forms the basis of this study. In this context, the study aims to reveal the extent to which accessibility values (15-min City Score) – calculated using data obtained via digital platforms within the framework of the 15-minute city approach – align with the physical, social, and environmental realities of the current field conditions. The study covers five distinct areas within the Beşiktaş district of Istanbul, each possessing a different 15-minute city score. The research consists of three phases. In the first phase, the methodology for calculating accessibility scores will be outlined. In the second stage, a morphological analysis of the areas selected from the Beşiktaş district will be carried out to assess the spatial and physical characteristics of the site. In the final stage, the consistency or inconsistency between the calculated 15-minute city scores and existing field data will be examined; the discussion will focus on the causes and origins of the resulting discrepancies, the extent to which they represent reality, the reliability of remote calculations, and how these calculations should be used in official data, with a view to exploring how this perspective might be reflected in the urban planning process. The aim is to use the findings to offer insights into how more realistic results can be obtained by adopting a critical approach to the concepts of walkability and accessibility as represented in digital environments; it is anticipated that this will contribute to city authorities making more accurate assessments of the data they use in planning and transport initiatives.
17:30
Mehrzieloptimierung von E-LKW-Ladestationen an Autohöfen
Prof. Dr. Wolfgang Renz
HAW Hamburg
Inhalt
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Dieser Vortrag zeigt eine energieökonomische Studie zum Betrieb eines Ladehubs an einem Autohof mit variabler Anzahl von Ladestationen und unterschiedlicher Anschlussleistung unter Berücksichtigung der Flexibilität der Ladevorgänge. Genutzt werden grobgranulare telematische Logistikdaten, aktuelle Day-ahead Marktpreise und kapazitätsabhängige Leistungsgebühren. Auf dieser Basis wird das Mehrzieloptimierungsproblem der Kundennachfrageerfüllung einerseits und der Kostenminimierung andererseits adressiert. Aus der Flottenladungssimulation einer typischen Woche werden die oberen und unteren Grenzen der Pareto-Fronten berechnet. Es zeigt sich, dass Netzgebühren der entscheidendste Kostenfaktor sind, der die Gesamtrentabilität beeinflusst.
Die Nutzung eines gemeinsamen Transformators oder der Vor-Ort-Integration mit erneuerbarer Erzeugung wird hier nicht analysiert. Dies würde aber sowohl die Investitions- als auch die Betriebsausgaben senken.
Precise Localization of Mobile Robots in in GNSS-Challenged Urban Mobility Scenarios: Experimental Insights on Ultra-Wideband
Prof. Dr. Henner Gärtner
Ellahe Khosravi
Bhavinkumar Patel
Mohammed Obaid
HAW Hamburg
Inhalt
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This study presents experimental insights into ultra-wideband (UWB) for precise localization of mobile robots in GNSS-challenged urban environments, focusing on the influence of anchor placement on positioning accuracy. The work is conducted within the BMFTR-funded “Safe Walker” project.
Strategie trifft Umsetzung: Wie ein Dialogformat den NUMP in Lüneburg in die Praxis bringt
Lara Brandt
Hansestadt Lüneburg
Bastian Hagmaier
IGES Mobility GmbH
Inhalt
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Mit dem Nachhaltigen Urbanen Mobilitätsplan (NUMP) hat die Hansestadt Lüneburg einen strategischen Rahmen für die zukünftige Mobilitätsentwicklung geschaffen. Doch viele Kommunen stehen nach der Beschlussfassung eines solchen Konzepts vor einer zentralen Frage: Wie gelingt der Übergang von der Strategie zur konkreten Umsetzung – politisch tragfähig, organisatorisch handhabbar und fachlich fundiert? Der Vortrag gibt Einblicke in diese Phase am Beispiel Lüneburgs. Im Zuge der politischen Beschlussfassung wurde ein jährliches Begleitformat gefordert, um Maßnahmen des NUMP regelmäßig mit relevanten Stakeholdern zu diskutieren, zu priorisieren und schrittweise in die Umsetzung zu überführen. Gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg entwickelte IGES Mobility hierfür ein maßgeschneidertes Dialog- und Beteiligungsformat und begleitete die Konzeption sowie die erste Durchführung. Der Beitrag beleuchtet, welche Anforderungen ein solches Format erfüllen muss, um komplexe strategische Inhalte verständlich zu vermitteln und gleichzeitig eine konstruktive Diskussion über Prioritäten, Umsetzungsschritte und Ressourcen zu ermöglichen. Aus der Perspektive von Verwaltung und externer Prozessbegleitung werden konkrete Lessons Learned diskutiert: Welche Erwartungen bestehen seitens Politik und Verwaltung an ein solches Begleitformat? Welche Herausforderungen entstehen bei der Übersetzung eines strategischen Mobilitätskonzepts in einen Umsetzungsdialog? Und welche Rolle kann Beteiligung in der Phase nach der Planerstellung spielen? Der Beitrag zeigt, wie gezielt entwickelte Dialogformate dazu beitragen können, strategische Mobilitätskonzepte Schritt für Schritt in die Umsetzung zu bringen – und welche Rahmenbedingungen dafür entscheidend sind.
18:00 | Konferenz-Abschlussfeier
Seien sie herzlich eingeladen und lassen Sie uns die erfolgreiche Konferenz in gemeinsamer Runde ausklingen!
Die Fachschaft und OE der Fakultät NIW unterstützt uns mit Grillaufgebot, Softdrinks und Alkoholischem!