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CC4E Newsletter 01/2022

Liebe Leserinnen, liebe Leser und Projektpartner,  

mit der Invasion russischer Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 ist das eingetreten, was wir niemals für möglich gehalten hätten. Unsere Gedanken und Hoffnungen sind daher vor allem bei den Menschen in der Ukraine. Diese Situation zeigt uns, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht von Abhängigkeiten leiten zu lassen. Das gilt auch für die Energiesysteme, denn die möglichen Auswirkungen auch in Deutschland können sehr gravierend sein. Die Folgerungen sind bereits jetzt klar. Wir dürfen uns zukünftig nicht mehr in eine gravierende Abhängigkeit begeben. Wir haben uns in der Vergangenheit zu stark auf den Import von Energieträgern verlassen. Deshalb muss die Antwort lauten: erneuerbare Energien massiv auszubauen und alle technologischen Möglichkeiten für maximale heimische grüne Energie auszuschöpfen, wie beispielsweise Windenergie auf See und an Land, Photovoltaik, Biomasse, Geothermie. Durch die erneuerbaren Energien haben wir jetzt die einmalige Chance, ein unabhängiges und klimaneutrales Energiesystem aufzubauen. Des Weiteren müssen wir die Technologien als zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgsfaktor in unserem Land halten – Technologie-Souveränität erlangen, um uns nicht in Abhängigkeiten begeben zu müssen.

Wir am CC4E werden mit unseren Forschungsprojekten einen Beitrag hierfür leisten. In unseren vielfältigen Projekten haben wir mehrfach erfolgreich gezeigt, dass ein versorgungssicheres, unabhängiges und klimaneutrales Energiesystem technisch und wirtschaftlich möglich ist.

Ich lege Ihnen hierfür unseren CC4E Jahresbericht 2020/21 ans Herz, der Ihnen einen Überblick über die Projekte und Ergebnisse der letzten zwei Jahre bietet, aber auch einen Überblick über unsere verschiedenen Forschungsschwerpunkte.

So konnte das Großprojekt NEW 4.0 nach insgesamt sieben Jahren Arbeit erfolgreich abgeschlossen werden – mit zahlreichen Ergebnissen und Vorschläge für eine 100%ige sichere, grüne Stromversorgung, die in einer abschließenden Ergebnissynthese zusammengefasst wurden.

Der Start des Norddeutschen Reallabors im letzten Jahr zählt zu den großen Highlights des CC4E. In verschiedenen Teilprojekten soll der Transformationspfad für ein integriertes Energiesystem erprobt werden, mit dem es gelingt, die CO2-Emissionen im Norden bis 2035 um 75 Prozent zu reduzieren. 50 Partner arbeiten an dem Großvorhaben, das auf die Transformation durch Sektorkopplung und Wasserstoff zielt.

Spannend ist auch das X-Energy Projekt ClosedCarbonLoop. Hier erproben wir die Adsorption von CO2 aus der Luft (Direct Air Capture) und zeigen, wie ein integrierter Power-to-Gas-Prozess mit anschließender Biomethanisierung funktionieren kann, damit die Energieversorgung unabhängig von fossilem Erdgas wird.

Außerdem sind die beiden Projekte Smart Heat Grid Hamburg und Smart Pro HeaT nach fünf bzw. vier Jahren ebenfalls erfolgreich abgeschlossen worden. In beiden Projekten wurden Konzepte entwickelt, wie die Integration von erneuerbaren Energien durch eine intelligente Steuerung des Wärmenetzes und der Wärmeverbraucher unterstützt werden kann.

Und zum Schluss möchte ich noch zwei Kolleg*innen zur erfolgreichen Promotion gratulieren. Inga Reinwardt hat in einer Kooperationspromotion mit der HSU Hamburg im Windpark-Curslack die Nachlaufeffekte von Windenergieanlagen untersucht und Manuel Moo-Gyn Kim hat in Kooperation mit der Universität Wuppertal daran geforscht, wie sich die Windrichtungsnachführung bei extremen Lastfällen verhält.    

Im ersten Newsletter im neuen Quartal 2022 gibt es aber noch viele weitere Themen aus dem CC4E, die wir erfolgreich umgesetzt haben – überzeugen Sie sich selbst!

Ihr Prof. Dr. Werner Beba

Der CC4E Jahresbericht 2020/2021

Das Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg hat seinen Jahresbericht 2020/2021 veröffentlicht. Es ist der erste Jahresbericht des CC4E und gibt auf 32 Seiten einen umfassenden Überblick über den Stand der Forschung, einen Rückblick über die Erfolge der vergangenen zwei Jahre und einen ersten Ausblick auf die kommenden Jahre. |Mehr…|

Erfolgreicher Projektabschluss der Forschungsvorhaben „Smart Heat Grid Hamburg“ und „Smart Pro HeaT“

Mit einer gelungenen Abschlussveranstaltung hat das Team Wärme des CC4E im Dezember 2021 erfolgreich die beiden Forschungsvorhaben „Smart Heat Grid Hamburg“ und „Smart Pro HeaT“ beendet. Über fünf bzw. vier Jahre wurden in den beiden Projekten Konzepte entwickelt und erforscht, wie die Integration von Erneuerbaren Energien durch eine intelligente Steuerung des Wärmenetzes und der Wärmeverbraucher unterstützt werden kann. Beide Projekte wurden im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.. |Mehr…|

Die erste Direct Air Capture Anlage in Norddeutschland offiziell in Betrieb genommen

Am Technologiezentrum Energie-Campus ist 2021 die erste Direct Air Capture-Analge Norddeutschlands an den Start gegangen. Die Anlage filtert Kohlenstoffdioxid aus der Umgebungsluft, der Anschließend in einen Power-to-Gas-Prozess integriert wird. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in dem Video. |Mehr…|

Verbundprojekt NRL erfolgreich gestartet

Eines der großen Highlights im vergangenen Jahr war für das CC4E der Start des Norddeutschen Reallabors (NRL) ¬– ein innovatives Verbundprojekt, das neue Wege zur Klimaneutralität erproben will. Das Projekt startete mit einer hybriden Auftaktveranstaltung, bei der Peter Altmaier, zu diesem Zeitpunkt Bundeswirtschaftsminister, symbolisch den Förderbescheid über 52 Mio. Euro übergab. |Mehr…|

NEW 4.0 Ergebnissynthese

Mit dem Projekt NEW 4.0 haben wir uns, gemeinsam mit den 60 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, das hohe Ziel gesetzt einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende leisten zu wollen. Den Anspruch in der Modellregion Hamburg und Schleswig-Holstein die Machbarkeit einer nachhaltigen Energiegewinnung zu demonstrieren leitete die Mitarbeitenden in den knapp 100 Projekten und 25 Demonstrationsanalagen an. Wir wollten aufzeigen, dass die Modellregion bis 2035 zuverlässig und nachhaltig durch erneuerbare Energien mit Strom versorg werden kann. Die Ergebnisse dieser gemeinsamen sieben Jahre haben wir in einer NEW 4.0 Ergebnissynthese zusammengefasst. |Mehr…|

Hintergrundwissen zur Klimakrise und Energiewende mit dem Lernportal „HowToChangeARunningSystem“

Anfang des Jahres wurde das frei zugängliche Lernportal „HowToChangeARunningSystem.info“ veröffentlicht. Ziel des Portals ist es, jungen, interessierten Erwachsenen Hintergrundwissen zur Klimakrise und Energiewende niedrigschwellig und anschaulich zu vermitteln. In den fünf Kapiteln Klimakrise, Energieträger, Systemwandel, Denkwende & Eigeninitiative soll mit Hilfe von Videos, Infografiken und Kurztexte die Story der Energiewende so erzählt werden, dass sie Lust macht, sich mit ihr auseinander zu setzen und Impulse für das eigene Handeln setzt. Zudem bietet die Seite zahlreiche Vertiefungsmöglichkeiten in verschiedene Aspekte der Energiewende. |Mehr…|

Promotion: Das Potenzial der Windenergie ausschöpfen

Inga Reinwardt hat ihre Promotion zu den sogenannten Nachlaufeffekten von Windenergieanlagen mit einem „sehr gut“ abgeschlossen. Die Promotion „Die Berechnung von Nachlaufeffekten von Windenergieanlagen und deren Einfluss auf Leistung und Belastung bei gegenseitiger Abschattung“ ist im Rahmen des BMWi-geförderten Forschungsprojekts FATWAKE (Fatigue reduction in wake effected wind farms) durchgeführt worden. FATWAKE ist ein Teilprojekt des vom CC4E koordinierten Verbundprojektes NEW 4.0. |Mehr…|

Promotion: Wenn es für die Windenergieanlage rutschig wird Werkstoffe

Manuel Moo-Gyn Kim hat seine Promotion zu der sogenannten Windrichtungsnachführung einer Windenergieanlage bei extremen Lastfällen mit „sehr gut“ abgeschlossen. Manuel Kim hat am CC4E und dem Department Maschinenbau und Produktion der HAW Hamburg unter Projektleitung von Prof. Peter Dalhoff das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)-geförderte Projekt "Azimut" bearbeitet. In seiner Promotion untersuchte Manuel Kim, ob es bei extremen Lastfällen (Gierlasten) zu einem Durchrutschen der Gondel auf dem Turmkopflager kommen kann. Der Windenergieanlagenhersteller Nordex hat das Projekt als Industriepartner in allen Phasen begleitet. |Mehr…|

Impressum

CC4E | Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz

Alexanderstraße 1 | 20099 Hamburg | T +49.40.428 75-58 50 | F +49.40.427 31-4532

energie(@)haw-hamburg.de | www.cc4e.de | www.haw-hamburg.de

Redaktion: Prof. Dr. Werner Beba, CC4E; Deike Haase, CC4E